Abo
  • IT-Karriere:

Slingatron: US-Unternehmen will Satelliten ins All schleudern

Das US-Unternehmen HyperV Technologies hat eine Schleuder entwickelt, mit der es künftig Satelliten und andere Nutzlasten ins All schleudern möchte. Für den Bau des nächsten Prototyps sucht es Unterstützung durch Crowdfunding.

Artikel veröffentlicht am ,
HyperV: mit 7,6 Kilometern pro Sekunde in den Low Earth Orbit
HyperV: mit 7,6 Kilometern pro Sekunde in den Low Earth Orbit (Bild: HyperV)

Satelliten ins All schleudern will das US-Unternehmen HyperV Technologies: Slingatron heißt die Vorrichtung, mit der kleine Satelliten wie mit einer antiken Schleuder in die Erdumlaufbahn befördert werden sollen. Das soll deutlich weniger kosten, als sie mit einer Rakete zu transportieren.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn, Köln, Wilhelmshaven, Potsdam-Schwielowsee
  2. ITEOS, Karlsruhe

Der Slingatron ist eine spiralförmige Metallschiene, die auf einer Basis montiert ist. Die Basis wird in eine kreisende Bewegung versetzt. Der Satellit, der ins Zentrum der Spirale gesetzt wird, wandert durch die Spirale und wird dadurch so stark beschleunigt, dass er bis in den Orbit fliegt. Er ist mit einem kleinen Antrieb ausgestattet, der auf dem Scheitelpunkt der Flugbahn zündet und den Satelliten in seine richtige Umlaufbahn bringt.

Rotierende Spirale

Die Spirale rotiert 40- bis 60-mal in der Sekunde. Die Geschwindigkeit, auf die die Nutzlast beschleunigt werden soll, hängt vom Durchmesser der Spirale ab. Um eine Nutzlast, etwa einen Cubesat, in eine niedrige Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, Leo) zu katapultieren, muss diese auf etwa 7,6 Kilometer pro Sekunde beschleunigt werden. Dafür wird laut HyperV Technologies eine Spirale mit einem Durchmesser von 200 bis 300 Metern benötigt.

So weit denkt das Unternehmen derzeit aber noch nicht: Es hat bisher zwei Prototypen gebaut. Der etwa einen Meter große zweite Prototyp schafft es, ein knapp 230 Gramm schweres Teil auf 100 Meter pro Sekunde zu beschleunigen. Der nächste Prototyp soll einen Durchmesser von fünf Metern haben und in der Lage sein, ein etwa 450 Gramm schweres Teil mit einem Kilometer pro Sekunde in die Luft zu schleudern. Bei der Geschwindigkeit soll es etwa 51 Kilometer hoch fliegen.

Crowdfunding-Kampagne

Um dieses Gerät zu bauen, bittet HyperV Technologies um finanzielle Hilfe der Netzgemeinde: Das Unternehmen aus Chantilly im US-Bundesstaat Virginia hat eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter initiiert. 250.000 US-Dollar braucht das Unternehmen. Die sollen bis zum 22. August 2013 zusammenkommen. Bislang haben knapp 100 Unterstützer gerade mal 3.600 US-Dollar zugesagt.

  • Per Schleuder ins All: Slingatron. (Bild: HyperV)
  • Fünf Meter groß soll der nächste Prototyp sein. (Bild: HyperV)
  • Er soll in der Lage sein, ein etwa 450 Gramm schweres Teil mit 1 Kilometer pro Sekunde in die Luft zu schleudern. (Bild: HyperV)
  • Für den kommerziellen Betrieb würde ein 200 bis 300 Metern großer Slingatron benötigt. (Bild: HyperV)
  • Die Spirale von einem der Prototypen. (Bild: HyperV)
  • Bisher gibt es zwei: Mark I... (Bild: HyperV)
  • ... und Mark II. (Bild: HyperV)
Per Schleuder ins All: Slingatron. (Bild: HyperV)

Die Slingatrons könnten künftig Satelliten, Versorgungsgüter wie Wasser oder Treibstoff sowie Komponenten für Raumfahrzeuge oder -stationen ins All befördern. Die Nutzlast könne durchaus mehrere Tonnen schwer sein, erklärt HyperV. Die Weltraumschleuder könne allerdings Raketen nicht ersetzen, betont das Unternehmen. Denn wegen der immensen G-Kräfte in der Spirale eigneten sich nicht alle Nutzlasten für einen Start auf dem Slingatron. Menschen gehören auch dazu.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 114,99€ (Release am 5. Dezember)
  2. 529,00€

__destruct() 30. Jul 2013

:)

johnsonmonsen 30. Jul 2013

Hallo Hasbat, die sog. "Dimples" auf dem Golfball verringern den Luftwiderstand bzw. den...

Eheran 30. Jul 2013

Tatsächlich kann man dies bei derartigen Projekten durch einfache Rechnungen...

Eheran 30. Jul 2013

Und die physikalische unmöglichkeit, dass das Licht einfach nach 1m aufhört... ja...

mimimi 29. Jul 2013

Endlich wird die Vision zur Wirklichkeit! Mir würden da auch gleich ein paar Sachen...


Folgen Sie uns
       


AMD stellt Navi-Grafikkarten vor

Die neuen GPUs sollen deutlich effizienter und leistungsstärker sein und ab Juli 2019 verfügbar sein.

AMD stellt Navi-Grafikkarten vor Video aufrufen
In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Transport Fever 2 angespielt: Wachstum ist doch nicht alles
Transport Fever 2 angespielt
Wachstum ist doch nicht alles

Wesentlich mehr Umfang, bessere Übersicht dank neuer Benutzerführung und eine Kampagne mit 18 Missionen: Das Schweizer Entwicklerstudio Urban Games hat Golem.de das Aufbauspiel Transport Fever 2 vorgestellt - bei einer Bahnfahrt.
Von Achim Fehrenbach

  1. Mordhau angespielt Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
  2. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  3. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
iPad OS im Test
Apple entdeckt den USB-Stick

Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
  2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
  3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

    •  /