Abo
  • Services:

Smart-Meter-Studie: Variable Stromtarife sparen Geld... vielleicht... irgendwann

Viele Verbraucher sind durchaus an variablen Strompreisen interessiert. Doch die Kosten für vernetzte Stromzähler lassen sich einer Studie zufolge nur in wenigen Fällen durch niedrigere Tarife ausgleichen.

Artikel veröffentlicht am ,
Nutzer von Nachtspeicherheizungen könnten am meisten von variablen Tarifen profitieren.
Nutzer von Nachtspeicherheizungen könnten am meisten von variablen Tarifen profitieren. (Bild: txo/Public Domain)

Für wen lohnt sich die Anschaffung eines vernetzten Stromzählers? Über diese Frage streiten sich Politik, Verbraucherschützer, Netzbetreiber und Zählerhersteller seit Jahren. Einer aktuellen Studie zufolge hält sich der finanzielle Nutzen durch variable Tarife, die mit intelligenten Messsystemen möglich werden, jedoch sehr in Grenzen. Lediglich Haushalte, die große Verbraucher wie Nachtspeicherheizungen nutzen, könnten mit Hilfe dieser Geräte Geld einsparen, urteilt das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK). Kleinverbraucher könnten hingegen je nach Tarif bis zu 60 Euro im Jahr zuzahlen.

Inhalt:
  1. Smart-Meter-Studie: Variable Stromtarife sparen Geld... vielleicht... irgendwann
  2. Einsparungen bei Netzentgelten und Abgaben gefordert

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der die 40-seitige Studie in Auftrag gegeben hat, sieht darin seine Kritik an der "Zwangsdigitalisierung" der Haushalte bestätigt. "Aus Verbraucherschutzsicht gibt es viele gute Gründe, zu sagen: Lasst uns Ja sagen zu einem technischen Schub nach vorne, lasst uns Ja sagen zu Innovationen, wenn der Verbraucher nicht der Dumme ist, der es nachher bezahlt", sagte vzbv-Vorstand Klaus Müller am Mittwochabend bei der Vorstellung der Studie in Berlin. Bislang fehle es aber an Modellen, die einen eindeutigen Nutzen für die Verbraucher bedeuteten. Zudem gebe es ein "Komplexitätslimit" bei vielen Menschen. Sie müssten in der Lage sein, sich ohne fundierte Fachkenntnisse für einen variablen Stromtarif entscheiden zu können.

Regierung hofft auf das Jahr 2020

Die zuständige Ministerialdirigentin im Bundeswirtschaftsministerium, Dorothee Mühl, verteidigte die Regierungspläne gegen die Kritik. Die Studie des WIK sei lediglich eine "Momentaufnahme", sagte Mühl auf der Podiumsdiskussion. Sie verwies auf den ihrer Ansicht nach "sehr ausgeklügelten und abgestuften Rollout-Plan" für die Messsysteme. Demzufolge sollen größere Haushalte mit einem Verbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden im Jahr erst von 2020 an mit vernetzten Zählern ausgestattet werden. "Bis dahin wird sich möglicherweise auch beim Verbraucher einiges ändern", sagte Mühl. Dann gebe es möglicherweise mehr Haushalte mit Stromspeichern, die mit billigem Strom gefüllt werden könnten. Zudem könnten bis dahin die System- und Netzkosten sinken.

Dabei gibt es einer ebenfalls vom vzbv beauftragten Umfrage zufolge durchaus Interesse bei den Verbrauchern an neuen Tarifmodellen. Demnach hat zwar die große Mehrheit der rund 1.000 Befragten (59 Prozent) noch nie etwas von variablen Tarifen gehört. Jedoch könnte sich jeder Zweite die Nutzung solcher Tarife vorstellen. Fast zwei Drittel der Befragten könnten sich vorstellen, ihr Stromverbrauchsverhalten zu ändern, um von variablen Tarifen zu profitieren.

Stellenmarkt
  1. Verlag C.H.BECK, München-Schwabing
  2. Rentschler Biopharma SE, Laupheim

Wichtig vor Abschluss eines entsprechenden Vertrages sind den Verbrauchern vor allem zwei Dinge: Zum einen wollen sie tatsächlich Kosten sparen, zum anderen wollen sie nicht mehr zahlen als beim früheren Tarif (jeweils 66 Prozent). Rund 42 Prozent der Befragten ist wichtig, dass niemand Unbefugtes etwas über das eigene Stromverbrauchsverhalten erfährt. Jeder Dritte will sich nicht zu intensiv mit dem Thema beschäftigen müssen.

Einsparungen bei Netzentgelten und Abgaben gefordert 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. Für 150€ kaufen und 75€ sparen
  2. (heute u. a. Aerocool P7-C1 Pro 99,90€, Asus ROG-Notebook 949,00€, Logitech G903 Maus 104,90€)

AllAgainstAds 01. Dez 2015

das bestimmte Medien die die Menschen nun einmal zum leben brauchen, nicht in die...

chefin 27. Nov 2015

Nochmal einen überschlägige Rechnung gemacht: Eine Anlage mit 8Kwh Nennkapazität(6,5Kwh...

.02 Cents 26. Nov 2015

Sparen und weniger bezahlen ... das sind ja wirklich zwei komplett entgegengesetzte...


Folgen Sie uns
       


Intel Core i9-9900K - Test

Der Core i9-9900K ist ein Octacore-Prozessor im 14-nm-Verfahren. Die Platine und der Chip darunter sind recht dick, was wohl der hohen Leistungsaufnahme geschuldet ist. Erstmals seit 2011 verlötet Intel den Metalldeckel wieder statt Wärmeleitpaste zu verwenden.

Intel Core i9-9900K - Test Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /