Smart Home: Warum nicht alles steuerbar sein muss

Zwölf Jahre lang habe ich in meinem Haus alles smartifiziert, was ging. Jetzt baue ich viele Funktionen wieder ab - und denke dreimal über neue nach.

Ein Erfahrungsbericht von Sascha Körnig veröffentlicht am
Manche Smart-Home-Features sind wirklich unnötig.
Manche Smart-Home-Features sind wirklich unnötig. (Bild: Pixabay/Montage: Golem.de)

Sind wir gleich zu Beginn doch mal ehrlich: Das Betätigen eines Lichtschalters, das Auf- und Abdrehen eines Heizkörpers und auch das Öffnen und Schließen der Rollläden ist für die meisten Menschen ohne Weiteres machbar. Auch den Fernseher über Knöpfe am Gerät zu steuern statt über die Fernbedienung, wäre möglich. Wir möchten es nur nicht.

Inhalt:
  1. Smart Home: Warum nicht alles steuerbar sein muss
  2. Kein Smart-Home-Anbieter kann alles
  3. Sind smarte Aquarien echt nötig?

Genauso wenig möchten meine Frau und ich jeden Morgen und Abend zwei Minuten damit zubringen, die elf Rollläden in unserem Haus zu öffnen oder zu schließen. Immerhin kommt dabei übers Jahr rund ein Tag zusammen!

Solche kleinen Handgriffe lasse ich daher mein Smart Home übernehmen. Über den Tag kommt da einiges zusammen und ich spare dadurch nicht nur Zeit und Energie, sondern erhöhe auch noch signifikant meinen Wohnkomfort.

Vor zwölf Jahren hatte ich meinen ersten Berührungspunkt mit dem Thema Smart Home. Mittlerweile baue und verfeinere ich mein eigenes smartes Zuhause seit gut neun Jahren.

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Ich habe um die 6.000 Euro und unzählige Arbeitsstunden in das Haus gesteckt. Rollos, Heizkörper, Beleuchtung, Tore, Türen, Aquarien, Gartenbewässerung, Ventilatoren, Steckdosen, diverse Küchengeräte und und und ... - alles, was nur irgendwie ging, wurde smartifiziert.

Ende 2014 schrieb ich bei Golem.de: Das vernetzte Zuhause wird nie fertig. Inzwischen hat sich bei mir der Trend aber umgekehrt: In den letzten Monaten habe ich einige smarte Funktionen ganz gezielt wieder zurückgebaut und wenn ich über Erweiterungen nachdenke, überlege ich mir das inzwischen dreimal. Denn nicht alles, was geht, ist auch wirklich sinnvoll.

Von der schaltbaren Funksteckdose bis heute

Begonnen hat alles wie gesagt vor gut zwölf Jahren: im Elternhaus mit schaltbaren Funksteckdosen in meinem Kinderzimmer. Damit konnte ich eine Stehlampe per Fernbedienung ein- und ausschalten. Dieses einfache und nicht wirklich smarte Set aus dem Baumarkt war der Ausgangspunkt.

Tolle Produkte in der Welt von Philips Hue

Beim Bezug eines Einfamilienhauses im Winter 2012 ging es dann richtig los: Relativ früh wurden Garagentore, Rollläden, Heizkörper und ein paar vereinzelte Leuchten smartifiziert. Durch mein neues Hobby wurde auch meine Leidenschaft rund um das Thema smartes Wohnen stetig vertieft.

Die ersten smarten Gehversuche startete ich mit Homematic, einem relativ weit verbreiteten System auf Funkbasis. Das funktionierte so weit auch wirklich gut. Wie das aber oft so ist: Mit der Zeit wächst der Anspruch und man findet in Foren und auf Webseiten immer neue Ideen, was man noch umsetzen könnte.

So geriet mein eingesetztes System trotz der verhältnismäßig großen Auswahl an Geräten mit der Zeit an seine Grenzen. Es gab Anwendungsfälle, für die es zum damaligen Zeitpunkt entweder keine vernünftige Lösung gab oder bei denen der finanzielle Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen gestanden hätte.

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Kein Smart-Home-Anbieter kann alles 
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thrust26 18. Mär 2022

Wenn ich die Aufwände in meinem Umfeld sehe, welche da reingesteckt werden, dann kann man...

ufo70 18. Mär 2022

Beim Neubau vor ein paar Jahren war Automation natürlich auch ein Thema. Da stellte sich...

Grimreaper 15. Mär 2022

Ich verwende ein Smarthome system - du auch? Wenn ja, dann wüsstest du, das die meisten...

Niaxa 14. Mär 2022

Meinst du KNX? Also günstig ist daran nix. Im Gegenteil. Und selber programmieren ist ne...



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