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SLED12 muss im Test beweisen, dass Enterprise-Desktops ihre Berechtigung haben.
SLED12 muss im Test beweisen, dass Enterprise-Desktops ihre Berechtigung haben. (Bild: J.M.Garg/CC BY 3.0)

Systemd für alles

SLED 12 ist die erste SLED-Version, die Systemd als offiziellen Ersatz für Sys-V-Init ausliefert. Anwender werden diese Umstellung in der Regel gar nicht merken, da Systemd im Hintergrund arbeitet und sich dem Nutzer nur selten zeigt. Bei der Integration der wichtigsten Programme hat Suse zudem gute Arbeit geleistet und Systemd nahtlos mit den entsprechenden Komponenten gekoppelt. Von Bedeutung mag Systemd auch für Administratoren sein, die im Rahmen der Fernwartung die Systeme der Mitarbeiter betreuen. Wer sich mit Systemd noch nicht auskennt, muss sich nach der Umstellung auf SLED 12 dringend damit vertraut machen. Fakt ist: Verglichen mit der Heftigkeit, die in der Systemd-Debatte bisweilen zu beobachten ist, verrichtet Systemd erstaunlich leise und reibungslos seinen Dienst.

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Altes Yast in neuem Gewand

Yast hat sich seit der letzten SLE-Version bekanntlich radikal geändert. Im Wesentlichen ist das Yast, das SLED 12 beiliegt, im Vergleich zur Vorversion komplett umgestaltet worden. Während Administratoren von Servern Yast eher selten direkt zu Gesicht bekommen, stellt Yast auf Desktops das zentrale Managementwerkzeug für praktisch alle Funktionen dar.

Desktopanwender werden auf SLED 12 deshalb beim ersten Yast-Start eine Überraschung erleben: Das Programm ist deutlich flinker als zuvor, sieht allerdings ganz anders aus. An die Stelle des Fensters mit mehreren Unterkategorien ist nun eine Auflistung einzelner Symbole ganz im Stile des KDE-Kontrollzentrums getreten; auch die Ähnlichkeit mit den typischen GTK-Konfigurationsdialogen (wie bei Gnome oder Xfce) kann Yast nicht leugnen. Parallel dazu gibt es noch die Einrichtungstools des Desktops. In der deutschen Übersetzung brechen die Beschriftungen der einzelnen Menüs allerdings teilweise willkürlich um.

In Sachen Funktionalität macht Yast zum Glück keine Kompromisse. Die aus den Vorversionen bekannten Schaltflächen sind noch immer da; und nach dem ersten Klick auf eines der Yast-Module präsentiert sich Yast dann auch wieder in einer Optik, die eher an die seiner Vorgänger erinnert. Wer den Linux-Computer zum Mitglied einer Windows-Domäne machen möchte, erledigt das etwa hier. Administratoren und Nutzer konfigurieren hier wie gehabt ihre Netzwerkkarten oder richten Quellen ein, aus denen sich SLED bei Bedarf Pakete installiert. Auch der Dialog zur Installation von Paketen ist weiterhin ein Teil von Yast; hinter einer schicken Oberfläche suchen Nutzer Pakete per Stichwort.

SLED und Fernwartung

Natürlich ist an dieser Stelle die Anmerkung wichtig, dass in Unternehmen nur ausnahmsweise die Nutzer selbst einzelne Pakete installieren werden. Eine der Hauptmotivationen für Unternehmen, Enterprise-Distributionen zum Einsatz zu bringen, ist ja gerade die Verwaltung durch eine zentrale Stelle. Wenn die IT-Abteilung die Wartung der Systeme erledigt, ist das außerdem der Sicherheit sehr zuträglich: Wenn die Anwender erst gar keinen Root-Zugang zu ihrem System haben, ist das gut, denn es schließt verschiedene Angriffsszenarien von vornherein aus. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als eigenartig, dass Suse für eben jene Szenarien kein offensichtliches Produkt anbietet.

Serverseitig macht die Firma aus Nürnberg bekanntlich mit dem Suse Manager gute Geschäfte. Die Alternative zu Red Hats Satellite oder Ubuntus Landscape gibt Administratoren Werkzeuge in die Hand, um viele Server zentralisiert und effektiv zu warten. Doch ist der Manager ausdrücklich eine Lösung für Server. Freilich wird es auch möglich sein, in eine Suse-Manager-Umgebung Desktops zu integrieren.

Dass sich Administratoren dazu bereiterklären, viel Geld für den Suse Manager auszugeben, obwohl sie nicht sicher wissen, dass er die gewünschte Funktionalität bietet, scheint derweil eher unrealistisch. Dabei sind die Aufgaben, die Administratoren über den Manager auf den Clients ausführen, denen auf Servern gar nicht so unähnlich: Server und Workstations sind gleichermaßen darauf angewiesen, stets alle verfügbaren Sicherheitsupdates einzuspielen.

Details wie die CA-Zertifikate für die unternehmenseigene CA brauchen ebenfalls beide Rechnertypen. Nützlich wäre es auch, würden alle Firmenclients identisch installiert und nach dem gleichen Motto gewartet.

Dass Suse den Suse Manager nicht aggressiver auch als Werkzeug für die sinnvolle Verwaltung von Desktopsystemen bewirbt, ist vielleicht dem mangelnden Vertrauen in den Desktopmarkt geschuldet. So können Administratoren entweder ihr Glück mit dem Manager versuchen oder sich selbst Lösungen basteln - eine sehr unbefriedigende Alternative.

 Datensicherheit und BackupwerkzeugeAber warum ein kostenpflichtiger Desktop? 

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brutos 19. Mai 2015

hum4n0id3, deine Argumentation ist öde, du bist trotzig und verbockt wie ein kleines...

brutos 19. Mai 2015

Wer einmal in der Lage gewesen war ... ... entspannter Herrscher über 800 Linux-Clients...

Arkarit 25. Feb 2015

Ich auch nicht. Vor allem, wenn die Scheiß Lieblingsfarbe irgendwelcher Entwickler...

LarsDenisKohl 24. Feb 2015

Die Geschichte erinnert mich ein wenig an SCO eine Firma die im sterben liegt versucht...

tibrob 21. Feb 2015

Du meinst Edward Montagu? Ne ... der hat immer zu wenig Mayonnaise draufgemacht ... wobei...



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