Fahrassistent mit automatischer Geschwindigkeitseinstellung
Der automatische Fahrassistent ist gut: Er hält auch in Baustellen die Spur. Tempolimits werden erkannt und automatisch eingestellt; über eine separate Taste am Lenkrad kann ich zudem jederzeit manuell auf das aktuelle Limit schalten, das der Wagen erkannt hat. Darin liegt manchmal die Krux: Der #5 dachte an einigen Stellen auf der Autobahn, dass gerade ein anderes Tempolimit herrsche, und schaltete darauf um. Als Fahrer muss man bei derartigen Level-2-Systemen immer wachsam bleiben.
In manchen Baustellen wies mich der Wagen auch darauf hin, dass ich das Lenkrad übernehmen solle. Ich vermute, dass die temporäre Fahrbahnmarkierung das System verwirrte. Das Kuriose ist aber, dass der #5 weiterhin automatisch steuerte, und das auch tadellos. Die Warnung kam immer wieder, ohne dass der Fahrassistent eingeschränkt war.
Für längere Autobahnfahrten eignet sich der #5 Brabus dennoch ausgezeichnet. Der Wagen ist bequem und verfügt über reichlich Leistung, um im Zweifel überholen zu können. Die 475 kW wirken sich aber natürlich auf den Verbrauch aus. Fahre ich einen Mix aus Stadtautobahn mit 60 und 80 km/h, Strecken mit 120 km/h und offenen Strecken mit 150 bis 170 km/h sowie kurzzeitig auch höher, komme ich auf einen Verbrauch von 24,5 kWh/100 km.
Gute Reichweite und schnelles Laden
Das entspricht einer Reichweite von 383,7 km, im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent sind es 268 km. Sobald ich die durchschnittliche Geschwindigkeit erhöhe, steigt der Verbrauch entsprechend. Bei Fahrten zwischen 120 und 170 km/h sowie höher komme ich auf 33,9 kWh/100 km. Damit sinkt die Reichweite auf 277 km, im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent auf 194 km. Durch den großen Akku muss ich dann zwar öfter laden, komme aber immer noch gut voran.
Bild 1/36: Der #5 Brabus hat ein Lautsprechersystem von Sennheiser mit insgesamt zehn Speakern. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/36: Das Sonnenrollo des großen Panoramadachs lässt sich mit einem Hebel öffnen und schließen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/36: Der Beifahrersitz hat eine Sitzheizung, der Fahrersitz zusätzlich noch eine Lüftung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/36: Überall im Fahrzeug finden sich runde Elemente - etwa hier beim zentralen Infotainmentdisplay. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/36: Der #5 Brabus sieht bis auf ein paar rote Zierelemente und rote Bremssättel aus wie ein herkömmlicher #5. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/36: Das Design des #5 Brabus ist eher unspektakulär, aber durchaus ansehnlich. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/36: Die Front ist SUV-typisch bullig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/36: Das Heck sieht durchaus nach Smart aus. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/36: Die Brabus-Version hat einige Zierelemente - und bringt 475 kW Leistung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/36: Die Bremssättel bei der Brabus-Version des #5 sind ebenfalls rot. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/36: Der Kofferraum fasst 630 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/36: Unter dem Boden ist Platz für das Ladekabel. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/36: Bei zurückgeklappten Rücklehnen passen 1.530 Liter in den Kofferraum des #5 Brabus. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/36: Trotz des großen Kofferraums ist noch reichlich Platz für Passagiere im Fond. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/36: Die Rücksitze können elektronisch etwas nach hinten geneigt werden, was den Komfort erhöht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/36: Passagiere auf den Rücksitzen haben eigene Klimadüsen, aber keine dritte Klimazone. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/36: Der #5 Brabus hat neben dem Infotainmentbildschirm in der Mitte ein Display für Beifahrer. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/36: Die Türgriffe des #5 Brabus werden beim Abschließen versenkt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/36: Ein weiteres rundes Designelement: der Türgriff innen (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/36: Das Lenkrad verfügt über gut verständliche Bedienelemente. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/36: Der Fahrassistent lässt sich leicht über das Lenkrad bedienen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/36: Die Mittelkonsole bietet ein klimatisiertes Fach, zwei Becherhalter und zwei Ladestationen für Smartphones. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/36: Unter der Mittelkonsole sind weitere Ablagen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/36: Das Cockpit des #5 Brabus (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/36: Die Auswahl in Smarts App-Store ist schlecht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/36: Android Auto und Apple Carplay werden unterstützt - man kann aber auch über einen Adapter andere Geräte mit dem Bildschirm verbinden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/36: Auf dem Beifahrerdisplay können Nutzer Filme und Serien von Prime Video und Apple TV schauen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/36: Der #5 Brabus hat einen Frunk mit 47 Litern Fassungsvermögen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 29/36: Das Navi findet Adressen schnell, die Navigationsanweisungen sind gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/36: Der #5 hat eine Ladeplanung, die Ladestopps automatisch einfügt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/36: Zu Ladestationen gibt es mitunter detaillierte Informationen. Leider lassen sie sich bei der Routenplanung nicht einfach austauschen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/36: Eine Ladeanbieterauswahl fehlt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/36: Das Infotainmentsystem erinnert an die anderer chinesischer Hersteller. Bestimmte Einstellungen sind direkt auf dem Startbildschirm verfügbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/36: Die Einstellungen der Fahrassistenzsysteme erinnern wie das Navi an Leapmotor. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/36: Eine Totwinkelkamera gibt beim Abbiegen Einblick nach hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/36: Der Smart #5 Brabus neben einem #1 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Häufigeres Laden ist zudem dank der hohen maximalen Schnellladeleistung von 400 kW unproblematisch. An einer 300-kW-Säule schöpfte der #5 Brabus die maximale verfügbare Leistung fast voll aus und hielt die fast 300 kW über einen sehr langen Zeitraum. So konnte ich von 17 auf 92 Prozent in nur 20 Minuten laden; in dieser Zeit bezog der Wagen 77,64 kWh von der Säule bei einer durchschnittlichen Ladeleistung von 233,6 kW.
In der Stadt pendelte sich der Verbrauch bei mir bei um die 18 kW/100 km ein. Das ist im Sommer ein bei der Motorleistung erwartbarer hoher Wert, der für eine Reichweite von etwas mehr als 520 km reicht. Fahre ich im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent, sind es 365,5 km.