Abo
  • Services:

Skype-Alternative: Freier und sicherer Videochat mit Tox

Mit Tox soll eine freie Alternative zu Skype entstehen, die sicherer für die Nutzer ist. Das will das Team durch verschlüsselte Peer-to-Peer-Kommunikation erreichen. Noch ist das Programm aber in der Entstehung.

Artikel veröffentlicht am ,
Tox soll leichter und sicherer als Skype werden.
Tox soll leichter und sicherer als Skype werden. (Bild: Tox.im)

Mit XMPP alias Jabber und Verschlüsselungstechniken wie Off-the-Record (OTR) für Text oder ZRTP für multimediale Inhalte lässt sich bereits jetzt relativ sicher und mit freier Software kommunizieren. Dem Tox-Team ist das für Nutzer aber nicht einfach genug, weshalb es eine eigene Anwendung entwickelt, die sogar Skype Konkurrenz machen soll.

Einfach verwendbare Kryptographie

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Stuttgart-Feuerbach
  2. BWI GmbH, Meckenheim, München, Rostock, Leipzig, Strausberg

Das heißt, der Messenger soll ähnlich leicht wie Skype zu bedienen sein. Insbesondere möchten die Entwickler die Handhabung der kryptographischen Schlüssel so in das Programm integrieren, dass sich die Anwender nicht mehr selbst um die Schlüsselverwaltung kümmern müssen. Bei der Verwendung von OTR etwa müssen Nutzer derzeit eigenhändig Schlüsselpaare erzeugen und sie mit ihren Kommunikationspartnern austauschen. Tox soll dies überflüssig machen.

Zum eigentlichen Verschlüsseln der Inhalte baut das Team auf der Bibliothek NaCl, sprich Salz, auf. NaCl hat für die Tox-Entwickler den Vorteil, dass die Bibliothek viele gängige Operationen beinhaltet und diese durch ein High-Level-API bereitstellt, was das Einführen von Fehlern in der Kryptographie verringern soll. NaCl entstand als von der EU gefördertes Projekt unter der Leitung der Mathematiker und Informatiker Daniel J. Bernstein, Tanja Lange und Peter Schwabe.

Peer-to-Peer

Darüber hinaus soll Tox nicht auf zentrale Infrastruktur vertrauen müssen, da die Nutzer via Peer-to-Peer miteinander kommunizieren. Um andere Nutzer zu finden, wird ein System verwendet, das ähnlich funktioniert wie die verteilten Hash-Tabellen bei Torrents. Ein entsprechender eindeutiger Hash des Nutzers soll beim ersten Starten der Anwendung erzeugt werden. Das Anmelden bei einem Dienst, also auch an einem Jabber-Server, soll so nicht mehr notwendig sein.

Für die derzeit existierende Oberfläche setzt das Team auf Qt 5. Theoretisch ließe sich die Anwendung deshalb nicht nur auf Windows, Mac OS X oder Linux, sondern auch auf Mobilsystemen wie iOS und Android verwenden. So weit sind die Entwickler aber noch nicht. Zwar lassen sich bereits verschlüsselte Verbindungen aufbauen, doch selbst das Versenden einfacher Textnachrichten über die GUI bereitet dem Team noch kleine Probleme. Audio oder Video lassen sich noch nicht übertragen.

Interessierten steht der unter GPLv3 lizenzierte Code für die Kernbibliothek sowie die GUI über Github zum Download bereit.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,99€
  2. (-78%) 12,99€
  3. 2,99€

flow77 16. Sep 2013

Das finde ich sehr schön dass es so toll bei dir funktioniert. I Like!!!1111elf

flow77 16. Sep 2013

IMHO würde es schon einmal für den Anfang genügen wenn die Menschen sensibler mit ihren...

Ass Bestos 01. Aug 2013

sag das doch direkt ;-)

matok 30. Jul 2013

Jitsi hat überhaupt keine Probleme hinter Routern. So ein großes Problem ist das wohl nicht.

fratzengesicht 30. Jul 2013

Das wird sicher was! Wie jedes /g/ Projekt, welches jemals das Licht der Welt erblickt...


Folgen Sie uns
       


Nerf Laser Ops Pro - Test

Hasbros neue Laser-Ops-Pro-Blaster verschießen Licht anstelle von Darts. Das tut weniger weh und macht trotzdem Spaß.

Nerf Laser Ops Pro - Test Video aufrufen
Trotz DSGVO: Whatsapp ignoriert Widersprüche zu Datenweitergabe
Trotz DSGVO
Whatsapp ignoriert Widersprüche zu Datenweitergabe

Seit Inkrafttreten der DSGVO überträgt Whatsapp gezielt Nutzerdaten an Facebook und Drittanbieter. Widersprüche von Nutzern werden ignoriert. Nach Ansicht der Bundesdatenschutzbeauftragten Voßhoff ein Verstoß gegen die DSGVO.
Eine Exklusivmeldung von Friedhelm Greis

  1. Facebook-Anhörung Wie Facebook seine Kritiker bekämpfte
  2. Quartalsbericht Facebook enttäuscht beim Umsatz- und Nutzerwachstum
  3. Datenskandal Britische Datenschutzbehörde verurteilt Facebook

E-Mail-Verschlüsselung: 90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir
E-Mail-Verschlüsselung
"90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir"

Der Entwickler des beliebten OpenPGP-Addons für Thunderbird, Patrick Brunschwig, hätte nichts gegen Unterstützung durch bezahlte Vollzeitentwickler. So könnte Enigmail vielleicht endlich fester Bestandteil von Thunderbird werden.
Ein Interview von Jan Weisensee

  1. SigSpoof Signaturen fälschen mit GnuPG
  2. Librem 5 Purism-Smartphone bekommt Smartcard für Verschlüsselung

Serverless Computing: Mehr Zeit für den Code
Serverless Computing
Mehr Zeit für den Code

Weniger Verwaltungsaufwand und mehr Automatisierung: Viele Entwickler bauen auf fertige Komponenten aus der Cloud, um die eigenen Anwendungen aufzubauen. Beim Serverless Computing verschwinden die benötigten Server unter einer dicken Abstraktionsschicht, was mehr Zeit für den eigenen Code lässt.
Von Valentin Höbel

  1. Kubernetes Cloud Discovery inventarisiert vergessene Cloud-Native-Apps
  2. T-Systems Deutsche Telekom will Cloud-Firmen kaufen
  3. Trotz hoher Gewinne Wieder Stellenabbau bei Microsoft

    •  /