Für Beifahrer-Unterhaltung ist gesorgt
Die Brabus-Version des #5 hat wie alle Modelle ab der Premium-Variante nicht nur ein zentrales Infotainment-Display, sondern noch einen zweiten Bildschirm für den Beifahrer. Beide haben eine Größe von 13 Zoll, das Fahrinformationsdisplay hinter dem Lenkrad ist mit 10,25 Zoll auch recht groß. Auf dem zweiten Bildschirm können Beifahrer unabhängig von Medieninhalten, die auf dem Hauptbildschirm laufen, Musik hören oder Videos schauen. Dafür lässt sich auch ein Bluetoothkopfhörer mit dem Display koppeln.
Auch Spiele gibt es, etwa einen Candy-Crush-Klon. Leider ist die Auswahl an verfügbaren Anwendungen spärlich: Der App-Store bietet zusätzlich zu den wenigen vorinstallierten Anwendungen nur eine Handvoll weiterer Apps an, die ich nicht hilfreich fand. An Videostreamingdiensten gibt es bei mir nur Apple TV und Amazon Prime, die beide über eine kombinierte Videoapp erreichbar sind. Musik lässt sich über Spotify oder Amazon Music hören.
Einem Golem-Leser zufolge gibt es auch Youtube – ich habe das in meinem Test nicht gefunden. Android Auto lässt sich auf dem Bildschirm nicht verwenden, das Smartphone spiegeln könnte ich nur mit einem passenden Adapter. Der Beifahrerbildschirm lässt sich auch während der Fahrt verwenden; schaut der Fahrer dann auf das Display, wird der aktuell angezeigte Inhalt von einer Warnmeldung unterbrochen, um Ablenkungen zu verhindern.
Es bimmelt an allen Ecken und Enden
Ablenkungen gibt es aber standardmäßig eine Menge im #5: Die verschiedenen Fahrassistenzsysteme sind sehr mitteilsam. Irgendwann bimmelte es so oft, ohne dass ich die Quelle des Problems ausmachen konnte, dass ich Systeme wie die Geschwindigkeitsüberwachung, den Spurhalteassistenten und die Müdigkeitsüberwachung ausschalten musste.
Normalerweise mache ich das nicht, da ich die Systeme für sehr hilfreich und wichtig halte. Im #5 ist mir das ständige Gebimmel aber zu viel geworden. Nervig finde ich auch den Blinkerton, der weniger ein Klicken ist, sondern ein rhythmisches "Dumm Dumm". Vor allem bei langen Ampelphasen stört mich das.
Smart ist seit 2020 ein Joint-Venture zwischen Mercedes-Benz und Geely, dem chinesischen Hersteller, der unter anderem auch Autos der Marken Volvo, Polestar und Lynk & Co. produziert. Bei Smart stammt die Elektronik von Geely, produziert wird der Wagen in China. Von den Mitteilungen während des Fahrens her ist der #5 merklich ein chinesisches Fahrzeug, die in der Regel mitteilsamer sind als Autos aus Europa oder den USA.
Über die Fahrzeugeinstellungen lassen sich die Fahrassistenzsysteme ausschalten – dafür ist aber viel Tippen auf dem Bildschirm notwendig. Will man beispielsweise die Warnung beim Überschreiten der Geschwindigkeit ausschalten, muss fünfmal getippt werden. Eigentlich sollte ich auch über die Favoritentaste am Lenkrad meine Voreinstellungen laden können, der Smart hat in meinem Test aber immer nur den Standard wiederhergestellt.
Assistenzsysteme lassen sich gesammelt, aber nicht mit wenigen Klicks ausschalten
Immerhin lassen sich dank eines vorkonfigurierbaren Menüs mehrere Einstellungen wie der Fahrmodus, die Rekuperation und verschiedene Assistenzsysteme in einem Rutsch einstellen – aber eben immer in fünf Schritten. Smart zufolge lassen sich die Geschwindigkeitswarnungen nach einem kürzlich erfolgten OTA-Updates mit zwei Klicken auf die Fahreinstellungs-Schaltfläche einfach aufrufen lassen – eine gute Verbesserung, die mir während meines Tests allerdings nicht aufgefallen ist.
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