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Slavic Magic: Manor Lords und die Sache mit dem Solo-Entwickler

Ein einzelner Entwickler und trotzdem lange Credits? Es gibt Diskussionen um den Solo-Dev-Status des Machers von Manor Lords .
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Manor Lords (Bild: Slavic Magic)
Artwork von Manor Lords Bild: Slavic Magic

Das Aufbauspiel Manor Lords stammt mehr oder weniger von einem einzelnen Programmierer – so zumindest die Darstellung in der Öffentlichkeit. Daran gibt es nun Kritik aus der Community und von der Konkurrenz – unter anderem wegen der Credits, in denen neben Chefentwickler Grzegorz "Greg" Styczen noch mehrere Dutzend andere Namen zu finden sind.

Nun hat sich Styczen auf der Plattform X(öffnet im neuen Fenster) zu dem Thema geäußert. Nach seinen Angaben kamen die zusätzlichen Programmierer erst im April 2024 hinzu – also erst ganz am Ende der Produktion, die seit rund sieben Jahren läuft.

Die zusätzlichen Mitarbeiter seien vor allem für "Probleme mit Builds bei verschiedenen Shops" zuständig gewesen.

Jetzt seien sie mit der Umsetzung von Manor Lords auf die Unreal Engine 5 beschäftigt; derzeit basiert das Aufbauspiel auf Unreal Engine 4. Styczen könne die Kritik verstehen, weshalb er sich nun eine andere Bezeichnung für seinen Job ausdenken möchte als "Solo-Dev" .

Allerdings sei der Begriff eigentlich nicht ganz falsch: "Wenn ich aufhöre, ist das Spiel vorbei und es gibt kein Manor Lords mehr" , schreibt Styczen. Bei den meisten anderen Entwickler sei das anders: Wenn die bei ihrem Studio kündigen, ändere sich nichts für das Spiel.

Manor Lords: Entwickler ist eigentlich immer zu langsam

Parallel dazu hat ein Vertreter von Hooded Horse, dem Publisher von Manor Lords, sich im Gespräch mit PC Gamer(öffnet im neuen Fenster) ebenfalls zur Situation bei dem Entwickler geäußert.

Insbesondere geht es um die Frage, warum das Entwicklerstudio mit dem eingenommenen Geld nicht sofort massiv das Personal aufstocken würde, um möglichst rasch mit der Fertigstellung voranzukommen und zusätzliche Inhalte zu erstellen.

"Das beste Wachstum ist sehr langsam" , erklärt Tim Bender, der Chef von Hooded Horse. "Es geht darum, die Kernvision intakt zu halten." Das gehe nicht ohne Styczen und seinen Arbeitsprozess. Die Community würde in jedem Fall mehr Updates einfordern. "Es gibt kein Tempo an Aktualisierungen, das nicht dazu führen würde, dass die Leute nach mehr verlangen."


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