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Smart Devices: Dyson stellt Zahnbürste Camerajet mit integrierter Kamera vor

Dyson wagt den Einstieg in die Mundpflege: Die Camerajet erkennt per Kamera Zahnzwischenräume und reinigt sie gezielt mit einem Wasserstrahl.
/ Nils Matthiesen
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Dyson bringt Zahnbürste Camerajet heraus. (Bild: Dyson)
Dyson bringt Zahnbürste Camerajet heraus. Bild: Dyson

Dyson erweitert sein Portfolio um Produkte zur Zahnpflege. Auf einer eigenen Veranstaltung in Paris hat das Unternehmen die Camerajet vorgestellt(öffnet im neuen Fenster). Es handelt sich um die erste Zahnbürste des Herstellers. Bekannt ist die Marke vor allem für Staubsauger, Haarstylinggeräte und Luftreiniger. In der Vergangenheit verfolgte das Unternehmen auch schon Projekte in neuen Bereichen wie etwa ein geplantes Elektroauto.

Die Camerajet nutzt laut eigenen Angaben eine integrierte Kamera mit 100.000 Pixeln, die 28 Bilder pro Sekunde analysiert. Diese steuert eine Funktion, die der Hersteller als Gap Optical Targeting bezeichnet: Erkennt das System einen Zahnzwischenraum, löst es laut Dyson innerhalb von 100 Millisekunden einen gezielten Strahl Mundspülung aus. Nach Angaben von Dyson dauerte die Entwicklungszeit der Technologie sechs Jahre.

Die Zahnbürste verbindet sich per WLAN (2,4 GHz) und Bluetooth mit der App My Dyson, über die Nutzer das Kamerabild live mitverfolgen können. Laut Dyson werden dabei keine Bilder auf dem Gerät oder in der Cloud gespeichert. Die Kamera sei nur während der Live-Ansicht oder im automatischen Strahlbetrieb aktiv. Die Bürstenköpfe sind zudem mit einem RFID-Chip ausgestattet, der die Nutzungsdauer erfasst und an den Wechsel des Borstenkopfs erinnert.

Ergänzende Produkte und Zubehör

Parallel zum Marktstart am 1. September 2026 bringt Dyson auch eine eigene Zahnpasta sowie eine Mundspülung auf den Markt. Zusammen mit der Zahnbürste, Ladestation und Reiseetui bilden sie das sogenannte Dyson-Dental-System. Der unverbindliche Verkaufspreis für die Zahnbürste liegt bei 479 Euro. Ein Doppelpack an Ersatzaufsätzen vertreibt das Unternehmen für 30 Euro.

Kritik und offene Fragen

Die Zahnärztin Hannah Selzner sagte dem Magazin 20 Minuten(öffnet im neuen Fenster), die Hightech-Funktionen seien für saubere Zähne nicht zwingend nötig, ein Kauf könne sich aber für technikaffine Menschen lohnen. Unabhängige Tests zur tatsächlichen Reinigungsleistung liegen bislang nicht vor. Im Vergleich zu Vorzeige-Modellen der Konkurrenz wie der Philips Sonicare 9900 (rund 350 Euro) liegt die Camerajet mit 479 Euro deutlich im oberen Preissegment.

Offen ist zudem, ob Nutzer dauerhaft auf Dysons eigene Verbrauchsprodukte angewiesen sind: Aus der Pressemitteilung geht nicht hervor, ob sich die Zahnbürste auch mit Zahnpasta anderer Hersteller nutzen lässt oder ob die schaumfreie Formel zwingend erforderlich ist, damit die Kamera funktioniert. Die Bürstenköpfe sind wie erwähnt mit einem RFID-Chip ausgestattet, der laut Dyson die Nutzungsdauer erfasst. Ob damit auch Ersatzköpfe von Drittanbietern ausgesperrt werden könnten, ist derzeit unklar.


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