Smart-Meter-Rollout: Ausbau des intelligenten Stromnetzes dauert Jahrzehnte
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Die Smart-Meter-Initiative, ein Zusammenschluss verschiedener Stromanbieter für dynamische Stromtarife, hat mit dem sogenannten Smart-Meter-Atlas(öffnet im neuen Fenster) eine Übersichtsseite geschaffen, um die Verteilung von intelligenten Messsystemen zu dokumentieren. Mit diesen meist einfach als Smart Meter bezeichneten Geräten ist es möglich, den Stromverbrauch fast in Echtzeit zu erfassen oder Befehle zur Lastbegrenzung großer Verbraucher wie Wärmepumpen und Ladepunkte für Elektroautos zu übermitteln.
Der Atlas zeigt eindrucksvoll, wie schleppend die Verteilung eines entscheidenden Bauteils der Energiewende vorangeht. Die entscheidende Zahl steht ganz oben rechts: 5,5 Prozent aller Messstellen sind mittlerweile umgerüstet.
Das entspricht ungefähr dem Anteil der Haushalte in Deutschland, die bereits über ein Smart Meter verfügen. Innerhalb der EU liegt die Quote bei über 60 Prozent, in vielen Ländern bei über 90 Prozent.
Erschreckend niedriges Tempo
Zwar lag die Quote vor sechs Monaten noch bei 3,8 Prozent, aber in der Zwischenzeit wurden Zähler in die Statistik aufgenommen, die zwar nicht für einen Pflichteinbau infrage kamen, aber wegen einer großen Solaranlage dennoch bereits ein neues System erhalten hatten. Aber auch so würde das Ausbautempo bedeuten, dass selbst im Jahr 2050 noch Millionen Haushalte mit einem alten Drehstromzähler ausgestattet wären.
Neben der verspäteten Zertifizierung und den hohen Anforderungen an die Messstellen- und Netzbetreiber ist auch die hohe Anzahl an verantwortlichen Stellen Schuld an dem Versagen. Hunderte kleine Akteure haben gar nicht die Kapazitäten, um den Umbau zu einem intelligenten Stromnetz effizient umzusetzen.
Laut der Smart-Meter-Initiative lohnt sich die Umrüstung erst bei 500.000 Messstellen. Kleinere Messstellenbetreiber schneiden laut Statistik wenig überraschend überdurchschnittlich schlecht bei den Ausbauquoten ab.
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