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Smart Lock: Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln

Ein SSH-Schlüssel, der einfach extrahiert werden kann. Passwörter , die man leicht auslesen kann. Keine guten Voraussetzungen für ein smartes Türschloss, fanden auch Sicherheitsforscher.
/ Anna Biselli
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Ein altmodisches Schloss wäre sicherer gewesen. (Bild: Jan Tinneberg/unsplash.com)
Ein altmodisches Schloss wäre sicherer gewesen. Bild: Jan Tinneberg/unsplash.com

Ein smartes Türschloss, gesteuert von einem Kästchen, das auch andere IoT-Geräte im Haushalt steuert: keine gute Idee. Sicherheitsforscher konnten einen Smart Hub des kroatischen Herstellers Zipato hacken und mit ein paar Zeilen Code Türschlösser öffnen(öffnet im neuen Fenster) .

Techcrunch berichtete(öffnet im neuen Fenster) über die Schwachstellen bei Zipamicro(öffnet im neuen Fenster) , einem Gerät, das für unter 100 Euro zu haben ist. Der unveränderbare private SSH-Schlüssel für den Administrator befand sich auf der SD-Karte des Geräts. Damit konnten sie gehashte Passwörter von dem Gerät auslesen und sich einloggen, ohne die Klartext-Passwörter zu kennen.

Die Angreifer müssen sich lediglich im gleichen Netz befinden wie der zugehörige Hub. Fünf Geräte, die direkt mit dem Internet verbunden waren, hätten sie über die Internet-of-Things-Suchmaschine Shodan finden können, so die Forscher.

Dem Hersteller meldeten sie die Sicherheitslücke im März, etwa zwei Wochen später war sie geschlossen. Wie viele Hubs betroffen waren, ließe sich nicht mit Sicherheit sagen, sagte Zipato. Es gebe jedoch 112.000 Geräte in 20.000 Haushalten.

Nicht der erste Angriff auf smarte Schlösser

Immer wieder werden Sicherheitslücken in IoT-Geräten und elektronischen Schlössern gefunden. Im Jahr 2016 demonstrierten Hacker, dass sie 12 von 16 untersuchten Bluetooth-Smartlocks knacken konnten. Finnische Forscher konnten im vergangenen Jahr Generalschlüssel für ein Schlüsselkartensystem generieren – ihr Angriff war jedoch wesentlich aufwendiger.

Mit der Schadsoftware Silex hatten Angreifer im Juni in wenigen Stunden 2.000 Geräte zerstört. Ähnliches passierte mit der Brickerbot-Software, die im Jahr 2017 sogar zwei Millionen Geräte beschädigte .


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