Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Fahrassistent mit automatischer Geschwindigkeitseinstellung

Der automatische Fahrassistent ist gut: Er hält auch in Baustellen die Spur. Tempolimits werden erkannt und automatisch eingestellt; über eine separate Taste am Lenkrad kann ich zudem jederzeit manuell auf das aktuelle Limit schalten, das der Wagen erkannt hat. Darin liegt manchmal die Krux: Der #5 dachte an einigen Stellen auf der Autobahn, dass gerade ein anderes Tempolimit herrsche, und schaltete darauf um. Als Fahrer muss man bei derartigen Level-2-Systemen immer wachsam bleiben.

In manchen Baustellen wies mich der Wagen auch darauf hin, dass ich das Lenkrad übernehmen solle. Ich vermute, dass die temporäre Fahrbahnmarkierung das System verwirrte. Das Kuriose ist aber, dass der #5 weiterhin automatisch steuerte, und das auch tadellos. Die Warnung kam immer wieder, ohne dass der Fahrassistent eingeschränkt war.

Für längere Autobahnfahrten eignet sich der #5 Brabus dennoch ausgezeichnet. Der Wagen ist bequem und verfügt über reichlich Leistung, um im Zweifel überholen zu können. Die 475 kW wirken sich aber natürlich auf den Verbrauch aus. Fahre ich einen Mix aus Stadtautobahn mit 60 und 80 km/h, Strecken mit 120 km/h und offenen Strecken mit 150 bis 170 km/h sowie kurzzeitig auch höher, komme ich auf einen Verbrauch von 24,5 kWh/100 km.

Gute Reichweite und schnelles Laden

Das entspricht einer Reichweite von 383,7 km, im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent sind es 268 km. Sobald ich die durchschnittliche Geschwindigkeit erhöhe, steigt der Verbrauch entsprechend. Bei Fahrten zwischen 120 und 170 km/h sowie höher komme ich auf 33,9 kWh/100 km. Damit sinkt die Reichweite auf 277 km, im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent auf 194 km. Durch den großen Akku muss ich dann zwar öfter laden, komme aber immer noch gut voran.

Häufigeres Laden ist zudem dank der hohen maximalen Schnellladeleistung von 400 kW unproblematisch. An einer 300-kW-Säule schöpfte der #5 Brabus die maximale verfügbare Leistung fast voll aus und hielt die fast 300 kW über einen sehr langen Zeitraum. So konnte ich von 17 auf 92 Prozent in nur 20 Minuten laden; in dieser Zeit bezog der Wagen 77,64 kWh von der Säule bei einer durchschnittlichen Ladeleistung von 233,6 kW.

In der Stadt pendelte sich der Verbrauch bei mir bei um die 18 kW/100 km ein. Das ist im Sommer ein bei der Motorleistung erwartbarer hoher Wert, der für eine Reichweite von etwas mehr als 520 km reicht. Fahre ich im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent, sind es 365,5 km.


Relevante Themen