Studie: Browser auf dem Smart TV fast ungenutzt

Fernseher mit Internetanbindung werden weiter hauptsächlich in den USA eingesetzt, um Filme anzusehen. Laut einer Studie der NPD Group(öffnet im neuen Fenster) laufen auf fast 60 Prozent der HD-Fernseher Filme aus dem Internet. Die Geräte sind direkt, über Spielekonsolen, Settop-Boxen oder spezielle Receiver mit dem Internet verbunden.
Immerhin noch rund 16 Prozent nutzen Musikstreamingdienste wie das US-Internetradio Pandora auf dem Fernseher, was Onlinemusik mit großem Abstand den zweiten Platz erreichen lässt.
Einen Webbrowser setzen nur zehn Prozent der Nutzer ein. Knapp sieben Prozent der Befragten schauen sich Daten vom PC oder Notebook auf dem Fernseher an. Rund sechs Prozent sind über den Fernseher bei Facebook aktiv oder nutzten kostenlose Onlinegames. Das Hochladen von Videos und Filmen wird am Fernseher mit jeweils fünf, beziehungsweise vier Prozent noch kaum genutzt. Auch Videotelefonie durch häufig vorhandene Webcams setzen nur rund vier Prozent ein.
John Buffone, Director für Devices bei dem Marktforschungsunternehmen NPD Group, sagte: "Die schlechte Nachricht ist, dass es den Herstellern nicht gelingt, den Fernseher zu mehr zu machen als er bisher ist, ein Fernseher."
In Deutschland verbringen die Menschen laut Angaben der GfU (Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik) im Durchschnitt 225 Minuten pro Tag vor dem Bildschirm. In deutschen Haushalten stehen 2,2 Fernsehgeräte. 2012 werden in Deutschland nach aktuellen Prognosen erstmals mehr als zehn Millionen Fernsehgeräte verkauft worden sein, darunter 5,7 Millionen mit Internetanschluss und 3,7 Millionen mit 3D-Ausstattung. Dies entspricht einem Umsatz von 6,3 Milliarden Euro.