Abo
  • Services:

Smart Home: Wenn das Zuhause vernetzt wird

Im vollautomatischen Heim ist alles vernetzt - oder auch nur manches: Teuren Komplettlösungen stehen Insellösungen gegenüber, alle haben ihre Vor- und Nachteile. Die verschiedenen Ansätze stellt der erste Artikel unserer Reihe über das Smart Home vor.

Artikel von Jan Fleischmann veröffentlicht am
Waren noch nicht vernetzt: eine Familie in den fünfziger Jahren
Waren noch nicht vernetzt: eine Familie in den fünfziger Jahren (Bild: Evening Standard/AFP/Getty Images)

Es ist keine Science-Fiction, sondern in manchen Häusern bereits Realität: Das vollautomatische Heim - Smart Home genannt - hat eine breite Käuferschicht erreicht. Auf der diesjährigen Ifa war es eines der wichtigsten Themen, und die Hersteller haben das smarte Eigenheim als Zukunftsmarkt entdeckt. Kein Zufall also, dass die neuen Haushaltsgeräte auf der Funkausstellung teils mit Netzwerkbuchsen ausgerüstet sind. Die Zahl an Herstellern, die Systeme und Produkte für das Smart Home anbieten, steigt rasant.

Inhalt:
  1. Smart Home: Wenn das Zuhause vernetzt wird
  2. Produkte für den Massenmarkt
  3. Abseits der großen Unternehmen

Ganz grob lassen sich die Smart-Home-Lösungen in zwei Kategorien einteilen: Die einen werden fest bei einem Neubau oder einer Renovierung von einer Fachfirma installiert. Die anderen können nachgerüstet werden.

Bei den fest eingebauten Lösungen setzen in Deutschland viele Betriebe auf die Heimautomations-Bustechnik KNX, auch EIB genannt (Europäischer Installationsbus). Der Begriff Bustechnik steht für ein Steuerungsprotokoll, über das sogenannte Aktoren und Sensoren miteinander kommunizieren. Aktoren können Lichtschalter oder der -dimmer sein, Sensoren etwa Bewegungsmelder oder Überwachungskameras.

Damit diese Geräte miteinander kommunizieren können, werden zusätzlich zu den Stromleitungen Unterputzdrähte verlegt und mit einer Relaissteuerung verknüpft. Ein Vorteil des Systems ist, dass alles selbst dann funktioniert, wenn die KNX-Zentrale einmal versagt. Zudem lassen sich KNX-Schalter oder Steuerdisplays ebenfalls unter Putz in die Wand einlassen. Egal, ob Heizungsthermostate oder motorgetriebene Jalousien - alles lässt sich per KNX steuern.

Stellenmarkt
  1. amedes Medizinische Dienstleistungen GmbH, Hamburg
  2. DESY Deutsches Elektronen Synchrotron, Hamburg

Der Nachteil ist der hohe Preis, der für die Planung und Installation durch einen Elektrofachbetrieb fällig wird. Die Kommunikation zwischen KNX-Bus und einem Ethernet-Heimnetzwerk ist nur über zusätzliche Gateways möglich. Damit klappt dann auch die Steuerung per Smartphone-App. Aktuell bieten rund 200 Hersteller Produkte für KNX, darunter Firmen wie Gira, Jung und Revox.

Komplette Lösungen für Haussteuerungen bietet auch Crestron, ein US-Unternehmen, dessen Mediensteuerungen oft im Profibereich eingesetzt werden. Im Crestron-Portfolio finden sich High-End-Multiroom-Audioanlagen, Video-Kreuzschienen zur Signalverteilung, Steuerungen für Licht, Heizung und Jalousien sowie Wanddisplays oder portable Controller zur Bedienung. Die Heimsteuerungen basieren auf dem Cresnet-Protokoll, über Gateways lassen sich hier auch andere Systeme einbinden.

Eine Alternative hat die Firma Digitalstrom entwickelt. Deren Konzept setzt auf intelligente Lüsterklemmen, die etwa hinter Lichtschaltern oder Steckdosen verbaut werden. In den Klemmen steckt ein Chip, der über die Stromleitungen Steuersignale empfängt. Im Sicherungskasten sitzt ein zentraler Server, der die Digitalstrom-Klemmen mit dem Heimnetzwerk verbindet. So lassen sich verschiedene Funktionen oder Szenarien fernsteuern oder einprogrammieren. Geschäftsführer Michael Vesper setzt auf eine offene Architektur, die auch anderen Firmen offenstehen soll oder es ihnen ermöglicht, passende Produkte zu entwickeln.

Die drei bislang vorgestellten Lösungen sind vor allem für den Neu- oder Umbau eines Eigenheims geeignet. Denn die nachträgliche Installation in eine Mietwohnung, in der man nur auf unbestimmte Zeit verweilt, rechnet sich bei diesen Systemen kaum. Dafür empfehlen sich andere Lösungen, die man selbst anstecken oder -schrauben und entsprechend leicht wieder ausbauen und mitnehmen kann.

Produkte für den Massenmarkt 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. mit Gutschein: HARDWARE50 (nur für Neukunden, Warenwert 104 - 1.000 Euro)

plutoniumsulfat 06. Nov 2014

Bei vielen dürfte es wohl nciht gehen. Das muss massentauglich sein. Die machen bei euch...

hifimacianer 06. Nov 2014

Und wieder nur Stammtischparolen um das eigene Meinungsbild rechtfertigen zu wollen.

plutoniumsulfat 05. Nov 2014

klappt aber nur bei Zugriff auf die Hardware.

JensM 05. Nov 2014

Ist damit gemeint 1 zusätzliches pro Raum? Denn 1 Kabel pro Raum ist auch ohne Smart...

JensM 05. Nov 2014

Gerade die 2 Punkte stört außer uns leider eh niemanden. Was nicht direkt outofthebox...


Folgen Sie uns
       


BMW i3s - Test

Er ist immer noch ein Hingucker: Der knallrote BWM i3s zieht die Blicke anderer Verkehrsteilnehmer auf sich. Doch man muss sich mit dem Hinschauen beeilen. Denn das kleine Elektroauto der Münchner ist mit 185 PS ziemlich flott in der Stadt unterwegs.

BMW i3s - Test Video aufrufen
Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Künstliche Intelligenz Vages wagen
  2. KI Mit Machine Learning neue chemische Reaktionen herausfinden
  3. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden

    •  /