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Smart Home: OpenHAB 5.0 unterstützt Matter

Die herstellerneutrale Open-Source -Plattform für smarte Gebäude integriert das vollständige Matter-Protokoll und Multi-Home-Unterstützung.
/ Boris Mayer
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Kommt mit Matter: OpenHAB 5.0 (Bild: Smartg Home Perfected via flickr)
Kommt mit Matter: OpenHAB 5.0 Bild: Smartg Home Perfected via flickr / CC-BY 2.0

Mit der Veröffentlichung von OpenHAB 5.0(öffnet im neuen Fenster) integriert das unter der Eclipse Public License stehende Open-Source-Smart-Home-Projekt eine Vielzahl funktionaler Neuerungen. Im Zentrum steht die Einführung von Matter-Support, einer neuen Python-Scripting-Umgebung sowie von zahlreichen Verbesserungen in den Bereichen Benutzeroberfläche, Konfiguration und Add-on-Vielfalt, darunter auch die Unterstützung mehrerer Homes und ein neu geschriebenes Networking, das auf OpenAPI basiert.

Zentral ist aber die vollständige Integration des Matter-Protokolls. Dabei handelt es sich um einen herstellerübergreifenden, offenen Standard für Smart-Home-Geräte, der eine sichere, lokale und interoperable Kommunikation über IP-Netzwerke wie WLAN, Ethernet und Thread ermöglicht. OpenHAB 5.0 unterstützt als Matter-Client über 30 Gerätetypen und ermöglicht die direkte Kommunikation mit Matter-kompatiblen Geräten über WLAN, Ethernet oder Thread, ganz ohne proprietäre Clouddienste.

Mit dem neuen Matter-Binding lassen sich Geräte aus anderen Ökosystemen nicht nur in OpenHAB einbinden, sondern dieses kann seinerseits auch als Matter-Bridge fungieren. Dadurch werden interne Items und Gruppen als Matter-Geräte nach außen sichtbar, was eine nahtlose Steuerung durch Drittanbieter wie Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa erlaubt.

Neben Matter gibt es eine neue Python-Scripting-Umgebung

Neben Matter setzt OpenHAB 5.0 auch auf moderne Skripttechnologien. Die neue Python-Scripting-Umgebung basiert auf GraalPy und bietet vollständige Unterstützung für Python 3.11. Die bislang genutzte Jython-Umgebung soll damit mittelfristig ersetzt werden. Mit einer verbesserten API-Anbindung und einem "pythonischen" Regel-Framework stellt das neue Add-on eine zukunftssichere Lösung für alle dar, die Automatisierungslogik lieber in Python als in der traditionellen Rules-DSL oder Blockly umsetzen möchten.

Unter der Haube gab es ebenfalls tiefgreifende Veränderungen. Der Umstieg auf Java 21 verbessert die Wartbarkeit und bringt virtuelle Threads. Damit einher geht jedoch auch der Verlust der Unterstützung von 32-Bit-Systemen.

Auf der UI-Ebene hat sowohl der Sitemap- als auch der Modell-Editor jetzt komfortable Drag-and-Drop-Funktionalität, was die visuelle Modellierung und Bearbeitung erheblich vereinfacht. Die neue Möglichkeit, Regeln aus Templates zu regenerieren, verbessert die Pflege und Wiederverwendbarkeit von Automatisierungslogik spürbar.

Für Nutzer, die gerne textbasiert arbeiten, bietet OpenHAB nun auch die Option, Konfigurationen in einem YAML-Format zu erstellen – eine willkommene Alternative zur klassischen DSL. Die iOS-App erfährt eine umfassende Modernisierung, inklusive Swift-6-Unterstützung.


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