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Woran erkenne ich eine harmlose Überwachungskamera?

Die Frage bei derlei Projekten ist aber nicht allein die nach dem Nutzen. Also, ob sich solche Systeme dazu eignen, den CO2-Ausstoß zu vermindern oder Platz und Zeit zu sparen. Es geht auch darum, wie diese durchaus lohnenswerten Ziele erreicht werden können, ohne dabei die Privatsphäre der Bürger zu verletzen. Ohne eine Atmosphäre der Überwachung zu schaffen. Ohne gewonnene Daten zweckentfremdet einzusetzen.

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Nur selten erklären die Städte offen und transparent, was mit den erhobenen Daten passiert, wo und wie sie gespeichert werden, wann sie gelöscht werden und wer sie einsehen kann. Noch seltener sind entsprechende Verordnungen oder gar Gesetze, die sich dieses Problems annehmen.

"Menschen müssen Big Data vertrauen können"

Die Städte müssten den Umgang mit den gewonnenen Daten genau reglementieren. Das meint zumindest Viktor Mayer-Schönberger. Er forscht in Oxford über E-Governance und die Folgen von Big Data. "Im Kern geht es darum, dass Menschen Big Data nur dann akzeptieren werden, wenn sie das nachhaltige Gefühl haben, sie können Big Data auch vertrauen", sagt Mayer-Schönberger. Jene, die Big Data verwenden, müssten diese Verantwortung akzeptieren. Städte zum Beispiel könnten Ombudsstellen einrichten, die sich der Bedenken der Bürger annehmen und über die verwendete Technik informieren.

Im Falle der Kollaboration der Stadt New York mit Placemeter ist nichts dergleichen geschehen. Auf der Seite NYC.gov ist Placemeter lediglich als Quelle für Fußgängerdaten aufgeführt. Eine datenschutzrechtliche Erklärung fehlt. Placemeter wiederum beteuert, dass die Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. Unweit darunter prangt ein Button "Interested in buying our data?" ("Interessiert am Kauf unserer Daten?"). Das ist zumindest missverständlich.

Wird es normal, gefilmt zu werden?

Eine ganz andere Frage ist die, wie sich Öffentlichkeit verändert, wenn es normal wird, aus Fenstern heraus gefilmt zu werden. Denn ob die Kamera nun von Placemeter ist, oder dahinter ein Gesichtserkennungsprogramm läuft, wird niemand auf den ersten Blick erkennen können. Wer sich dann beobachtet fühlt, handelt vielleicht anders, als er eigentlich will - um nur nicht aufzufallen.

Die Stadt New York wird insoweit zum Testgelände. Mit dem Projekt wird sich dort zweierlei zeigen. Zum einen: Wie nachhaltig haben die Snowden-Enthüllungen das US-amerikanische Verständnis von Datenschutz verändert? Und zum anderen: Lassen sich etwaige Bedenken mit 50 Dollar im Monat zerstreuen?

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 Smart City: New Yorker sollen sich gegenseitig überwachen
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Endwickler 23. Jul 2014

War der in Chicago oder New York?

plutoniumsulfat 23. Jul 2014

Naa, ich merk den Stromverbrauch schon deutlich

Endwickler 23. Jul 2014

Im Artikel, wie ich ihn lese, geht es eigentlich nicht um Überwachung, Stasi, IMM oder...

User_x 22. Jul 2014

gabs das nicht schon als Informeller Mitarbeiter??? also haben wir schon alles erlernt...

bad1080 22. Jul 2014

wenn die einfach solche daten speichern würden... "Bedenken von Datenschützern, die...


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