Abo
  • Services:

Einsparungen bei Netzentgelten und Abgaben gefordert

Wer es doch tut, könnte nach heutigem Stand schnell frustriert werden. Denn die Einsparpotenziale bei den klassischen Haushaltsgeräten wie Kühlschrank, Waschmaschine und Geschirrspüler sind zu gering, um mit einer zeitlich angepassten Nutzung damit Geld zu sparen. "Bei einer Tarifspreizung von zehn Prozent kann man bei einer Waschmaschine rund zehn Euro im Jahr einsparen", sagte der Geschäftsführer der Vattenfall Metering GmbH, Eric Kallmeyer. Eine Spreizung von zehn Prozent bei einem Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde sei aber schon sehr hoch.

Stellenmarkt
  1. MailStore Software GmbH, Viersen
  2. Diamant Software GmbH & Co. KG, Bielefeld

In diesem Zusammenhang verwies Anke Tuschek vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) darauf, dass Erzeugung und Vertrieb des Stroms nur rund 25 Prozent der Energiekosten ausmachten. Um wirklich Geld zu sparen, müssten Politik und Wirtschaft an die übrigen 75 Prozent ran: Steuern und Abgaben (mehr als 50 Prozent) sowie Netzentgelte (mehr als 20 Prozent). Ihrer Ansicht nach muss versucht werden, die Netzentgelte zu senken. Eine solche Senkung sei beispielsweise gesetzlich vorgeschrieben, wenn die Netzbetreiber die Möglichkeit hätten, Verbrauchseinrichtungen abzuregeln.

EEG-Umlage dynamisieren

Hermann Falk vom Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) wandte sich jedoch gegen Pläne, die erneuerbaren Quellen bei einem Überangebot abzuschalten. "Jede produzierte Kilowattstunde ist besser als eine nichtproduzierte Kilowattstunde, wenn sie aus klimafreundlicher Produktion stammt", sagte Falk. Es müsse daher versucht werden, diesen Strom zu nutzen, anstatt Kohlekraftwerke weiterlaufen zu lassen. Allerdings setze der BEE ebenso wie die Verbraucherschützer auf einen freiwilligen Einbau vernetzter Stromzähler im Haushaltsbereich.

Um eine größere Variabilität bei den Strompreisen zu erreichen, könnte beispielsweise die sogenannte EEG-Umlage dynamisiert werden, sagte Falk. Das heißt, bei einem hohen Angebot von erneuerbarer Energie könnte die Umlage, die derzeit rund sechs Cent pro Kilowattstunde entspricht, auf ein bis null Cent gesenkt werden. Schließlich könnten die Windanlagenbetreiber nicht je nach Bedarf den Wind an- oder abschalten. Es gebe noch einige Bretter zu bohren, um die Kosten für die Verbraucher zu senken, sagte Ministerialdirigentin Mühl. Die Senkung der Stromsteuer sei dabei "eine Idee".

Fragwürdige Annahmen der Studie

Wie aussagekräftig die WIK-Studie derzeit ist, steht aber auf einem ganz anderen Blatt. Unter anderem wurde moniert, dass die Wissenschaftler die sogenannten Sowieso-Kosten für die Stromzähler nicht abgezogen hätten. Die lägen bei etwa zwölf Euro im Jahr und müssten ohnehin gezahlt werden. Zudem geht das Institut davon aus, dass für jeden großen Stromverbraucher wie Nachtspeicherheizung, Elektroauto oder Wärmepumpe ein eigenes Messsystem für 100 Euro im Jahr angeschafft werden muss.

Nach Informationen von Golem.de kann an ein sogenanntes Smart-Meter-Gateway aber wesentlich mehr als ein Zähler angeschlossen werden. Dadurch würden die Kosten für größere Verbraucher deutlich sinken. Von den "Goodies" für Kleinverbraucher, die der vzbv forderte, ist dann aber immer noch nichts zu sehen. Zumal sich die Haushalte dazu erstmal Smart-Grid-fähige Geräte anschaffen müssten, die ebenfalls nicht billig sind und für die es noch keine technischen Standards gibt.

Trotz dieser Perspektive rückt die Regierung aber nicht von ihrem Konzept ab. "Es geht bei den Zählern nicht nur darum, dass wir jetzt flexible Tarife einführen, sondern wir müssen einfach, wenn wir so viele Erneuerbare haben, zu einem System kommen, wo mehr Kommunikation stattfindet", sagte Mühl. Es gehe nicht nur darum, dass Verbraucher Geld sparen sollen, sondern "letztlich auch um Energieeffizienz und energieeffizientes Verhalten". Eine Abwrackprämie für elektromechanische Ferrariszähler soll es aber nicht geben.

 Smart-Meter-Studie: Variable Stromtarife sparen Geld... vielleicht... irgendwann
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Blu-ray-Angebote

AllAgainstAds 01. Dez 2015

das bestimmte Medien die die Menschen nun einmal zum leben brauchen, nicht in die...

chefin 27. Nov 2015

Nochmal einen überschlägige Rechnung gemacht: Eine Anlage mit 8Kwh Nennkapazität(6,5Kwh...

.02 Cents 26. Nov 2015

Sparen und weniger bezahlen ... das sind ja wirklich zwei komplett entgegengesetzte...


Folgen Sie uns
       


Tolino Shine 3 - Hands on

Der Shine 3 ist der neue E-Book-Reader der Tolino-Allianz. Das neue Modell bietet einen kapazitiven Touchscreen und erhält die Möglichkeit, die Farbtemperatur des Displaylichts zu verändern. Der Shine 3 ist für 120 Euro verfügbar.

Tolino Shine 3 - Hands on Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Neuer Kindle Paperwhite im Hands On: Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display
Neuer Kindle Paperwhite im Hands On
Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display

Amazon bringt einen neuen Kindle Paperwhite auf den Markt und verbessert viel. Der E-Book-Reader steckt in einem wasserdichten Gehäuse, hat eine plane Displayseite, mehr Speicher und wir können damit Audible-Hörbücher hören. Noch nie gab es so viel Kindle-Leistung für so wenig Geld.
Ein Hands on von Ingo Pakalski


    Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
    Künstliche Intelligenz
    Wie Computer lernen

    Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
    Von Miroslav Stimac

    1. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
    2. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär
    3. KI Deepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten

      •  /