Smart Home für Tüftler: Heimautomatisierung mit Home Assistant und ESP

Kostenlos, leistungsfähig, Open Source: Home Assistant bietet umfangreiche Möglichkeiten fürs Smart Home - Spaß am Basteln vorausgesetzt.

Eine Anleitung von Dirk Koller veröffentlicht am
Barometer, klassisch. Im Smart Home lässt sich die Luftfeuchtigkeit auch messen, aber moderner - wir stellen eine Möglichkeit für diverse Messungen mit Home Assistant vor.
Barometer, klassisch. Im Smart Home lässt sich die Luftfeuchtigkeit auch messen, aber moderner - wir stellen eine Möglichkeit für diverse Messungen mit Home Assistant vor. (Bild: Pexels)

Wer sein Zuhause mit ein wenig Elektronik intelligenter machen möchte, hat die Wahl zwischen den Lösungen vieler Anbieter. Unterschiede zwischen den verschiedenen Smart-Home-Systemen bestehen - wie könnte es anders sein - in Komfort und Preis. Die hier vorgestellte Lösung Home Assistant, im Zusammenspiel mit ESPHome, ist eine der günstigsten, aber der Offenheit wegen auch leistungsfähigsten Lösungen. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, sollte allerdings ein wenig Spaß am Basteln mitbringen.

Inhalt:
  1. Smart Home für Tüftler: Heimautomatisierung mit Home Assistant und ESP
  2. Verkabeln von Sensor und Board
  3. ESPHome-Integration in Home Assistant

Home Assistant ist eine kostenlose Open-Source-Software für die Heimautomatisierung, die von einer großen Community von Tüftlern und DIY-Begeisterten entwickelt und unterstützt wird. Über unzählige Integrationen lassen sich Tausende verschiedene Geräte ins smarte Heim bringen. Das Mischen von Geräten verschiedener Anbieter wie Ikeas Trådfri mit Phillips Hue oder Spotify ist also nicht nur möglich, sondern der Normalfall.

Home Assistant ist für die großen Betriebssysteme (Windows, MacOS, Linux) und verschiedene Bastelrechner erhältlich. Bei der Wahl der Plattform sollte bedacht werden, dass der Rechner durchgängig laufen muss. Eine in der Anschaffung und vom Stromverbrauch günstige und zugleich etablierte Lösung ist der Raspberry Pi in der Version 4 (oder derzeit leichter zu bekommen: Version 3). Darüber hinaus werden eine Micro-SD-Karte, ein Netzwerkkabel und eine Spannungsquelle für den Raspberry Pi benötigt.

Einfache Installation per Image

Die Installation der Heimautomatisierung ist dank fertiger Images schnell erledigt. Auf der Downloadseite wählt man Raspberry Pi aus und kopiert dann die dort angegebene Download-URL für 32- oder 64-Bit in Balena Etcher (Option Flash from URL). Das Flash-Tool lädt das Image und schreibt es auf die mindestens 32 GByte große Micro-SD-Karte (bevorzugt Application Performance Class 2, A2).

  • Flashen mit Balena Etcher (Bild: Dirk Koller)
  • Die Homepage von Home Assistant (Bild: Dirk Koller)
  • NodeMCU Amica mit provisorisch verdrahtetem BME280 (Bild: Dirk Koller)
  • Die Benachrichtigung weist auf neue Geräte hin. (Bild: Dirk Koller)
  • Ein neues Gerät steht zur Konfiguration bereit. (Bild: Dirk Koller)
  • Das Dashboard mit den Messwerten (Bild: Dirk Koller)
Flashen mit Balena Etcher (Bild: Dirk Koller)
Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter (m/w/d) IT-Support
    Max-Planck-Gesellschaft für empirische Ästhetik, Frankfurt am Main
  2. Test Manager (m/w/d) - Softwaretests
    DGN Deutsches Gesundheitsnetz Service GmbH, Düsseldorf
Detailsuche

Ist das Image geschrieben, wird die Micro-SD-Karte in den Raspberry Pi geschoben, dieser über ein Ethernetkabel mit dem heimischen Netzwerk verbunden und mit Spannung versorgt. Monitor, Tastatur und Maus sind nicht erforderlich, die Einrichtung erfolgt nach der Installation über eine Webseite, die ein paar Minuten nach dem Start des Raspberry Pis unter http://homeassistant.local:8123 im Browser erreichbar ist. Netzwerktechnik hat leider ihre Tücken, bei Problemen fahndet man am besten im Router nach der IP-Adresse des Raspberry Pi und verwendet diese statt homeassistant.local.

Ist die Weboberfläche zu sehen, geht es ans initiale Einrichten von Home Assistant. Zunächst werden im Assistenten grundlegende Informationen wie Benutzername, Passwort, Einheiten und Standort abgefragt. Die danach angezeigten Geräte und Dienste, die als Integrationen angeboten werden, überspringt man am besten zunächst mit "fertig", sie lassen sich später gezielt einrichten. Danach landet man auf der Startseite. Links findet sich ein Menü und im Hauptbereich rechts daneben werden schon erste spannende Daten zum Smart Home preisgegeben: Der Raspberry Pi hat Strom und das Wetter könnte besser sein.

  • Flashen mit Balena Etcher (Bild: Dirk Koller)
  • Die Homepage von Home Assistant (Bild: Dirk Koller)
  • NodeMCU Amica mit provisorisch verdrahtetem BME280 (Bild: Dirk Koller)
  • Die Benachrichtigung weist auf neue Geräte hin. (Bild: Dirk Koller)
  • Ein neues Gerät steht zur Konfiguration bereit. (Bild: Dirk Koller)
  • Das Dashboard mit den Messwerten (Bild: Dirk Koller)
Die Homepage von Home Assistant (Bild: Dirk Koller)

Nach ein wenig Umschauen in den umfangreichen Menüs kommt bald der Wunsch auf, eigene Sensoren in das Smart Home einzubringen. Die Möglichkeiten dazu sind schier unbegrenzt, für so manche gilt das auch beim Preis. Mit ein wenig Bastelgeschick muss es aber nicht teuer werden. So lassen sich beispielsweise ganz einfach die beliebten ESP8266/ESP32-Mikrocontroller anbinden, die dann Daten von beliebigen Sensoren (zum Beispiel Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit oder CO2-Konzentration der Luft) an die Heimautomatisierung weitergeben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Verkabeln von Sensor und Board 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


teleborian 06. Sep 2022 / Themenstart

Schellys sind nicht für schweizer Lichtschalter geeignet. Sie haben in der Regel zu wenig...

teleborian 05. Sep 2022 / Themenstart

Ich tue mich schwer da einzusteigen. Ich blicke nicht wirklich durch welches Gerät nun...

SchmidtsKatze 31. Aug 2022 / Themenstart

Hab alles, was ich in HA automatisieren wollte, mit dem NodeRed Addon hingekriegt. HA...

Gokux 31. Aug 2022 / Themenstart

Kannst du doch immer noch? Docker und (fertig)VMs sind ja meist nur zusätzliche...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Für 44 Milliarden US-Dollar
Musk will Twitter nun doch übernehmen

Tesla-Chef Elon Musk ist nun doch bereit, Twitter für den ursprünglich vereinbarten Preis zu kaufen. Offenbar will er einen Prozess vermeiden.

Für 44 Milliarden US-Dollar: Musk will Twitter nun doch übernehmen
Artikel
  1. Die große Umfrage: Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023
    Die große Umfrage
    Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023

    Golem.de und Statista haben 23.000 Fachkräfte nach ihrer Arbeit gefragt. Das Ergebnis ist eine Liste der 175 besten Unternehmen für IT-Profis.

  2. Monitoring von Container-Landschaften: Prometheus ist nicht alles
    Monitoring von Container-Landschaften
    Prometheus ist nicht alles

    Betreuer von Kubernetes und Co., die sich nicht ausreichend mit der Thematik beschäftigen, nehmen beim metrikbasierte Monitoring unwissentlich einige Nachteile in Kauf. Eventuell ist es notwendig, den üblichen Tool-Stack zu ergänzen.
    Von Valentin Höbel

  3. Roadmap: CD Projekt kündigt neues Cyberpunk und mehrere Witcher an
    Roadmap
    CD Projekt kündigt neues Cyberpunk und mehrere Witcher an

    Project Polaris wird eine Witcher-Saga, Orion das nächste Cyberpunk 2077 und Hadar etwas ganz Neues: CD Projekt hat seine Pläne vorgestellt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 3 Spiele für 49€ • Saturn Gutscheinheft • Günstig wie nie: LG OLED 48" 799€, Xbox Elite Controller 2 114,99€, AOC 28" 4K UHD 144 Hz 600,89€, Corsair RGB Midi-Tower 269,90€, Sandisk microSDXC 512GB 39€ • Bis zu 15% im eBay Restore • MindStar (PowerColor RX 6700 XT 489€) [Werbung]
    •  /