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Waren noch nicht vernetzt: eine Familie in den fünfziger Jahren
Waren noch nicht vernetzt: eine Familie in den fünfziger Jahren (Bild: Evening Standard/AFP/Getty Images)

Smart Home: Wenn das Zuhause vernetzt wird

Waren noch nicht vernetzt: eine Familie in den fünfziger Jahren
Waren noch nicht vernetzt: eine Familie in den fünfziger Jahren (Bild: Evening Standard/AFP/Getty Images)

Im vollautomatischen Heim ist alles vernetzt - oder auch nur manches: Teuren Komplettlösungen stehen Insellösungen gegenüber, alle haben ihre Vor- und Nachteile. Die verschiedenen Ansätze stellt der erste Artikel unserer Reihe über das Smart Home vor.
Von Jan Fleischmann

Es ist keine Science-Fiction, sondern in manchen Häusern bereits Realität: Das vollautomatische Heim - Smart Home genannt - hat eine breite Käuferschicht erreicht. Auf der diesjährigen Ifa war es eines der wichtigsten Themen, und die Hersteller haben das smarte Eigenheim als Zukunftsmarkt entdeckt. Kein Zufall also, dass die neuen Haushaltsgeräte auf der Funkausstellung teils mit Netzwerkbuchsen ausgerüstet sind. Die Zahl an Herstellern, die Systeme und Produkte für das Smart Home anbieten, steigt rasant.

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Ganz grob lassen sich die Smart-Home-Lösungen in zwei Kategorien einteilen: Die einen werden fest bei einem Neubau oder einer Renovierung von einer Fachfirma installiert. Die anderen können nachgerüstet werden.

Bei den fest eingebauten Lösungen setzen in Deutschland viele Betriebe auf die Heimautomations-Bustechnik KNX, auch EIB genannt (Europäischer Installationsbus). Der Begriff Bustechnik steht für ein Steuerungsprotokoll, über das sogenannte Aktoren und Sensoren miteinander kommunizieren. Aktoren können Lichtschalter oder der -dimmer sein, Sensoren etwa Bewegungsmelder oder Überwachungskameras.

Damit diese Geräte miteinander kommunizieren können, werden zusätzlich zu den Stromleitungen Unterputzdrähte verlegt und mit einer Relaissteuerung verknüpft. Ein Vorteil des Systems ist, dass alles selbst dann funktioniert, wenn die KNX-Zentrale einmal versagt. Zudem lassen sich KNX-Schalter oder Steuerdisplays ebenfalls unter Putz in die Wand einlassen. Egal, ob Heizungsthermostate oder motorgetriebene Jalousien - alles lässt sich per KNX steuern.

Der Nachteil ist der hohe Preis, der für die Planung und Installation durch einen Elektrofachbetrieb fällig wird. Die Kommunikation zwischen KNX-Bus und einem Ethernet-Heimnetzwerk ist nur über zusätzliche Gateways möglich. Damit klappt dann auch die Steuerung per Smartphone-App. Aktuell bieten rund 200 Hersteller Produkte für KNX, darunter Firmen wie Gira, Jung und Revox.

Komplette Lösungen für Haussteuerungen bietet auch Crestron, ein US-Unternehmen, dessen Mediensteuerungen oft im Profibereich eingesetzt werden. Im Crestron-Portfolio finden sich High-End-Multiroom-Audioanlagen, Video-Kreuzschienen zur Signalverteilung, Steuerungen für Licht, Heizung und Jalousien sowie Wanddisplays oder portable Controller zur Bedienung. Die Heimsteuerungen basieren auf dem Cresnet-Protokoll, über Gateways lassen sich hier auch andere Systeme einbinden.

Eine Alternative hat die Firma Digitalstrom entwickelt. Deren Konzept setzt auf intelligente Lüsterklemmen, die etwa hinter Lichtschaltern oder Steckdosen verbaut werden. In den Klemmen steckt ein Chip, der über die Stromleitungen Steuersignale empfängt. Im Sicherungskasten sitzt ein zentraler Server, der die Digitalstrom-Klemmen mit dem Heimnetzwerk verbindet. So lassen sich verschiedene Funktionen oder Szenarien fernsteuern oder einprogrammieren. Geschäftsführer Michael Vesper setzt auf eine offene Architektur, die auch anderen Firmen offenstehen soll oder es ihnen ermöglicht, passende Produkte zu entwickeln.

Die drei bislang vorgestellten Lösungen sind vor allem für den Neu- oder Umbau eines Eigenheims geeignet. Denn die nachträgliche Installation in eine Mietwohnung, in der man nur auf unbestimmte Zeit verweilt, rechnet sich bei diesen Systemen kaum. Dafür empfehlen sich andere Lösungen, die man selbst anstecken oder -schrauben und entsprechend leicht wieder ausbauen und mitnehmen kann.

Produkte für den Massenmarkt 

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plutoniumsulfat 06. Nov 2014

Bei vielen dürfte es wohl nciht gehen. Das muss massentauglich sein. Die machen bei euch...

hifimacianer 06. Nov 2014

Und wieder nur Stammtischparolen um das eigene Meinungsbild rechtfertigen zu wollen.

plutoniumsulfat 05. Nov 2014

klappt aber nur bei Zugriff auf die Hardware.

JensM 05. Nov 2014

Ist damit gemeint 1 zusätzliches pro Raum? Denn 1 Kabel pro Raum ist auch ohne Smart...

JensM 05. Nov 2014

Gerade die 2 Punkte stört außer uns leider eh niemanden. Was nicht direkt outofthebox...



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