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Verfügbarkeit und Fazit: Smart #5 Brabus

Der Smart #5(öffnet im neuen Fenster) kostet in der Brabus-Version 60.900 Euro. Für 5.400 Euro weniger gibt es die limitierte Summit Edition des #5, die keine Brabus-Zierelemente, keine 21-Zoll-Felgen und kein Sennheiser-Soundsystem hat, dafür aber mit 432 kW Motorleistung, Allradantrieb und 94-kWh-Akku eine ähnliche Grundausstattung.

Der Smart #5 kostet in der Einstiegsversion mit Heckantrieb, 250 kW Motorleistung und 74,4 kWh großer Batterie 45.900 Euro. Ab 50.900 Euro gibt es den Wagen in der Variante Pro+ mit 94 kWh großem Akku und 267 kW Motorleistung.

Fazit

Der Smart #5 Brabus ist auf den ersten Blick ein unscheinbares SUV, dem man eher ein gemächliches Fahrverhalten zuschreiben würde. Mit seinen 475 kW ist das Elektroauto aber eine Rakete, die an der Ampel die meisten anderen Fahrzeuge hinter sich lässt.

Ob man das braucht oder nicht, ist eine persönliche Entscheidung. Auf der Autobahn finde ich etwas mehr Leistungsreserven manchmal praktisch, aber ob es gleich so viele Kilowatt sein müssen, sei dahingestellt. Immerhin bietet Smart vergleichbar komfortabel ausgestattete Modelle für weniger Geld an.

Der #5 Brabus ist trotz der brachialen Leistung ein Auto, das sich bequem fahren lässt. Natürlich drückt es einen in den Sitz, wenn man voll auf das Strompedal tritt; unsicher fühlt sich der Wagen dabei aber zu keiner Zeit an. Auch die Federung ist ein guter Kompromiss zwischen Komfort und guter Straßenlage. Ein Sportfahrwerk hat der Brabus-Smart nicht, im Zweifel ist das SUV also kein Sportwagen.

Die Ausstattung ist sehr gut, im Grunde fehlt es an nichts. Eine Besonderheit ist der separate Bildschirm für Beifahrer, der bei langen Fahrten Unterhaltung bieten kann. Den App-Store sollte Smart noch ausbauen, die Auswahl ist nicht gut.

Meine Kritik am #5 Brabus bezieht sich im Grunde komplett auf die Software. Die akustischen Warnsysteme des Wagens nerven oft, das Navi hat keine gute Ladeplanung, die App-Auswahl ist schlecht, und der Fahrassistent überrascht mich immer wieder durch Benachrichtigungen, die die Funktion am Ende gar nicht einschränken.

Den Softwareproblemen stehen die gute Qualität des #5, der große Akku, die schnellen Ladezeiten und die angesichts der Leistung vertretbaren Verbrauchswerte gegenüber. Sollte Smart die Software in den Griff bekommen, gibt es kaum noch etwas, das angesichts des Preises gegen den #5 Brabus spricht.

Betrachtet man, was es bei der Konkurrenz für um die 60.000 Euro gibt, ist der #5 Brabus nicht zu teuer – im Gegenteil. Der von mir getestete Opel Grandland Long Range mit wesentlich weniger Leistung, vergleichbar großem Akku, geringerer Ladeleistung und fehlendem Beifahrerdisplay kostet mit 62.750 Euro mehr – dafür gibt es dort unter anderem noch Massagesitze.

Bei Smarts Mutterunternehmen Mercedes-Benz kostet ein von den grundlegenden Leistungsdaten halbwegs vergleichbares Modell, der GLC 400, 71.281 Euro. Dieser hat dann allerdings 115 kW weniger Motorleistung. Der Volvo EX60, ein in etwa gleich großes SUV vom Smart-Mitbesitzer Geely, kostet mit 375 kW ab 62.990 Euro, mit 500 kW ab 71.990 Euro.


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