Slysoft: AnyDVD wegen Umgehung von Blu-ray-Kopierschutz verurteilt
Der Gründer und Chef von Slysoft, Giancarla Bettini, ist wegen Umgehung des Blu-ray-Kopierschutzes AACS zu einer Geldstrafe von 30.000 US-Dollar verurteilt worden. Das berichtet das Onlinemagazin Torrentfreak(öffnet im neuen Fenster) . Kläger ist die Lizenzierungsfirma Advanced Access Content System Licensing Administrator (AACS LA), die unter Führung von Warner Brothers, Disney, Microsoft und Intel steht.
Slysoft mit Sitz auf dem Inselstaat Antigua und Barbuda entwickelt den DVD- und Blu-ray-Ripper AnyDVD und CloneDVD. Eines der weiteren Produkte ist Game Jackal, eine Software, die dem Nutzer ermöglicht, viele PC-Spiele auch ohne Originaldatenträger zu verwenden.
Der Antillenstaat Antigua und Barbuda hatte 2013 von der Welthandelsorganisation (World Trade Organisation, WTO) das Recht zugesprochen bekommen, die geistigen Urheberrechte der USA in einem bestimmten Rahmen zu umgehen, bis ein Gegenwert von 21 Millionen US-Dollar jährlich erreicht ist. Damit will Antigua und Barbuda den Schaden ausgleichen, den die USA durch die Sperre von antiguanischen Online-Glücksspiel-Angeboten verursachten.
Antigua und Barbuda hat jedoch ein Gesetz zum Schutz des Urheberrechts aus dem Jahr 2003, worauf sich der Kläger AACS LA bezog. Es ist die erste Verurteilung seit Bestehen des Gesetzes.
Slysoft habe "eindeutig die Gesetze in Antigua verletzt, und das Gericht hat entsprechend geurteilt" , so AACS-Anwalt Bruce Turnbull. Zahlt der Slysoft-Chef die Geldstrafe nicht, droht eine Haftstrafe.
Wie Slysoft Torrentfreak erklärte, hat der Anwalt von Bettini Widerspruch gegen das Urteil eingelegt.
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