Smart Home: OpenAI baut angeblich einen mobilen KI-Lautsprecher
OpenAI entwickelt Berichten zufolge einen mobilen, bildschirmlosen Smart Speaker, der als smarter Begleiter zu Hause dienen soll. Das sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster). Intern soll das Unternehmen das Gerät nicht als Lautsprecher bezeichnen, sondern als neue Art von Hauscomputer, der für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz entwickelt wurde, heißt es in dem Bericht. Der Lautsprecher soll unter anderem smarte Haushaltsgeräte steuern, Medien abspielen, Fragen beantworten und auf Nachrichten reagieren. Dabei greift das Gerät auf die Fähigkeiten von ChatGPT zurück.
Anders als die meisten bisherigen Smart Speaker soll das Gerät über einen wiederaufladbaren Akku verfügen. Dadurch ließe es sich von Raum zu Raum tragen, statt fest an einem Ort zu bleiben. Den Insidern zufolge soll der Lautsprecher mit der Zeit persönlicher und selbstständig aktiver werden, je mehr er über seine Besitzer lernt. Dazu zählt auch der Zugriff auf Informationen wie E-Mails.
OpenAIs Hardware-Pläne stehen vor einer rechtlichen Hürde
Derzeit muss sich OpenAI mit einer Klage von Apple auseinandersetzen. Apple wirft dem Unternehmen vor, sich gestohlener Geschäftsgeheimnisse bedient zu haben, um die eigenen Hardwarepläne zu beschleunigen. Im Zentrum von Apples Vorwurf steht Berichten zufolge OpenAIs Hardware-Chef, ein ehemaliger Apple-Manager. Ihm wird vorgeworfen, vertrauliche Details zu unveröffentlichten Apple-Produkten sowie zu internen technischen Verfahren gesammelt zu haben.
OpenAI erklärte, kein Interesse an den Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen zu haben. Dem Unternehmen seien zudem keine Belege für die Vorwürfe bekannt, heißt es in einer Stellungnahme. Apple soll eine einstweilige Verfügung gegen OpenAIs Hardware-Pläne anstreben. Ein solcher Schritt könnte die Markteinführung des Lautsprechers verzögern, selbst wenn die Entwicklung planmäßig weiterläuft.
Auswirkungen auf die Branche
Die Aktie des Lautsprecherherstellers Sonos brach nach Bekanntwerden von OpenAIs Plänen zeitweise um mehr als 10 Prozent ein, bevor sie einen Teil der Verluste wieder aufholte. Apple-Aktien gaben dagegen nur leicht nach.
Um seine Hardware-Sparte auszubauen, übernahm OpenAI im vergangenen Jahr das Unternehmen IO Products – Berichten zufolge für rund 6,5 Milliarden US-Dollar. Das Startup wurde unter anderem vom langjährigen Apple-Designchef Jony Ive mitgegründet. OpenAIs Hardware-Team arbeitet Berichten zufolge an etwa fünf verschiedenen Produkten. Der Lautsprecher soll dabei als erstes Gerät auf den Markt kommen.
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