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Google hat noch viel aufzuholen

Seitdem Google mit dem Home seinen ersten smarten Lautsprecher mit Google Assistant in Deutschland verkauft, hat sich die Qualität der Aussprache des Assistenten nur minimal verbessert. Der Google Assistant klingt derzeit so wie Alexa am Anfang: Immer wieder gibt es Fehler bei der Aussprache und falsche Betonungen stören, mitunter ist das Gesprochene kaum zu verstehen. Viele englische Musiktitel oder Künstler werden fälschlicherweise deutsch angesagt.

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Auch bei der Stimmenauswahl hat Amazon ein besseres Händchen bewiesen. Die deutsche Alexa-Stimme klingt angenehmer und natürlicher als die von Google Assistant. Es ist nicht davon auszugehen, dass Google seine deutsche Assistant-Stimme in absehbarer Zeit austauschen wird, so dass der Google-Dienst selbst bei besserer Aussprache dauerhaft weniger gut klingen wird als die Konkurrenz von Amazon. Außerdem ist Google geschwätziger.

Schalten wir bei einem Alexa-Gerät das Mikrofon stumm, gibt es einen kurzen Signalton. Der Google Assistant teilt hingegen mit: "Das Mikrofon wird ausgeschaltet" und beim Aktivieren ertönt statt eines einfachen Signaltons: "Das Mikrofon wird eingeschaltet". Auch bei der Steuerung von Smart-Home-Geräten ist uns Assistant zu geschwätzig. Alexa reagiert immer nur mit einem einfachen "Ok", während der Assistant ansagt, welche Lampe ein- oder ausgeschaltet wurde; der gesprochene Befehl wird quasi noch mal komplett wiederholt. Das finden wir zu viel des Guten und hoffen, dass Google das noch ändern wird.

Skills sind für Alexa Fluch und Segen

Auch beim Funktionsumfang liegt Google bisher noch hinten. Beim Google Assistant wird er mit sogenannten Actions erweitert, die erst im Oktober in Deutschland freigeschaltet wurden. Seitdem hat es Google nicht einmal geschafft, eine Übersichtsseite mit den verfügbaren Actions zu veröffentlichen. Hier ist der weitere Fortschritt sehr schleppend: Seit der Freischaltung ist es bei den acht Actions geblieben. Damit eine davon verwendet werden kann, muss diese mit der korrekten Bezeichnung aufgerufen werden - das Bedienungsprinzip ist also wie bei Amazons Alexa-Skills.

Bei Alexa heißen die Apps, die neue Funktionen hinzufügen, Skills - und sie sind deutlich umfangreicher. Schon zum Marktstart gab es bei den Echo-Geräten Skills und mittlerweile können Nutzer aus Tausenden auswählen, etwa den Anbieter für die Wetteransage ändern, alternative Einkaufslisten-Plattformen nutzen, sich den nächsten Termin für die Müllabholung ansagen lassen oder das ein oder andere Quiz spielen.

Die vielen Skills sind zugleich Segen und Fluch der Plattform. Noch hat Amazon nicht herausgefunden, wie sichergestellt werden kann, dass die Skills den Nutzern auch tatsächlich im Gedächtnis bleiben. Denn das ist notwendig, um ein Skill zu starten, muss sein Name angesagt werden. Bei bekannten Marken ist das kein großes Problem, aber es gehört schon einiges dazu, sich die Namen von über 20 oder 30 Skills zu merken.

Amazon ist sich dessen bewusst und will es irgendwann hinbekommen, dass Alexa das passende Skill zur Anfrage selbst auswählt. Wann diese Möglichkeiten bereitstehen werden, ist aber noch vollkommen offen.

Kluft zwischen USA und Deutschland

Beide digitalen Assistenten leiden derzeit darunter, dass neue Funktionen oftmals zunächst nur US-Kunden zur Verfügung stehen und erst mit erheblicher Verspätung nach Deutschland kommen. Eine praktische Funktion ist etwa die Schritt-für-Schritt-Anleitung beim Kochen für den Google Assistant, auf die deutsche Nutzer seit einem halben Jahr warten. Alexa kennt diese Funktion in der Art bislang gar nicht.

Fire-TV-Geräte über den Echo-Lautsprecher zu steuern ist in Deutschland ebenfalls noch nicht möglich, US-Kunden profitieren davon seit dem Sommer. Besitzer eines Google-Assistant-Lautsprechers können immerhin auf einem Chromecast Inhalte von Netflix komplett mit der Stimme bedienen. Hier mangelt es derzeit daran, dass viele andere Anbieter nicht direkt unterstützt werden.

Neuerdings können Kunden ihren smarten Echo-Lautsprecher endlich als Radiowecker nutzen - aber nur in den USA. Der Google Assistant kann überhaupt noch nicht als Radiowecker verwendet werden. Beide Systeme können zwar einen Weckton abspielen, aber die simple Wiedergabe von Musik zu einem festen Zeitpunkt ist nicht möglich. Hier zeigt sich, wie sehr die Systeme noch am Anfang stehen.

Der Google Assistant und Alexa können verschiedene Nutzer an der Stimme erkennen - allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied. Google-Kunden können das auch in Deutschland nutzen, für Alexa gibt es das nur für US-Kunden. Wann Alexa hier auch in Deutschland mit Google Assistant gleichzieht, ist mal wieder nicht bekannt.

Weder Amazon noch Google bieten derzeit eine Möglichkeit, für die Stimme von Alexa oder Google Assistant eine eigene Lautstärke zu definieren. Wer etwa laut Musik hört, wird dann angeschrien, wenn er seinen Lautsprecher etwas fragt.

Sowohl Amazon als auch Google ermöglichen es auch anderen Herstellern, ihre digitalen Assistenten auf ihren Geräten zu nutzen - und das macht Google besser.

 Smarte Lautsprecher: Amazon und Google setzen StandardsAlexa kämpft mit Plattform-Einschränkungen 
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Labbm 21. Dez 2017

Nicht falsch verstehen, ich mag smarte Lautsprecher und nutze sie selbst fleißig. Genauso...

Labbm 21. Dez 2017

Ich denke du solltest eine derartige Steuerung und deren Möglichkeiten erstmal...

Sicaine 21. Dez 2017

Richtig, das ist schweine teuer. Aber: 1. Ich hab nicht alles sofort umgestellt 2. Ich...

Flasher 21. Dez 2017

Nämlich der Datenschutz. Wieso muss ein Gerät welches für mich bspw. einfache Schalter im...

Pinguin 21. Dez 2017

Immerhin verhinderst Du nicht, dass es noch mehr Besserwisser gibt. https://www...


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