Abo
  • Services:

Skype: Webseite zeigt interne IP-Adressen

Über eine Webseite können sowohl externe als auch interne IP-Adressen von Skype-Benutzern angezeigt werden. Vor allem Anwender, die NAT als Firewall nutzen, sind womöglich gefährdet.

Artikel veröffentlicht am ,
Über eine Webseite lässt sich die interne und externe IP-Adresse eines Anwender ermitteln.
Über eine Webseite lässt sich die interne und externe IP-Adresse eines Anwender ermitteln. (Bild: Kimihiro Hoshino/AFP/Getty Images)

Der Hacker Zhovner hat eine Webseite online gestellt, über die sowohl die externe als auch die interne IP-Adresse von Skype-Benutzern angezeigt wird. Es reicht die Eingabe des Benutzernamens. Anwender, die NAT als Firewall einsetzen, könnten gefährdet sein. Skype verwendet ein P2P-Netzwerk für die Vermittlung von Internet-Telefongesprächen. Dafür müssen IP-Adressen bekannt sein. Warum die Skype-Nodes jedoch interne IP-Adressen preisgeben, ist unverständlich.

Stellenmarkt
  1. Soluvia IT-Services GmbH, Mannheim
  2. Bremer Bäder GmbH, Bremen

Auf der Webseite muss lediglich ein Benutzername eingegeben werden. Nach Eingabe eines Captcha-Codes wird die externe IP-Adresse angezeigt, etwa diejenige, die Anwender bei der Einwahl von einem Provider erhalten. Diese Adresse gibt naturgemäß auch den ungefähren Standort des Benutzers preis. Ferner wird auch die interne IP-Adresse angezeigt. Golem.de hat die Webseite gestestet. Die IP-Adresse wird erst angezeigt, wenn ein Anwender sich angemeldet hat. Sie ist auch nach dem Abmelden lange sichtbar, Anwender berichten von mehreren Stunden.

IP ermitteln per Python-Skript

Zhover verwendet dazu eigens geschriebene Python-Skripte, die eine angepasste Version des offiziellen Entwicklerwerkzeugs Skypekit nutzt. Der Code der Skripte ist auf Github bereits veröffentlicht worden.

Nachdem Zhover in einem Skype-Forum auf das Problem und die Webseite hingewiesen hatte, wurde sein Skype-Account gesperrt, berichtet der Hacker. Außerdem wurde der Thread gelöscht. Auf Anfrage eines andern Benutzers, soll ein Skype-Mitarbeiter erklärt haben, der Thread stehe nur noch internen Administratoren zur Verfügung. Es könnte sich um ein ernstes Problem handeln und werde untersucht.

Forscher deckten IP-Lücke 2011 auf

Im Oktober 2011 war es bereits Forschern gelungen, eine Sicherheitslücke in Skype dazu auszunutzen, die IP-Adressen von Nutzern zu bestimmen und deren Ortswechsel zu beobachten. Das Verfahren kann auch dazu eingesetzt werden, Filesharing-Aktivitäten zu beobachten. Das von den Forschern entwickelte Verfahren zum Skype-Nutzer-Tracking lässt sich nach ihren Aussagen auch auf andere Peer-to-Peer-Systeme anwenden. Dabei ist es hoch skalierbar. Mit ihrem Versuchsaufbau konnten die Forscher unter Einsatz von 30 Computern 10.000 Skype-Nutzer pro Stunde beobachten. Eigentlich gilt Skype als sehr abhörsicher und vergleichsweise datenschutzfreundlich.

Mitte Mai 2010 hatte Microsoft die Übernahme von Skype für 8,5 Milliarden US-Dollar angekündigt.



Anzeige
Blu-ray-Angebote

cdjm 02. Mai 2012

Moin moin, habe in der Vergangenheit schon ein paar Tests mit Jitsi gefahren. Für Windows...

SoniX 30. Apr 2012

Um die IP Adressen herauszubekommen brauchts keine Skype 'Lücke'. In jeder mail die ich...

Anonymer Nutzer 30. Apr 2012

Aber unsere Skype-Konten löschen weil wir keinen Verwendungszweck mehr dafür haben, das...

ww 30. Apr 2012

OK, Heise hat es vor Jahren schon einmal gut erklärt... http://www.h-online.com/security...

ww 30. Apr 2012

Hehe. Andere herunterzumachen um sich selbst erhaben zu fühlen klappt halt nur, wenn man...


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 3 und Pixel 3 XL - Hands on

Google hat die neuen Pixel-Smartphones vorgestellt. Das Pixel 3 und das Pixel 3 XL haben vor allem Verbesserungen bei den Kamerafunktionen erhalten. Anfang November kommen beide Geräte zu Preisen ab 850 Euro auf den Markt.

Google Pixel 3 und Pixel 3 XL - Hands on Video aufrufen
Aufbruch zum Mond: Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten
Aufbruch zum Mond
Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten

Hollywood-Romantiker Damien Chazelle (La La Land) möchte sich mit Aufbruch zum Mond der Person Neil Armstrong annähern, fördert dabei aber kaum Spannendes zutage. Atemberaubend sind wie im wahren Leben dagegen Armstrongs erste Schritte auf dem Mond, für die alleine sich ein Kinobesuch sehr lohnt - der Film startet am Donnerstag.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Solo - A Star Wars Story Gar nicht so solo, dieser Han
  2. The Cleaners Wie soziale Netzwerke ihre Verantwortung outsourcen
  3. Filmkritik Ready Player One Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke

15 Jahre Extreme Edition: Als Intel noch AMD zuvorkommen musste
15 Jahre Extreme Edition
Als Intel noch AMD zuvorkommen musste

Seit 2003 verkauft Intel seine CPU-Topmodelle für Spieler und Enthusiasten als Extreme Edition. Wir blicken zurück auf 15 Jahre voller zweckentfremdeter Xeon-Chips, Mainboards mit Totenschädeln und extremer Prozessoren, die mit Phasenkühlung demonstriert wurden.
Von Marc Sauter

  1. Quartalszahlen Intel legt 19-Milliarden-USD-Rekord vor
  2. Ryan Shrout US-Journalist wird Chief Performance Strategist bei Intel
  3. Iris GPU Intel baut neuen und schnelleren Grafiktreiber unter Linux

Flexibles Smartphone: Samsung verspielt die Smartphone-Führung
Flexibles Smartphone
Samsung verspielt die Smartphone-Führung

Jahrelang dominierte Samsung den Smartphone-Markt mit Innovationen, in den vergangenen Monaten verliert der südkoreanische Hersteller aber das Momentum. Krönung dieser Entwicklung ist das neue flexible Nicht-Smartphone - die Konkurrenz aus China dürfte feiern.
Eine Analyse von Tobias Költzsch

  1. Flexibles Display Samsungs faltbares Smartphone soll im März 2019 erscheinen
  2. Samsung Linux-on-Dex startet in privater Beta
  3. Infinity Flex Samsung zeigt statt Smartphone nur faltbares Display

    •  /