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Wichtige Daten für niedrigere Strompreise

Allerdings gelten auch die genutzten Geräte selbst als zu teuer und zu komplex, um einen schnellen Ausbau zu ermöglichen. Ohne ein solches Gerät aber steigen die Kosten der Energiewende in erheblichem Maß.

Erst mit dynamischen Stromtarifen und Netzentgelten ist es möglich, über ein Preissignal den Verbrauch zu steuern und an die volatile Erzeugung aus erneuerbaren Quellen anzupassen. Bleibt ein solch einfaches Signal aus, müssen deutlich mehr Großspeicher und zusätzliche Stromleitungen installiert werden, als eigentlich nötig wären.

Allein das Laden eines Elektroautos an der eigenen Steckdose wird mit günstigem Strom in Zeiten mit Überproduktion, also in sonnigen Mittagsstunden oder den allermeisten Nächten, knapp 100 Euro günstiger pro Jahr. Auch andere Verbraucher können ohne viel Aufwand so programmiert werden, dass sie nachts starten, eine Waschmaschine zum Beispiel. Ein Testlauf mit regelbarem Ladepunkt hat erst kürzlich gezeigt, dass sich die Kosten der Netzstabilisierung auf diese Weise unkompliziert senken lassen.

Selbst beantragen kann helfen

Darüber hinaus könnten Haushalte den günstigen Strom über einen eigenen Batteriespeicher puffern und in Zeiten mit hohen Stromkosten verbrauchen. Aber auch dafür ist ein intelligentes Messsystem notwendig.

Das lässt sich immerhin beantragen. Seit 2025 besteht ein genereller Anspruch auf eine Installation durch den lokalen Netzbetreiber. Bei einem freiwilligen Einbau kostet dies meist 100 Euro, bei einem Pflichteinbau muss der Betreiber die Kosten übernehmen. Hinzu kommen 30 Euro Jahresgebühr(öffnet im neuen Fenster) , bei hohem Verbrauch jedoch auch mehr.

Noch dürfte sich das finanziell vor allem für Besitzer von Wärmepumpen und Wallboxen lohnen, denn bis zum Beispiel dynamische Netzentgelte für kleine Verbrauchsstellen verfügbar sind, wird es vermutlich noch dauern. Aber hoffentlich nicht bis 2050.


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