Abo
  • Services:

Slysoft: Filmindustrie zwingt Ripper AnyDVD zur Aufgabe

Das Softwareunternehmen Slysoft kann seine Produkte wie AnyDVD nicht mehr anbieten. Die Website ist offline, das Team verabschiedet sich nach 13 Jahren.

Artikel veröffentlicht am ,
Installation der Software AnyDVD
Installation der Software AnyDVD (Bild: Slysoft/Screenshot: Golem.de)

Offenbar unter dem Druck der Filmindustrie hat der bekannte DVD- und Blu-ray-Ripper-Anbieter Slysoft aufgegeben. Die Software wird nicht mehr vertrieben. Das Unternehmen sei geschlossen worden, hieß es im Forum. Auf der Website wird auf "jüngste regulatorische Anforderungen" verwiesen.

Stellenmarkt
  1. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. über duerenhoff GmbH, Berlin

Die Lizenzierungsfirma Advanced Access Content System Licensing Administrator (AACS LA) hatte laut einem Bericht des Onlinemagazins Torrentfreak die US-Regierung ersucht, den Inselstaat Antigua und Barbuda, wo Slysoft seinen Sitz hatte, auf die Priority Watch List für Urheberrechtsverletzungen zu setzen. Der Gründer und Chef von Slysoft, Giancarla Bettini, wurde im April 2014 wegen Umgehung des Blu-ray-Kopierschutzes AACS zu einer Geldstrafe von insgesamt 30.000 US-Dollar verurteilt. Durch einen Widerspruch des Anwalts von Bettini soll die Strafe jedoch nie gezahlt worden sein.

Slysoft bot oder entwickelte die DVD- und Blu-ray-Ripper AnyDVD, Any DVD HD und CloneDVD. CloneDVD wurde von Elaborate Bytes nur lizenziert, war aber im Kernbereich von Slysoft zum Download angeboten. Eines der weiteren Produkte war Game Jackal, eine Software, die es dem Nutzer ermöglicht, viele PC-Spiele auch ohne Originaldatenträger zu verwenden.

"Das ist endgültig"

Slysoft-Mitarbeiter "Tom" postete im Slysoft-Forum: "Wir durften nicht mehr auf Anfragen antworten und auch keine Erklärungen veröffentlichen, aber jetzt ist es offiziell: Slysoft wurde nach fast 13 Jahren geschlossen. Es tut mir wirklich leid, aber das ist endgültig. Slysoft gibt es nicht mehr. Ein Dankeschön an all unsere Kunden und Unterstützer für ihre Loyalität."

Die bei den Nutzern installierten Programme laufen natürlich erst einmal weiter, werden aber ohne die regelmäßig ausgelieferten Updates nicht mehr an Neuerungen im Kopierschutz angepasst.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 14,99€
  2. (-80%) 1,99€
  3. 50,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

Bill S. Preston 04. Mär 2016

Danke! Wieder was gelernt!

Anonymer Nutzer 28. Feb 2016

Keine Ahnung. Lange nicht mehr nach geguckt. Aber ich hatte einen unlimited Key :/

tyraenor 28. Feb 2016

+1

Neuro-Chef 28. Feb 2016

Schon, aber AFAIK kann das nur umkodieren, nicht 1:1 rippen. Naja, immerhin.. Spannend...

SoniX 28. Feb 2016

In dem Fall wo sie dichtgemacht haben wärs nett von Ihnen einen offiziellen...


Folgen Sie uns
       


No Man's Sky Next - Golem.de Live

Kommet und sehet, wie ein Weltraumbummler an nur einem Abend alles verliert.

No Man's Sky Next - Golem.de Live Video aufrufen
Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden
  2. Landspace Chinesisches Raumfahrtunternehmen kündigt Raketenstart an
  3. Raumfahrt @Astro_Alex musiziert mit Kraftwerk

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nur noch Wochenende Taz stellt ihre Printausgabe wohl bis 2022 ein
  2. Cybercrime Bayern rüstet auf im Kampf gegen Anonymität im Netz
  3. Satelliteninternet Fraunhofer erreicht hohe Datenrate mit Beam Hopping

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

    •  /