Abo
  • Services:
Anzeige
Samsungs Smart-TVs sammeln vertrauliche Daten.
Samsungs Smart-TVs sammeln vertrauliche Daten. (Bild: John Macdougall/AFP/Getty Images)

Smart-TV: Samsung darf Daten weiter ohne Zustimmung übertragen

Samsungs Smart-TVs sammeln vertrauliche Daten.
Samsungs Smart-TVs sammeln vertrauliche Daten. (Bild: John Macdougall/AFP/Getty Images)

Im Gerichtsstreit über den Datenschutz bei vernetzten Fernsehern haben Verbraucherschützer nur einen Teilsieg errungen. Dem südkoreanischen Hersteller Samsung kam die internationale Firmenstruktur zugute.

Ohne die Zustimmung seiner Kunden darf der südkoreanische Elektronikkonzern Samsumg weiterhin bei der Inbetriebnahme vernetzter Fernseher personenbeziehbare Daten übertragen. Das Landgericht Frankfurt am Main wies eine entsprechende Klage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen am vergangenen Freitag ab. Der Grund: Die Daten werden nach Auffassung des Gerichts nicht an die beklagte deutsche Samsung Electronics GmbH, sondern an die südkoreanische Konzernmutter übermittelt. Daher habe das Gericht nicht darüber zu entscheiden gehabt, ob die Datenübertragung auf rechtmäßige Weise erfolge (Aktenzeichen 2-03 O 364/15), so die Begründung.

Anzeige

Die Verbraucherschützer hatten in einer Musterklage dem Smart-TV-Hersteller unter anderem vorgeworfen, dass die internetfähigen Fernsehgeräte bereits bei der Inbetriebnahme und Anbindung an das Internet automatisch vertrauliche Daten an Samsung übermittelten. Der Gerätebesitzer werde darüber weder informiert, noch könne er etwas dagegen unternehmen. Unter anderem werde die IP-Adresse des Smart-TVs übertragen, mit der der Kunde eindeutig identifiziert werden könne. Im konkreten Fall ging es um das Samsung-Modell UE40H6270.

Samsung muss Käufer zumindest informieren

Wolfgang Schuldzinski vom Vorstand der Verbraucherzentrale NRW zeigte sich unzufrieden mit dem Urteil und sagte: "Es darf nicht sein, dass multinationale Unternehmen, die auf dem deutschen Markt auftreten, sich durch entsprechende Firmenstrukturen auf im Ausland sitzende Mutterkonzerne zurückziehen können und hierdurch Schlupflöcher auf Kosten der Verbraucher entstehen." Seiner Ansicht nach müssen Nutzer informiert werden und einwilligen, bevor Daten übertragen werden. Zudem muss es bereits in den Grundeinstellungen möglich sein, "auch einen Smart-TV als reines TV-Gerät zu benutzen, ohne dass es zu einer Datenübertragung kommt".

Letzteres lässt sich allerdings einfach dadurch erreichen, indem man den Fernseher nicht an das Internet anschließt. Zudem ist nicht nachvollziehbar, wie Samsung einen Nutzer anhand einer IP-Adresse identifizieren will. Dies ist nur mit Hilfe der Internetprovider möglich. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) prüft derzeit, inwieweit die Speicherung von IP-Adressen bei Websitebetreibern zulässig ist.

Mehrere Forderungen der Verbraucherschützer erfüllten die Richter jedoch: Sie verurteilten die deutsche Konzerntochter unter anderem dazu, die Käufer darauf hinzuweisen, dass beim Anschluss eines Samsung-Geräts die Gefahr besteht, dass personenbezogene Daten erhoben und übertragen werden können.

AGB nachbessern

Nachbessern muss der Hersteller zudem bei der Präsentation seiner Datenschutzbestimmungen. Da diese Bestimmungen auf 56 Bildschirmseiten im Fließtext ohne Verwendung von Abschnitten und Überschriften dargestellt würden, seien diese wegen ihrer Länge und Unübersichtlichkeit intransparent und keine geeignete Grundlage für eine Einwilligung in die Datenerhebung und -verwendung. Zudem beanstandete das Gericht einzelne Klauseln, die die Verwendung und Weitergabe der Daten genauer regelten. So entspreche die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verwendete Einwilligungsklausel zur Datenerhebung und -verwendung nicht den gesetzlichen Anforderungen, teilten die Verbraucherschützer mit.

. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verbraucherzentrale NRW will die Urteilsgründe im Hinblick auf eine Berufung prüfen.


eye home zur Startseite
AllDayPiano 13. Jun 2016

Ja genau. Dir vollkommen egal. Das liest man auch zu genüge in Deinem Beitrag. Gut...

Salzbretzel 13. Jun 2016

Gibt es eigentlich aktuell ein Projekt was zum Ziel hat die Hauseigene Software auf dem...

Phreeze 13. Jun 2016

UTP patchkabel also ? meinst eher UDP,ohne Ankunftscheck ^^

Phreeze 13. Jun 2016

eventuell weil die es nicht mehr machen da illegal etc und so ?

Phreeze 13. Jun 2016

ja..weil wenn du die App startest,sucht die im Netz gern die Serien,und findet keine...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart
  2. HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg
  3. FIZ Karlsruhe - Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH, Karlsruhe
  4. KVM ServicePlus - Kunden- und Vertriebsmanagement GmbH, Halle


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. Goat Simulator @ Pay What You Want, Dead by Daylight 8,11€ uvm.)
  2. (-63%) 14,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Windows on ARM ist inkompatibel zu 64-Bit-Programmen

  2. Fehler bei Zwei-Faktor-Authentifizierung

    Facebook will keine Benachrichtigungen per SMS schicken

  3. Europa-SPD

    Milliardenfonds zum Ausbau von Elektrotankstellen gefordert

  4. Carbon Copy Cloner

    APFS-Unterstützung wird wegen Datenverlustgefahr beschränkt

  5. Die Woche im Video

    Spezialeffekte und Spoiler

  6. Virtual RAN

    Telekom und Partner bauen Edge-Computing-Testnetz

  7. Basemental

    Mod erweitert Die Sims 4 um Drogen

  8. Verschlüsselung

    TLS 1.3 ist so gut wie fertig

  9. Colt Technology

    Mobilfunk ist Glasfaser mit Antennen

  10. Robotik

    Defekter Robonaut kommt zurück zur Erde



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test: Raven Ridge rockt
Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test
Raven Ridge rockt
  1. Krypto-Mining AMDs Threadripper schürft effizient Monero
  2. AMD Zen+ und Zen 2 sind gegen Spectre gehärtet
  3. Pinnacle Ridge Asus aktualisiert Mainboard für Ryzen 2000

Dorothee Bär: Netzbetreiber werden über 100 MBit/s angeblich kaum los
Dorothee Bär
Netzbetreiber werden über 100 MBit/s angeblich kaum los
  1. FTTH/B Glasfaser wird in Deutschland besser nachgefragt
  2. Koalitionsvertrag fertig "Glasfaser möglichst direkt bis zum Haus"
  3. Glasfaser Telekom weitet FTTH-Pilotprojekt auf vier Orte aus

Hightech im Haushalt: Der Bügel-Battle fällt leider aus
Hightech im Haushalt
Der Bügel-Battle fällt leider aus
  1. Smart Home Hardwareteams von Nest und Google werden zusammengeführt
  2. Lingufino Sprachgesteuerter Kobold kuschelt auch mit Datenschützern
  3. Apple Homepod soll ab Frühjahr 2018 in Deutschland erhältlich sein

  1. Re: Geht doch auch mit alter Hardware...

    gehtjanx | 04:42

  2. Re: Noch in den Kinderschuhen, aber sehr interessant.

    DAGEGEN | 04:38

  3. Re: neuer C64 statt C64 Mini

    gehtjanx | 04:36

  4. Re: flimmern

    gehtjanx | 04:33

  5. Re: Wo ist der Sinn?

    DAGEGEN | 04:19


  1. 19:40

  2. 14:41

  3. 13:45

  4. 13:27

  5. 09:03

  6. 17:10

  7. 16:45

  8. 15:39


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel