Praxistests mit Biomasse und Photovoltaik in Marburg und Leimen

Einer dieser Praxistests fand im Biomassezentrum Stausebach bei Marburg statt. Dort wird Biomethan in Erdgasqualität aus nachwachsenden Rohstoffen wie Abfallholz, Grünschnitt oder durch Gärung konserviertes Grünfutter gewonnen. Das wiederum dient zur Erzeugung von Wärme und Strom. Außerdem verfügt das Biomassezentrum über ein Blockheizkraftwerk.

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Mithilfe des Energy Pilots entstand in Stausebach ein Versorgungsnetz, das die für die Versorgung aus Windkraft und Photovoltaikanlagen typischen Schwankungen ausgleichen kann. Die Kraft-Wärme-Kopplung im Biomassezentrum dient dabei als Puffer und ermöglicht so eine konstante Versorgung der Nutzer.

Außerdem ist Stausebach in Strommärkte eingebunden. Dadurch kann bei Bedarf zusätzliche Energie eingekauft oder aber ein Überschuss für andere Nutzer bereitgestellt werden. Insgesamt bietet Stausebach ein funktionierendes Modell für andere Energieversorger.

Eine weitere Demonstrationszelle, das Autonomie Lab Leimen in Baden-Württemberg, diente als Ort für den zweiten Praxistest. Im Autonomie Lab arbeiten Erzeuger wie Photovoltaikanlagen, aber auch Abnehmer wie Reihenhäuser mit eigener Ladestation.

  • Konzept der Netzsteuerung mit dem Energy Pilot (Bild: Fraunhofer IEE)
  • Dashboard des Netzmanagement-Programms Energy Pilot (Bild: Fraunhofer IEE)
Konzept der Netzsteuerung mit dem Energy Pilot (Bild: Fraunhofer IEE)

In der C/sells-Zelle Leimen ging es darum zu zeigen, dass sich Strom auch am Netzanschlusspunkt regeln lässt, also dort, wo der Strom beim Endverbraucher ankommt. In einem Privathaushalt wäre das der Hauptanschluss für das Haus oder die Wohnung.

Heute gibt es dort eigentlich nur die Wahl zwischen "Hauptschalter ein" und "Hauptschalter aus". Nutzer können den Stromverbrauch nur darüber beeinflussen, wie viele Geräte sie nutzen. Ist das Netz überlastet, muss der Betreiber abschalten.

Verbraucher priorisieren ihre Geräte, Betreiber regelt sie nach Bedarf runter

In Zukunft sollen die Endverbraucher präzise regeln können, wann und von welchem Anbieter sie welche Menge Strom abnehmen. Außerdem sollen sie festlegen können, welche Geräte auf jeden Fall Strom bekommen sollen und bei welchen der Anbieter herunterregeln kann, wenn eine Überlastung droht. Konkret: Der Netzbetreiber schickt ein Steuersignal an das einzelne Reihenhaus, wo der Bewohner den Wasserkocher einschaltet und sein Auto an der Ladesäule lädt. Das System regelt dann dem Bedarf entsprechend die Ladestation herunter oder zapft den überschüssigen Strom im Netz an. Dieser steht dann anderen Nutzern zur Verfügung.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Überlastungen im Netz und somit Abschaltungen sollen so in Zukunft verhindert werden. "Das ist wichtig, weil mehr und mehr Menschen Elektroautos kaufen und natürlich ihre Ladestation zu Hause nutzen wollen", sagte Alexander Dreher, Produktmanager Energiemanagementsysteme im Geschäftsfeld Digitales Portfoliomanagement des Fraunhofer IEE. Langfristig soll das System noch intelligenter werden. "Wir schauen jetzt, wie wir zusätzlich künstliche Intelligenz einsetzen können." Ziel ist, mit Unsicherheiten im Netz noch besser umgehen zu können.

Die intelligente Steuerung würde auch helfen, den Bedarf an zusätzlichen Speichern zu begrenzen. Stattdessen würden die im System vorhandenen Kapazitäten besser genutzt. "Die Kraft-Wärme-Anlage könnte heruntergeregelt oder ganz abgeschaltet werden, wenn die Solaranlage oder Windkraft genug Strom liefern", erläuterte David Nestle.

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wp (Golem.de) 12. Mai 2021 / Themenstart

Ja, unser Autor heißt Friedrich List. wp (Golem.de)

MrAndersenson 12. Mai 2021 / Themenstart

Dekadenz? ist ja wohl eher winwin. https://www.golem.de/news/erneuerbare-energien...

Auspuffanlage 11. Mai 2021 / Themenstart

Nutz die DSGVO und stelle eine Anfrage :)

tovi 11. Mai 2021 / Themenstart

Ist eine ähnliche Software. Tesla steuert damit in Australien seine verteilten Netze...

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