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SM2258: Silicon Motions Controller für günstige 3D-Flash-SSDs

Unterstützung für Flash-Speicher mit Schichten aus 3-Bit-Zellen und ein verbesserter Schreib-Cache: Silicon Motions SM2258-Controller eignet sich für SSDs im unteren Preisbereich, zudem soll eine neue Technik die Haltbarkeit des Triple-Level-Cell-Speichers verlängern.

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SSDs mit SM2258-Controller
SSDs mit SM2258-Controller (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Silicon Motion (SMI) hat einen weiteren Controller für Solid-State-Drives mit Sata-6-GBit/s-Schnittstelle vorgestellt, den SM2258. Der neue Chip unterstützt sogenannten 3D-Speicher mit geschichteten NAND-Flash-Zellen, die zwei (MLC) und neuerdings drei (TL) Bit sichern. Das ist wichtig für Dritthersteller von günstigen SDDs, die ihren Flash-Speicher nicht selbst produzieren, sondern ihn bei Fertigern wie Micron, SK Hynix oder Toshiba einkaufen.

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Der SM2258 nutzt zwei Kerne und weist vier Speicherkanäle mit jeweils acht Chip-Enablern auf. Silicon Motion zeigte auf der Computex 2016 zwei SSDs mit NAND-Flash von Micron und SK Hynik und Benchmarks für Modelle von 128 bis 512 GByte. Der Controller unterstützt bis zu 2 TByte an Speicherplatz, was auf absehbare Zeit aber für günstige Modelle zu teuer sein dürfte.

  • SSDs mit SM2258-Controller (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
  • Daten des SM2258-Controllers (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
  • SM2258-Controller (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Daten des SM2258-Controllers (Foto: Marc Sauter/Golem.de)

Für die ersten Messungen nutzte Silicon Motion den 3D-TLC-Flash von IMFT mit 384 GBit pro Die. Der Hersteller nennt Datentransferraten von bis zu 560 MByte pro Sekunde lesend und bis zu 520 MByte pro Sekunde schreibend. Für letzteren Wert agieren die Triple-Level-Cells als Single-Level-Cells. Bei bisherigen SMI-Controllern wurde ein fester Teil des Flashs als SLC-Puffer genutzt, mit dem neuen SM2258 so viel, wie es Datenmenge und Füllstand erlauben.

Um die Triple-Level-Cells nicht über Gebühr zu belasten, nutzt Silicon Motion eine laut eigener Aussage sehr fortschrittliche Fehlerkorrektur (LDPC, Low Density Parity Check). Damit sollen bis zu dreimal so viele Program-/Erase-Vorgänge pro Speicherzelle möglich sein. In der Praxis dürfte das allerdings wenig Auswirkungen haben - ein nicht repräsentativer Langzeittest von Tech Report zeigt, dass die meisten SSDs weitaus mehr Schreibvorgänge verkraften als vom Hersteller angegeben. Wichtiges Detail: Der SM2258 unterstützt eine hardwarebasierte Verschlüsselung per AES 256 oder via TCP Opal.

Erste SSDs mit dem Controller sind Intels SSD 540s.



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