Das Gegenteil von vernetzt ist nicht analog

Ohnehin müsse die IT-Sicherheit "einen höheren Stellenwert bekommen", fordert der Verband. Gesetzliche Mindeststandards sowie verpflichtende Gütesiegel seien kurzfristig zu erarbeiten. Bei der Verarbeitung der Nutzerdaten sei mehr Transparenz erforderlich. Soweit Verbraucher Anwendungen oder Dienste faktisch mit Daten anstelle von Geld als Gegenleistung bezahlten, müssten sie die gleichen Rechte beim Zahlen mit Geld haben. Gleichzeitig müsse es für Verbraucher jederzeit möglich sein, der Nutzung ihrer Daten zu widersprechen.

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Nach Ansicht von VZBV-Vorstand Müller muss jeder Verbraucher künftig selbst entscheiden können, ob er vernetzte Produkte nutzen möchte oder nicht. "Die Möglichkeit analog zu wohnen, muss unbedingt gewahrt bleiben", sagte Müller. In diesem Fall machen die Verbraucherschützer wieder einmal die merkwürdige Gleichsetzung von vernetzt mit digital und analog mit offline. Als seien moderne Hausautomationssysteme, Waschmaschinen oder Fernseher "analoge" Geräte, wenn sie nicht mit dem Internet verbunden sind. Selbst der Nockenschalter an einem alten Elektroherd ist nicht "analog", von der Steuerung eines modernen Induktionsherdes ganz abgesehen. Auch in der Debatte um moderne Stromzähler setzte der VZBV elektronisch mit digital gleich und elektromechanisch mit analog, obwohl beide Zählerarten über digitale Anzeigen verfügen.

Nicht jede Hausautomation ist gefährdet

Zudem krankt die Analyse etwas daran, dass sämtliche "smarten" Hausautomationssysteme und Haushaltsgeräte über einen Kamm geschoren werden. So ist es längst nicht der Fall, dass solche Geräte mit dem Internet verbunden sein müssen. Sind die smarten Geräte lediglich im lokalen Netz eingebunden und aus diesem heraus konfigurierbar, sinkt die Gefahr von Hackerangriffen deutlich. Das gilt erst recht, wenn es sich nicht um funkbasierte Anwendungen handelt, sondern um fest verkabelte Geräte einer Hausautomation. Gefährlich sind in solchen Fällen wiederum Sicherheitslücken bei internetbasierten Zugängen, wie vor einem Jahr beim österreichischen Anbieter Loxone.

Berechtigt dürfte jedoch die Forderung sein, dass künftig auch Haushaltsgeräte auf dem Markt sein sollten, die sich ohne Internetverbindung oder Smartphone-App bedienen lassen. Schließlich lässt sich in der Tat kaum garantieren, dass die Hersteller für jeden kommenden Standard noch in zehn Jahren das erforderliche Programm zur Verfügung stellen. Inwieweit es ein "Recht" auf solche Geräte geben sollte, ist jedoch eine andere Frage. Schließlich gibt es bislang auch kein Recht auf Schallplatten und analoge Musikkassetten.

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 Smart Home: Verbraucherschützer fordern Recht auf "analoges Wohnen"
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superdachs 07. Sep 2017

Wenn wir aber irgendwann alle Elektroauto fahren wollen und nur noch grünen Strom...

cyberdynesystems 07. Sep 2017

Fernab des ganzen hippen Smart-Krempels der über Apps nur halbherzig funktioniert und...

Neuro-Chef 07. Sep 2017

..sonst bringst du noch wen auf dumme Ideen! Am Ende dürfen wir zukünftig alle drei Jahre...

Neuro-Chef 07. Sep 2017

War auch viel flacher gemeint: Selbst unvernetzte Rauchmelder dürften Elektronik drin...

Anonymer Nutzer 07. Sep 2017

Wenn jemand dagegen ist, dann ist es natürlich problematisch in ein Haus zu ziehen, wo...



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