Smach Z ausprobiert: Neuer Blick auf das Handheld für PC-Spieler

Ab September 2018 soll er ausgeliefert werden: Der Smach Z ist ein relativ flotter Handheld, auf dem PC-Spiele wie GTA 5 oder Overwatch laufen - laut Hersteller mit einer Akkuladung bis zu fünf Stunden lang.

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Einer der Prototypen des Smach Z auf der E3 2018
Einer der Prototypen des Smach Z auf der E3 2018 (Bild: Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)

Seit Jahren arbeitet das aus Palma de Mallorca stammende Entwicklerstudio Smach Team an seiner Idee eines vor allem für Spiele und Filme geeigneten Handhelds auf Basis von PC-Technologie. Nun soll es nicht mehr lange dauern: Wie uns Mitarbeiter am Rande der E3 2018 sagten, sollen Unterstützer der Crowdfunding-Kampagnen das Smach Z im September 2018 erhalten, der allgemeine Verkauf soll noch vor Ende 2018 beginnen. Auf der Gamescom, die im August 2018 in Köln stattfindet, will das Unternehmen zusammen mit AMD eine Betaversion präsentieren - ob nur im Businessbereich oder auch in einer für Endkunden zugänglichen Halle, sei noch nicht geklärt.

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Wir bekamen in Los Angeles - je nach Einstufung - drei Prototypen gezeigt, die aber alle wenig über das finale Handheld aussagen. Erster Prototyp: ein etwas klappriges, noch unfertig wirkendes Gehäuse mit funktionsfähiger Steuerung, die aus zwei vom Steam-Controller übernommenen Eingabefeldern sowie einem Analogstick und Tasten wie auf den gängigen Gamepads besteht. Die Inhalte auf dem 6 Zoll großen Bildschirm - der noch nicht die geplanten Touch-Eingaben zuließ - wurden allerdings von einem mit dicken Kabeln verbundenen Notebook berechnet, über das wir Overwatch spielen konnten.

Zweiter Prototyp: ein offenes PC-Rack, dessen Spezifikationen laut Smach Team exakt denen des finalen Handheld entsprechen. Auf dem System war unter anderem GTA 5 mit mittleren Grafikeinstellungen installiert, das wir auf einem großen Bildschirm spielen konnten - und das, wenig überraschend, sehr ordentlich in Full-HD und ohne Ruckler lief.

Vom dritten Prototyp konnten wir nur ein paar Fotos machen. Es handelt sich um die etwa handgroße Hauptplatine des Smach Z mit der CPU, den Speicherchips und was sonst noch dazugehört. Angeschlossen war das Ganze nicht. Den Akku konnten wir nicht sehen, obwohl wir das interessant fänden: Er soll im finalen Produkt bei Spielen wie Overwatch oder GTA 5 rund fünf Stunden lang durchalten und sich über USB-C in rund 45 Minuten vollständig aufladen lassen. Falls das in der Praxis tatsächlich so ist, wären das mehr als ordentliche Werte - wir sind aber noch skeptisch. Laut Hersteller werden vier Zellen mit jeweils 3.200 mAh verbaut.

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Seit Anfang März 2018 ist bekannt, dass der Smach Z einen Ryzen V1605B (Raven Ridge) von AMD verwendet. Der Prozessor verfügt über vier Zen-Kerne und eine Vega-Grafikeinheit mit 512 Shadern, er wird mit 12 Watt betrieben. Das System soll somit laut Hersteller etwas schneller als beispielsweise eine Xbox One sein.

  • Das Bild auf dem 6-Zoll-Display wird von dem Notebook dahinter übertragen. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Auf diesem "Prototyp" konnten wir GTA 5 so spielen, wie das später auf dem Smach Z möglich ist ... (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • ... nämlich mit - laut Smach Team - mittleren Grafikeinstellungen, aber flüssig. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Das Innenleben des Smach Z (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
Auf diesem "Prototyp" konnten wir GTA 5 so spielen, wie das später auf dem Smach Z möglich ist ... (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)

Das Smach Team kombiniert den Chip mit DDR4-2133-Arbeitsspeicher und zwar entweder mit 4 GByte in der günstigsten Variante, mit 8 GByte in der Pro-Version und mit 16 GByte in der Ultra-Fassung. So gut wie alle Komponenten sollen vom Besitzer ausgetauscht werden können.

Die Standardversion des Smach Z verfügt über eine SSD mit 64 GByte, die Pro über eine mit 128 GByte und die Ultra über eine mit 256 GByte; die beiden teureren Varianten haben außerdem eine 5-Megapixel-Kamera verbaut. Das Handheld soll mit SteamOS oder Windows 10 verfügbar sein, es unterstützt 5-GHz-Wlan und Bluetooth. Die günstigste Version soll rund 700 US-Dollar kosten, für die Topversion sind rund 1.100 US-Dollar (jeweils ohne Mehrwertsteuer) fällig.

Aufgrund der bisherigen Historie des Smach Z raten wir zu Skepsis bei der Vorbestellung. Eine frühere Pressemitteilung nannte beispielsweise kein Auslieferungsdatum und das Press-Kit enthielt gleich zwei Fotos von Computerbase, die ohne vorherige Erlaubnis kopiert wurden. Statt wenigstens die hochauflösenden Versionen zu nehmen, wurden beide verkleinert - das Wasserzeichen war dennoch weiterhin zu sehen; mittlerweile wurden die Fotos entfernt.

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