Smart Headlight: Wie Regentropfen beim Autofahren nicht mehr blenden

Auf dem Research@Intel Day haben Forscher der CMU(öffnet im neuen Fenster) ein Verfahren für mehr Sicht bei nächtlichen Regenfahrten vorgestellt. Es basiert im Wesentlichen auf einem Projektor, der sein Licht sehr schnell an verschiedene Stellen im Raum vor ihm verteilen kann. Gegenwärtig arbeitet das System mit 120 Hertz, der Projektor kann also 120-mal in der Sekunde neu fokussieren.

Diese Lichtquelle schlagen die Wissenschaftler als Scheinwerfer für Autos vor, denn: Das fokussierte Licht kann Objekten ausweichen, indem es sie gar nicht erst anstrahlt. Das soll unter anderem für mehr Durchblick bei Regen und Schneefall sorgen.
Die CMU hat das mit einem recht kleinen Versuchsaufbau und in einem Video auf der Intel-Veranstaltung in San Francisco auch vorgeführt. Die dabei zu sehenden Tropfen entsprechen in ihrer Menge einem Niederschlag von 90 Millimetern in der Stunde, was in der Natur als starker Regen bewertet wird.
Wohin die Tropfen fallen, registriert bei dem System eine Digitalkamera, die den Regen von oben außerhalb des Blickfeldes des Fahrers filmt. Sie schickt ihre Bilder an einen schnellen Rechner. Der Computer berechnet dann den weiteren Weg der Tropfen und steuert den Projektor, der dann die Stellen nicht ausleuchtet, an denen der Regen ankommt.
Schon mit der jetzigen Technik geben die Wissenschaftler an, den Blendeffekt der Regentropfen um 70 bis 80 Prozent reduzieren zu können. Wenn das System 400 Hertz erreicht, soll der Regen nahezu unsichtbar werden. Das wollen die CMU-Forscher in drei bis vier Jahren erreichen. Dabei soll die Kombination aus Projektor, Kamera und Rechner auch so weit verkleinert werden, dass sie sich für den Einbau in ein Fahrzeug eignet.



