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Waren noch nicht vernetzt: eine Familie in den fünfziger Jahren
Waren noch nicht vernetzt: eine Familie in den fünfziger Jahren (Bild: Evening Standard/AFP/Getty Images)

Abseits der großen Unternehmen

Das Versorgungsunternehmen RWE bietet eine eigene Smart-Home-Lösung. Hier dient ein Funk-Gateway als Steuerzentrale. Es wird mit dem Internetrouter verbunden und hält drahtlos Kontakt zu einer Vielzahl verschiedener Geräte: Heizungsthermostaten, Lichtschaltern, Rauchmeldern, Bewegungsmeldern für innen und außen, Tür- und Fenstersensoren und vieles mehr. Zudem arbeitet die RWE-Lösung auch mit Produkten anderer Firmen, etwa den Philips-Hue-Leuchten, deren Farbton sich per App justieren lässt.

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Ein ähnliches Prinzip verfolgt die Qivicon-Plattform der Deutschen Telekom: Die Home-Base, die als Zentrale dient, wird per Kabel an den Router angedockt. Via Zigbee-Funk steuert die Qivicon-Base Geräte, die keineswegs alle von der Telekom hergestellt werden: Denn Qivicon steht nicht für eine eigene Produktreihe, sondern für eine Allianz mehrerer Hersteller - darunter etwa EnBW, Miele, Samsung, D-Link und viele andere. Entsprechend groß ist das Angebot: elektrische Heizungsthermostate, Rauchmelder, Funkwandschalter, Unterputz-Rolladen-Steuerungen oder sogar Waschmaschinen. LED-Lampen von Osram, Lautsprecher von Sonos und IP-Kameras von D-Link sollen in Kürze hinzukommen.

Die ehemalige Siemens-Tochter Gigaset bietet mit Elements ein System, das aus einem zentralen Gateway und per Funk gesteuerten Sensoren und Bewegungsmeldern aufgebaut ist. Das Prinzip ist also mit den beiden oben beschriebenen Lösungen von RWE und der Telekom vergleichbar.

Der Netzwerkspezialist D-Link hat zur Ifa eine eigene Smart-Home-Lösung gestartet: Mydlink Home basiert auf einem WLAN-Funknetzwerk. Als erste Geräte sind zwei Webcams zur Überwachung erhältlich; eine davon lässt sich ferngesteuert schwenken, neigen und zoomen, die sogenannte PTZ-Kamera. Zudem bietet D-Link einen Bewegungsmelder, eine steuerbare Steckdose sowie einen Audio-Streaming-Adapter. Über die Mydlink-Cloud-Plattform lassen sich viele Mydlink-Home-Geräte, aber auch Router oder NAS-Festplatten von D-Link, außer Haus per App steuern. Auch Geräte anderer Hersteller sollen sich einbinden lassen.

Tado mit Sitz in München hat eine Heizungssteuerung entwickelt, die sogar als Nest-Alternative gehandelt wird. Die Steuerung verbindet sich per WLAN mit dem Heimnetzwerk und lässt sich sodann mit der zugehörigen App für Smartphones steuern. Der Clou: Sobald sich der Bewohner samt Smartphone vom Heim entfernt, bemerkt dies die Steuerung und regelt die Temperatur herunter. Nähert sich der Bewohner wieder, heizt das Tado-System vor, so dass Hausdame oder -herr bereits eine mollig warme Wohnung vorfindet.

Der französische Smartphone- und Tablethersteller Archos ist seit diesem Jahr auf dem Smart-Home-Markt vertreten. Hier dient ein Archos-Tablet als Zentrale, das zwischen dem Heimnetzwerk und den Connected Objects vermittelt. Die Objects sind die Mini-Cam-Webkamera, der Motion-Ball-Bewegungsmelder, die Wetterstation Weather Tag und der Fenster- und Türensensor Movement-Tag. Sie werden über das Archos-Tablet per Bluetooth-Low-Energy-Funk gesteuert. Dies verlängert die Akkulaufzeit der angeschlossenen Geräte.

Daneben gibt es Einzellösungen wie die Belkin Wemo: ein Aufsatz für die Steckdose, der sich mit dem WLAN verbindet. Er lässt sich per App an- und ausschalten. Webcams und Bewegungssensoren gibt's obendrein.

Der Netzwerkspezialist AVM hat per DECT und Powerline steuerbare Steckdosen im Angebot. Die Dosen übermitteln den Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte per Netzwerk an die Myfritz-App für iOS- und Android-Mobil-Geräte. Darüber lassen sich die Dosen und damit die verbundenen Geräte zudem ein- und ausschalten.

Der Begriff Internet der Dinge bringt die gesamte Entwicklung auf den Punkt: Egal, welche Lösungen sich künftig etablieren - bald werden sämtliche elektronischen Geräte im Haus vernetzt sein. Doch wir Käufer sollten uns nichts vormachen: Das Sammeln von Daten spielt eine zentrale Rolle in den Geschäftsmodellen vieler Firmen. Solange keine belastbare Datenschutzregelung besteht und die Justiz Verstöße dagegen auch ahndet, ist der Bewohner smarter Heime für Werbetreibende und staatliche Überwachungsdienste gläsern.

In den kommenden Wochen werden wir uns in einer losen Artikelreihe mit weiteren Aspekten des Smart Home beschäftigen, unter anderem mit dem Thema Sicherheit und Datenschutz.

 Produkte für den Massenmarkt

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plutoniumsulfat 06. Nov 2014

Bei vielen dürfte es wohl nciht gehen. Das muss massentauglich sein. Die machen bei euch...

hifimacianer 06. Nov 2014

Und wieder nur Stammtischparolen um das eigene Meinungsbild rechtfertigen zu wollen.

plutoniumsulfat 05. Nov 2014

klappt aber nur bei Zugriff auf die Hardware.

JensM 05. Nov 2014

Ist damit gemeint 1 zusätzliches pro Raum? Denn 1 Kabel pro Raum ist auch ohne Smart...

JensM 05. Nov 2014

Gerade die 2 Punkte stört außer uns leider eh niemanden. Was nicht direkt outofthebox...



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