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Mit Haushaltsgeräten lässt sich noch kein Strom sparen

Weit schwieriger als bei der Heizung ist das Energiesparen bei den Haushaltsgeräten. Zwar hat die Hausgeräteindustrie 2014 endlich Smart Home entdeckt, nachdem jahrelang nur Miele mit eigenen Smart-Home-Produkten auf dem Markt war. Der Verkaufserfolg war allerdings unbefriedigend, denn es gab keine sinnvollen Anwendungen für die innovative und leider auch teure Technik. Warum sollte man beispielsweise einen Trockner per App starten? Es fehlten die Anwendungen, die ermitteln, ob sich der Einsatz zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgrund des Strompreises lohnt.

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Und es fehlen immer noch variable Stromtarife. Ohne diese lässt sich überhaupt nicht sparen. Doch selbst wenn die Energieversorger den Strom zu Selbstkostenpreisen abgäben, ginge die Rechnung nicht auf. Der Betrag, der sich sparen ließe, wäre geringer als die Mehr-Investitionskosten in den smarten Trockner oder die vernetzte Waschmaschine - bei heutigen Gerätepreisen.

Ein Kostenvergleich:

Typischer Jahresverbrauch eines modernen A+++ Geräts: 150 kWh = 36 Euro
Typischer Jahresverbrauch eines Altgerätes: 250 kWh = 60 Euro
Ersparnis durch Zeitverschiebung auf Billigtarif (- 15%): 5,40 Euro bzw. 9,00 Euro.

Bei Mehrkosten für das vernetzbare Haushaltsgerät von rund 400 Euro, weiteren anteiligen Kosten für die spezielle Vernetzung von noch einmal 300 Euro und einer Ersparnis von 15 Prozent müsste die Maschine an folgende Generationen weitergegeben werden: Erst nach 130 Jahren wären die Mehrkosten der effizienten Maschine eingespart. Das klingt nicht so richtig kaufmotivierend, abgesehen davon, dass die Waschmaschine mit Wäsche beladen und angeschlossen in Bereitschaft stehen müsste.

Smarte Hausgeräte werden normal

Doch der Markt der smarten Hausgeräte wird sich verändern. In wenigen Jahren wird die Vernetzung keine Option mehr sein, sondern zum normalen Lieferumfang gehören. Der technologische Durchbruch ist da. Asiatische Anbieter wie Panasonic, Samsung, LG und Haier werden sehr schnell per LAN/WLAN vernetzbare Produkten ohne Mehrkosten auf den Markt bringen. Bosch, Miele, Liebherr und Electrolux/AEG werden reagieren und ihre derzeitige Hochpreispolitik überdenken.

Wenn die Investition in eine smarte Waschmaschine, Trockner oder Spülmaschine rechnerisch nicht mehr ins Gewicht fällt, wird die Verbreitung steigen. Und bei entsprechender Verbreitung fernsteuerbarer Haushaltsgeräte lohnt es sich auch für die Stadtwerke, solche variablen Tarife anzubieten. Dann können auch Mieter, die auf variable Stromtarife angewiesen sind, mit Hilfe des Smart Homes ereignisgesteuert Energie sparen. Bis dahin bleibt dies Hausbesitzern mit eigener Stromerzeugung vorbehalten.

In einer losen Artikelreihe beschäftigen wir uns mit Aspekten des Smart Home. Der Autor dieses Textes ist Journalist und Buchautor. Außerdem ist er Initiator des Musterhauses Smarthome Paderborn und Gründungsmitglied der Smarthome Initiative Deutschland.

 Smart Home: Das vernetzte Zuhause hilft beim Energiesparen
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Yes!Yes!Yes! 20. Nov 2014

LOL Nenn mich kindisch, aber ich hätte gerade fast meinen Kaffee zurück in die Tasse...

wire-less 20. Nov 2014

Ältere Heizungen sind z.T. erstaunlich "doof" und ineffizient. Aber ja. Wenn ein Problem...

Yes!Yes!Yes! 20. Nov 2014

Günstigen Nachtstrom gibt es schon seit Jahrzehnten. Braucht man halt 'n entsprechenden...

Yes!Yes!Yes! 20. Nov 2014

Im Artikel geht es nicht um Umweltschutz sondern um Geld und die Behauptung, man könnte...

cicero 18. Nov 2014

Miele ist viel zu teuer, so wird das nie was.


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