Smart TV: ZDF hat Angst vor Google TV

Die Verbindung von Fernsehen und Internet durch Smart TV versetzt die Fernsehsender in Angst. Das ZDF erklärte: "Wenn der Zuschauer das ZDF eingestellt hat, gehört der Bildschirm uns"

Artikel veröffentlicht am ,
Google TV: Fernsehen und Internet
Google TV: Fernsehen und Internet (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Andreas Bereczky, Produktionsdirektor des ZDF, hat auf dem Internationalen Medienkongress während der Ifa den Vorherrschaftsanspruch des Senders gegenüber Smart TV eindeutig formuliert. "Wenn der Zuschauer das ZDF eingestellt hat, gehört der Bildschirm uns", sagte Bereczky nach Angaben der Veranstalter.

Stellenmarkt
  1. Development 1st/2nd Level Support (m/w/d)
    SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH, Berlin, Gaggenau, Trier, Unterensingen (Home-Office möglich)
  2. Entwicklungsingenieur (m/w/d) Schwerpunkt Implementierung
    Mattson Thermal Products GmbH, Dornstadt
Detailsuche

Auch Marcus Dimpfel, Bereichsleiter Strategische Unternehmensentwicklung bei RTL Deutschland, vertrat die Ansicht, dass die Integrität der Verbreitungssignale durch Überblendungen und Skalierungen des TV-Bilds mit Internetdiensten beschädigt werde. Bereczky und Dimpfel betonten den Wert ihrer Programmangebote, von denen letztlich auch die Attraktivität der Smart-TV-Geräte ausgehe. Dimpfel sagte, das empfindliche Ökosystem der werbefinanzierten TV-Sender würde im Falle von gezielten Überblendungen Schaden nehmen.

Gerätehersteller und Zeitschriftenverleger dagegen beriefen sich auf die Freiheit des Zuschauers, selbst zu entscheiden, was auf seinem Bildschirm passiert. Eine Einschränkung der Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Angebote auf den vernetzten TVs sei verbraucherfeindlich. Die immer größeren Bildschirmdiagonalen böten genügend Platz für alle.

Christoph Fiedler vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) betonte die Chancen von Smart TV. Angebote, die bisher eingeschränkt oder gar keinen Zugang zum TV-Gerät hatten, erhielten nun eine Chance, den Zuschauer zu erreichen, so Fiedler. Bei der Verbindung von Internet und Verlagsinhalten sehen das die Verleger weniger locker: Ihr Leistungsschutzrecht soll festlegen, dass Suchmaschinenanbieter künftig für die Nutzung von Presseerzeugnissen im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen müssen.

Rundfunkanbieter schränken Wünsche der Verbraucher ein

Golem Karrierewelt
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    10./11.10.2022, Virtuell
  2. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

André Schneider, Head of Product Strategy bei Samsung, beklagte, dass die Hersteller sich im Spannungsfeld zwischen den Verbraucherwünschen und den Forderungen der Rundfunkanbieter befänden: "Deswegen behandeln wir App-Portale und Rundfunkangebote auf Smart-TV derzeit noch als getrennte Bereiche. Technisch ist aber durchaus viel mehr möglich."

Andreas Stumptner, Chefredakteur der Zeitschriften Video und Connected Home, kritisierte, dass die Rundfunkanbieter die Wünsche der Verbraucher einschränkten, was nicht akzeptabel sei. Bildschirme aller Art und Größe fänden sich in unseren Lebensräumen, auf denen Bewegtbild-Entertainment nur eine Anwendung von vielen sei.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


sofias 11. Sep 2012

selbstexperiment: guck dir alte (20 jahre, 30 jahr, whatev) werbung an. behalte im...

ten-th 10. Sep 2012

Der Witz ist ja der ... das ZDF könnte jeden Tag für alle 24 Stunden ein Testbild zeigen...

ichbinsmalwieder 07. Sep 2012

Zumal ich das ZDF-Programm ja auch bereits bezahlt habe dank GEZ.

Paykz0r 06. Sep 2012

Solche aussagen sind schwachsinn, wenn man bedenkt das Samsungs Smart TVs auch Bild-in...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elon Musk und Manchester United
Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche

Wenn Musk twittert, zittern die Anleger und nun auch Fußball-Fans. Wie sich der Milliardär endgültig ins Abseits bewegt und wie die Öffentlichkeit damit umgehen sollte.
Ein IMHO von Lennart Mühlenmeier

Elon Musk und Manchester United: Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche
Artikel
  1. Wheelhome Vikenze III-e: Winziges elektrisches Wohnmobil mit Solardach
    Wheelhome Vikenze III-e
    Winziges elektrisches Wohnmobil mit Solardach

    Wheelhome hat mit dem Vikenze III-e ein elektrisches Wohnmobil für ein bis zwei Personen vorgestellt, das sich selbst dank Solarzellen mit Strom versorgt.

  2. Urteil: Tesla darf den Autopilot weiterhin so nennen
    Urteil
    Tesla darf den Autopilot weiterhin so nennen

    Das Assistenzsystem-Paket von Tesla darf weiterhin als Autopilot bezeichnet werden. Der Versuch, dies Tesla zu verbieten, blieb vor Gericht erfolglos.

  3. Post-Quanten-Kryptografie: Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer
    Post-Quanten-Kryptografie
    Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer

    Die US-Behörde NIST standardisiert neue Public-Key-Algorithmen - um vor zukünftigen Quantencomputern sicher zu sein.
    Eine Analyse von Hanno Böck

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar bei Amazon & Co. • MSI Geburtstags-Rabatte • Neuer Saturn-Flyer • Game of Thrones reduziert • MindStar (MSI RTX 3070 599€) • Günstig wie nie: MSI 32" WHD 175 Hz 549€, Zotac RTX 3080 12GB 829€, Samsung SSD 1TB/2TB (PS5) 111€/199,99€ • Bester 2.000€-Gaming-PC[Werbung]
    •  /