Smarte Echo-Lautsprecher: Amazon macht Alexa schlauer

Amazon hat viele neue Funktionen für Alexa vorgestellt. Der digitale Assistent soll damit bequemer nutzbar sein und dem Nutzer besser bei alltäglichen Aufgaben helfen können. Mit Tidal lässt sich ein weiterer Musikstreamingdienst mit der Sprache steuern.

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Amazons Alexa-Lautsprecher können bald mehr.
Amazons Alexa-Lautsprecher können bald mehr. (Bild: Stephen Brashear/Getty Images)

Alexa wird von Amazon beständig im Hintergrund aktualisiert und um neue Fähigkeiten ergänzt. Das geht auch in den kommenden Monaten weiter. Amazon hat einen Ausblick auf die zu erwartenden Neuerungen gegeben. So fängt Alexa an zu flüstern, spielt Musik von einem neuen Dienst, kann auf E-Mails zugreifen und erhält viele Verbesserungen in den Multiroom-Funktionen.

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Bisher muss Alexa für jeden Befehl einzeln aufgerufen werden. Wer also einen Timer stellen und danach Musik hören will, muss erst den Timer ansagen und kann danach die Musikwiedergabe starten. Das soll künftig mit einer Alexa-Ansage möglich werden. Zudem können mehrere unterschiedliche Artikel mit einer Ansage auf die Einkaufsliste gesetzt werden oder mit dem Abspielen einer Wiedergabeliste gleich die Lautstärke auf den gewünschten Wert einstellen.

Bald soll es mit Alexa möglich sein, auf E-Mails von Google Mail, Outlook oder Hotmail zuzugreifen. Der Nutzer kann sich dann ansagen lassen, wenn E-Mails einer bestimmten Person angekommen sind. Welche weiteren Möglichkeiten angeboten werden, ist noch unklar. Es wäre denkbar, dass sich E-Mails auch vorlesen lassen und möglicherweise sind auch Kurzantworten auf Zuruf möglich.

Alexa flüstert

Wer mag, kann sich mit Alexa im Flüsterbetrieb unterhalten. Sobald jemand im Flüsterton mit Alexa spricht, kommen Antworten ebenfalls im Flüstermodus. Das soll verhindern, dass andere Personen im Raum durch die Alexa-Nutzung gestört werden.

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Durch ein Auswertung der Nutzerdaten soll Alexa bald in der Lage sein, den Anwender an Dinge zu erinnern. Wenn dieser gute Nacht zu Alexa sagt, kann der digitale Assistent nachfragen, wenn in einem Raum noch das Licht angeschaltet ist, ob es ausgeschaltet werden soll. Das gilt nur für Räume, die komplett mit smarten Lampen ausgestattet sind.

Verbesserte Musikfunktionen

Mit Tidal wird Alexa bald einen weiteren Musikstreamingdienst unterstützen. Zudem will es Amazon Anbietern einfacher machen, den eigenen Dienst in Alexa zu integrieren. Dafür wird eine Music-Skill-API bereitgestellt. Kunden von Amazon Music können sich erinnern lassen, wenn bestimmte Künstler ein neues Album oder ein neues Lied veröffentlicht haben.

Die Multiroom-Musik-Fähigkeiten werden erweitert. Künftig können mit zwei gleichen Echo-Lautsprechern auch Stereopaare eingerichtet werden und Amazon hebt die Beschränkung auf, dass ein Lautsprecher nur einer Multiroom-Gruppe zugewiesen werden kann. Künftig kann ein Lautsprecher mehreren Gruppen zugewiesen werden.

Außerdem wird es die Alexa-Multiroom-Fähigkeit erstmals für Alexa-Lautsprecher von Drittherstellern geben. Allerdings müssen die Gerätehersteller dies zunächst in ihren Geräten implementieren, so dass es noch dauern könnte, bis die Funktion tatsächlich verfügbar ist. Als einer der ersten Alexa-Lautsprecher eines anderen Herstellers soll die Soundbar Command Bar von Polk die Alexa-Multiroom-Funktion bekommen, die derzeit mit den besten Klang aller smarten Lautsprecher liefert.

Mehr Möglichkeiten bei Routinen

Amazon verknüpft Alexa-Routinen und -Funktionen mit Standortdaten. So können Alexa-Routinen oder Funktionen ausgelöst werden, wenn der Nutzer das Haus verlässt oder betritt. Sagt der Nutzer: "Alexa, erinnere mich, das Geschenk einzupacken, wenn ich nach Hause komme", wird eine entsprechende Erinnerung abgespielt, sobald der Nutzer das Haus betritt. Vermutlich werden dazu die Standortdaten des Smartphones verwendet. Offen ist, wie das bei Mehrpersonenhaushalten umgesetzt wird. In Alexa-Routinen werden sich zeitlich gesteuerte Verzögerungen hinzufügen lassen, um etwa Musik nur eine bestimmte Zeit lang abzuspielen. Zudem sollen Routinen abhängig von der Temperatur oder einer Bewegung möglich sein.

Mit einem Echo Show soll es bald möglich sein, auf das Kamerabild einer smarten Türklingel zuzugreifen. Auf Zuruf wird das Kamerabild angezeigt und der Hausbesitzer kann sich dann mit der Person vor der Tür unterhalten, ohne hingehen zu müssen. Zudem lassen sich Routinen festlegen, damit Alexa antwortet, wenn jemand klingelt. Demnach wird es weiterhin nicht möglich sein, dass Bilder einer smarten Türklingel mit Kamera oder einer Überwachungskamera automatisch auf dem Echo-Show-Display erscheinen.

Zudem sollen sich ausgewählte Echo-Geräte als eine Art Alarmanlage nutzen lassen. Dabei können diese mit installiertem Sicherheitsequipment verknüpft werden. Wenn der Alexa-Nutzer das Haus verlässt, sagt er nur "Alexa, ich gehe" und schon lauscht der Lautsprecher ständig. Wenn dieser eine zerspringende Fensterscheibe oder den Alarm eines Rauchmelders hört, wird der Nutzer auf dem Smartphone alarmiert. Zudem kann die Guard-Funktion von sich aus smarte Lampen umschalten, um zu signalisieren, dass das Haus bewohnt ist, obwohl niemand zu Hause ist. Damit sollen Einbrüche verhindert werden.

Mit Alexa kochen

Für den Fall, dass die Internetverbindung abgebrochen ist, wird es eine lokale Möglichkeit der Sprachsteuerung geben, um zumindest Smart-Home-Komponenten darüber zu steuern. Das setzt voraus, dass ein Echo-Gerät mit eingebautem Smart-Home-Hub verwendet wird. Generell will Amazon die Einrichtung neuer Smart-Home-Komponenten vereinfachen.

Lange nach dem Google Assistant wird Alexa die Möglichkeit erhalten, sich beim Kochen Schritt für Schritt durch ein Rezept zu arbeiten. Der Google Assistant bietet diese Möglichkeit bislang nicht in Deutschland an und es wäre denkbar, dass die Alexa-Implementierung dann auch erstmal nicht nach Deutschland kommt. Zudem wird Alexa Skype-fähig, um darüber Telefonate oder Videoanrufe durchzuführen.

Einige der neuen Funktionen sollen noch in diesem Jahr in Alexa integriert werden. Es könnte aber passieren, dass einige der Neuerungen zunächst nur US-Kunden zur Verfügung gestellt werden und Alexa-Anwender in Deutschland erst später auf all die Neuerungen zugreifen können. Zudem wäre es möglich, dass einige der neuen Funktionen nur Amazons eigene Echo-Geräte erhalten. Wer also einen Alexa-Lautsprecher oder eine Alexa-Soundbar eines anderen Herstellers gekauft hat, muss möglicherweise noch sehr viel länger warten, bis die Neuerung auch auf diesen Geräten angeboten wird.

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Anonymer Nutzer 25. Sep 2018

Dann aber bitte konsequent. Microphone vom Laptop durchschneiden und dein Smartphone...

TrollNo1 24. Sep 2018

Ich habe nur Amazon Music :D Von daher ist das recht einfach

katze_sonne 24. Sep 2018

Ja, das mit "anderthalb Minuten" (oder Stunden) hatte ich schon mal bemerkt. Mal geht es...

Pecker 24. Sep 2018

Also ich habe Android 9 und die App läuft bei mir, soweit es eben geht. Die App wurde...



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