Daten im Zwei-Sekunden-Takt

Auch der Datenschutz wurde immer wieder thematisiert. Verbraucherschützer befürchten, dass die Datensammlung durch die Gateways detaillierte Rückschlüsse auf die Lebensgewohnheiten zulassen würde. Tatsächlich sollen alle zwei Sekunden Werte an die Zähler übermittelt werden, die diese dann alle 15 Minuten in einem Wert bündeln. Dieser Wert soll nach aktueller Planung dann einmal im Jahr an den zuständigen Stromkonzern übertragen werden.

Stellenmarkt
  1. IT-Mitarbeiter (m/w/d) mit Schwerpunkt Informationssicherheit und Einführung TISAX/ISO 27001
    F. E. R. fischer Edelstahlrohre GmbH, Achern-Fautenbach
  2. Applikationsingenieur (w/m/d)
    B. Braun Melsungen AG, Melsungen
Detailsuche

Holger Loew vom Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) sagte, es sei auch im aggregierten Zustand "deutlich zu sehen, welche Haushaltsgeräte verwendet werden, wie der normale Tagesablauf ist". Der Datenspeicher der Unternehmen stelle außerdem ein attraktives Angriffsziel dar, die Regierung habe der Systemsicherheit hier nur einen geringen Wert beigemessen. Damit sei "die Stromversorgung jetzt abhängig von der Kommunikation", das Risiko für Ausfälle und Störungen würde damit steigen.

Gelungenes Beispiel für "Privacy by Design"?

Peter Büttgen von der Dienststelle der Bundesbeauftragten für Datenschutz, Andrea Vosshoff, verteidigte den gefundenen Kompromiss. Die Gesetzgebung sei ein gutes Beispiel für "Privacy by Design", außerdem seien alle relevanten Stakeholder umfassend beteiligt worden. "Das Gateway selbst ist das zentrale Datenschutzmoment", sagte er, weil eben keine dauerhafte Datenübermittlung stattfinde. Der ebenfalls geladene Bernd Kowalski vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützte diesen Punkt - die "Datenhoheit" bleibe so weit wie möglich beim Kunden, Informationen würden nur zweckgebunden an die Vertragspartner übertragen.

Zwischen den Verteilnetzbetreibern und den Übertragungsnetzbetreibern war umstritten, wie zukünftig die Abrechnung und die zugehörige IT organisiert werden sollen. Zur Debatte stehen einmal ein verteiltes, "sternförmiges" System, das mehr Investitionen in Technik erfordern würde oder eine Regelung, die die Verteilnetzbetreiber, die den Strom direkt an die Haushalte liefern, zur "Datendrehschreibe" machen würde. Eine Einigung in diesem Punkt zeichnete sich unter den Experten nicht ab - Datenschützer Büttgen sprach sich gegen die "Datendrehschreibe" als Konzept aus, weil diese "das ganze Schutzkonzept konterkariere".

Golem Akademie
  1. Microsoft 365 Security Workshop
    9.-11. Juni 2021, Online
  2. Penetration Testing Fundamentals
    23.-24. September 2021, online
Weitere IT-Trainings

Boris Schucht vom Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz beklagte, dass mit dem Gesetz hohe Anforderungen für "Datenschutz und Datensicherheit" verbunden wären, die die Kosten für die Betreiber hochtreiben könnten. "Eine Verschlankung wäre hier mit geringeren Kosten verbunden", sagte er weiter.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Smart-Meter-Gateway-Anhörung: Stromsparen geht auch anders
  1.  
  2. 1
  3. 2


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
PC-Hardware
Grafikkarten werden günstiger und besser verfügbar

Die Preise für Grafikkarten sind zuletzt gesunken, es gibt mehr Pixelbeschleuniger auf Lager. Das hat mehrere Gründe.

PC-Hardware: Grafikkarten werden günstiger und besser verfügbar
Artikel
  1. Razer Blade 14 im Test: Der dreifach einzigartige Ryzen-Laptop
    Razer Blade 14 im Test
    Der dreifach einzigartige Ryzen-Laptop

    Kompakter und flotter: Das Razer Blade 14 soll die Stärken des Urmodells mit der Performance aktueller Hardware vereinen - mit Erfolg.
    Ein Test von Marc Sauter

  2. Bundesdruckerei: Pilotbetrieb für digitale Schulzeugnisse gestartet
    Bundesdruckerei
    Pilotbetrieb für digitale Schulzeugnisse gestartet

    Das digitale Schulzeugnis soll vieles einfacher und sicherer machen, zunächst gehen drei Bundesländer mit IT-Experten in die Erprobung.

  3. Akkutechnik und E-Mobilität: Natrium-Ionen-Akkus werden echte Lithium-Alternative
    Akkutechnik und E-Mobilität
    Natrium-Ionen-Akkus werden echte Lithium-Alternative

    Faradion und der Tesla-Zulieferer CATL produzieren erste Natrium-Ionen-Akkus mit der Energiedichte von LFP. Sie sind kälteresistenter, sicherer und lithiumfrei.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Neuro-Chef 15. Apr 2016

Ich kapier's nicht, was denn nun?

x2k 15. Apr 2016

Oder das kabel ausgestöpselt lassen.

hroessler 15. Apr 2016

...dort darf die Elektronik dynamisch den zu der Uhrzeit günstigsten Anbieter raussuchen...

digitalkeeper 15. Apr 2016

Full Ack Man muss aber VORHER etwas DAGEGEN tun, sonst gibt's mit der Mischpoke von Lobby...

digitalkeeper 15. Apr 2016

Es gibt KEINEN EINZIGEN Spareffekt! Wir haben das schon durch mit einem DigitalZähler...


Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Orange Week bei Cyberport mit bis zu -70% • MSI Optix G32CQ4DE 335,99€ • XXL-Sale bei Alternate • Creative SB Z 69,99€ • SanDisk microSDXC 400 GB 39€ • Battlefield 4 Premium PC Code 7,49€ • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • GP Anniversary Sale - Teil 4: Indie & Arcade • Saturn Weekend Deals [Werbung]
    •  /