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Smart Grid: Der Strom muss schlauer werden

Die Kohlendioxid-emittierenden Kraftwerke sollen abgeschaltet und durch Kraftwerke ersetzt werden, die Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugen. Dafür müssen die Stromnetze jedoch angepasst werden. Neuartige IT-Lösungen bringen die Energiewende im europäischen Verbund voran.

Ein Bericht von Dirk Eidemüller veröffentlicht am
Überlandstromleitung (Symbolbild): Der Netzausbau kommt nur schleppend voran.
Überlandstromleitung (Symbolbild): Der Netzausbau kommt nur schleppend voran. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Nach dem jüngsten Bericht des Weltklimarats ist es allerhöchste Zeit, die Beschlüsse des Pariser Klima-Protokolls umzusetzen. Eine starke Erhöhung der globalen Temperaturen lässt sich nur noch abwenden, wenn die Regierungen, Unternehmen und Zivilgesellschaften mit sofortiger Wirkung eine Transformation sämtlicher Sektoren ihrer Energiehaushalte durchsetzen. Elektrizität, Verkehr, Heizung, industrielle Prozesse und Landwirtschaft müssen alle auf den Pfad der Dekarbonisierung kommen, sonst ist schon in wenigen Jahren so viel Kohlendioxid in der Atmosphäre, dass die weltweite Durchschnittstemperatur um mehr als 1,5 Grad Celsius ansteigen wird. Bereits das wird zwar etliche negative Folgen mit sich bringen, ein noch höherer Anstieg würde diese Folgen aber potenzieren.

Inhalt:
  1. Smart Grid: Der Strom muss schlauer werden
  2. Tennet koopiert mit dem Forschungszentrum Jülich

Der entscheidende Faktor bei der Dekarbonisierung ist dabei die Elektrifizierung. Nur der Stromsektor kann hinreichend viel - und vor allem ausreichend billige - erneuerbare Energie zur Verfügung stellen, um auch in den anderen Sektoren den Ausstoß von Kohlendioxid immer stärker zu verringern. Elektrizität ist rein physikalisch gesehen eine sehr hochwertige Energieform, die sich zwar schwieriger speichern lässt als chemische Energie, aber dafür sehr gut in Bewegung oder Wärme umgesetzt werden kann.

In der Praxis führt das aber zu großen Schwierigkeiten, da die heutigen Energienetze nicht für die moderne Energiewirtschaft gemacht sind. Zwar entstehen insbesondere an den windverwöhnten Küsten in ganz Europa viele neue Windkraftanlagen, aber bereits jetzt zeichnen sich die Grenzen der bestehenden Stromnetze ab, die die erzeugte Elektrizität oft nicht dahin transportieren können, wo sie gebraucht wird. Immer wieder kommt es zu Engpässen im Netzbetrieb, weshalb Kraftwerke, Windräder und Photovoltaik-Anlagen zeitweise in ihrer Leistung begrenzt werden müssen, um Überlastungen zu vermeiden.

Ökostrom wird zuletzt abgeregelt

Ökostrom wird zwar prinzipiell als letztes abgeregelt, doch hat in den letzten Jahren die Menge an Ökostrom, die durch solches Einspeisemanagement verloren ging, stark zugenommen: Im Rekordjahr 2017 betrug sie rund fünf Prozent der gesamten erzeugten Windenergie. Die Kosten allein für die Netzstabilisierung summierten sich 2017 auf 1,4 Milliarden Euro für ganz Deutschland.

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Mit der zunehmenden und notwendigen Integration der europäischen Energienetze, wie sie der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber Entso-E vorantreibt, erhöht sich diese Schwierigkeit sogar immer weiter. Der niederländische Energieversorger Eneco betreibt unter anderem den großen Nordsee-Windpark Luchterduinen nahe Zandvoort mit rund 130 Megawatt Leistung. Doch immer häufiger kann dieses Unternehmen den sauberen Windstrom nicht in andere Gebiete Europas verkaufen, weil Netzengpässe bestehen.

"Mit einem höheren Anteil an erneuerbaren Energien werden diese Probleme noch zunehmen", sagt Arie Spruit von Eneco. Auch für Eneco spielten die Engpässe etwa im Korridor von Nord- nach Süddeutschland eine zunehmende Rolle.

Tennet koopiert mit dem Forschungszentrum Jülich 
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Vanger 13. Nov 2018

Weil das so konkret nicht notwendig ist. Dem Klima ist ein einzelnes Auto vollkommen...

subjord 03. Nov 2018

Natürlich interessiert es die anderen Länder. Deutschland hat Solarzellen bezahlbar...

freebyte 02. Nov 2018

Ja: Australien ist recht gross, das Stromnetz ist recht schwach und hat eine (gegenüber...

freebyte 02. Nov 2018

Die traditionelle Kombination (wie in meiner Anlage von 2008) aus Warmwasserbehälter...

expe80 02. Nov 2018

Dieser Punkt hat nichts mit dem Netzbetreiber zu tun. Der Netzbetreiber schaltet hier...


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