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Ein Wafer mit 22-nm-Haswell-Prozessoren
Ein Wafer mit 22-nm-Haswell-Prozessoren (Bild: Intel)

Skylake und Broxton: Intel erstellt Firmware-Blobs für freie Grafiktreiber

Ein Wafer mit 22-nm-Haswell-Prozessoren
Ein Wafer mit 22-nm-Haswell-Prozessoren (Bild: Intel)

Die Grafikeinheiten von Intels Skylake und Broxton benötigen offenbar einen proprietären Fimware-Blob für die freien Linux-Treiber. Die Konkurrenz macht das bereits seit langem.

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Um die Grafik von Intels kommenden Chips der Architekturen Skylake und Broxton auch unter Linux in vollen Umfang verwenden zu können, müssen wohl proprietäre Firmware-Blobs benutzt werden. Das geht aus einer E-Mail hervor, in der der Intel-Mitarbeiter Rodrigo Vivi um die Aufnahme der Dateien in den Zweig für Linux-Firmware bittet.

Auf einer Webseite von Intels Open-Source-Abteilung stehen die Dateien bereits zur Verfügung. Ebenso wird dort erklärt, wofür genau diese gebraucht werden. Das umfasst einerseits den sogenannten Display Mini Controller (DMC), der für eine noch geringere Leistungsaufnahme sorgen soll. Mit Hilfe des DMC, der in Broxton- und Skylake-Chips Verwendung findet, sollen die Zustände von Displayregistern unabhängig vom Betriebssystem gespeichert und wieder hergestellt werden können, wenn das System in den Ruhezustand versetzt wird oder wieder startet.

Andererseits wird die Firmware auch für das sogenannte GuC benutzt. Der Erklärung zufolge steuert Letzteres bei Skylake das Scheduling verschiedener Arbeitsabläufe auf dem Grafikchip. Dazu gehören schlicht der Ablauf einzelner Operationen sowie das Überwachen dieser und einige weitere Kleinigkeiten.

Proprietäre Firmware ist häufig

Es ist zwar das erste Mal, dass Intel für seine eigene Grafik proprietäre Firmware erstellt, deren generelle Verwendung ist aber durchaus üblich. So bietet Intel etwa Firmware-Blobs für einige seiner WLAN-Chips. Andere Hersteller machen das ähnlich auch für Grafikchips. So benutzen etwa die freien AMD-Treiber Firmware-Blobs, Nvidia bietet diese ebenso für ausgewählte Tegra-SoC an.

Die Lizenz erlaubt zwar die freie Weiterverteilung der Firmware, allerdings nur in Binärform. Darüber hinaus ist etwa das Reverse Engineering des Codes oder auch jede Art der Veränderung der Binärdaten verboten. Einige Verfechter komplett freier Software lehnen diese Bedingungen ab.

Aus dieser Haltung heraus entstand Linux-libre, das proprietäre Firmware aus dem Linux-Kernel entfernt und versucht, diese durch freie zu ersetzen. Ein Großteil der Entwickler des Linux-Kernels selbst hat mit den proprietären Firmware-Blobs jedoch kein Problem. Der Code übernehme schließlich nur Aufgaben, die ansonsten direkt in der Hardware verfügbar wären, und diese lasse sich auch nicht ändern oder austauschen, lautet ein häufig vorgebrachtes Argument.


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spiderbit 09. Jun 2015

Ja auch AMD macht sowas, letzendlich hat nicht mal FSF oder GNU gegen nicht quelloffene...

Linuxschaden 08. Jun 2015

Und jetzt lies dir noch einmal diesen Absatz durch, in dem ich auf die Analyse der...

tingelchen 08. Jun 2015

Bist du dir ganz sicher, das es sicherer wäre, wenn die CPU ein Stück Software ausführt...



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