Smarte Hülle: Android unter dem iPhone
Nick Lee überraschte schon mit Windows 95 auf der Apple Watch und hat nun ein Android-Gerät an Apples Smartphone angeschlossen(öffnet im neuen Fenster) . Dabei wurde mit dem 3D-Drucker eine Hülle für das Android-Gerät erstellt, die eine Platine sowie die Stromversorgung in Form eines Akkus und einige Schnittstellen beinhaltet. Als Deckel wird das iPhone verwendet.
Die technische Basis für das Android-Gerät bietet laut Lees Bericht der Einplatinen-Rechner Lemaker Hikey(öffnet im neuen Fenster) mit dem achtkernigen ARM Cortex-A53. Es handelt sich dabei um das offizielle Referenzboard(öffnet im neuen Fenster) für das Android Open Source Project, weshalb der Bastler es auch auswählte, um möglichst wenige Schwierigkeiten zu bekommen. Denn schließlich musste er einige Komponenten erstellen, um mit der Hardware des iPhones kommunizieren zu können. Das Projekt war nur realisierbar, weil das Android Open Source Project quelloffen ist.
Dabei nutzte Lee einen Klon des iOS-Daemons usbmuxd(öffnet im neuen Fenster) , der es ihm erlaubt, mit dem iPhone über dessen Lightning-Anschluss vom Android-Gerät aus über USB kommunizieren. Wenn das nicht funktioniert hätte, wäre ein Ausweichen auf WLAN erforderlich geworden, doch die Kabelverbindung ist natürlich deutlich zuverlässiger. Mit einem Daemon wird auch der Bildschirminhalt des Android-Geräts ans iPhone in Form von Screenshots übertragen, die mit Hilfe des Surfaceflinger-Dienstes(öffnet im neuen Fenster) erzeugt wurden. Mit den Tools der Suite libimobiledevice(öffnet im neuen Fenster) realisierte er die Kommunikation mit dem iOS-Gerät. Die auf dem Touchscreen des iPhones eingegebenen Fingereingaben werden an Android zurückgeliefert. Für iOS wurde eine App entwickelt, die den Netzwerkverkehr mit dem Android-Gerät ermöglicht.
Die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Polymer-Akku mit 650 mAh. Anpassungen waren erforderlich, um die elektrische Spannung für das Hikey-Board anzugleichen und das Laden des iPhones über die Lightning-Schnittstelle zu ermöglichen.
Die Bastelei ist natürlich nur eine Machbarkeitsstudie und hat keinen kommerziellen Hintergrund.
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