Skylake-D: Intels neue Xeon D haben 18 CPU-Kerne

Die zweite Generation der Xeon-D-Chips hat mehr Kerne und kann die vierfache Menge an DDR4-Arbeitsspeicher adressieren wie ihr Broadwell-DE-Vorgänger. Die neuen Skylake-D benötigen aber auch viel mehr Energie und sind deutlich teurer.

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Ein älterer Xeon D
Ein älterer Xeon D (Bild: Intel)

Intel wird in den nächsten Wochen die Xeon D-2000 vorstellen, die zweite Generation der ursprünglich für Micro-Server entwickelten Prozessoren. Vorerst scheint es fünf Modelle zu geben, wie Computerbase mit Verweis auf Intels Preisliste (PDF) und eine Support-Seite des Mainboard-Herstellers Supermicro berichtet. Intel hat die Xeon D-2000 im November 2017 als Randnotiz bei einer Benchmark-Präsentation der Xeon Scalable (Skylake-SP) gegen AMDs Epyc für das erste Quartal 2018 angekündigt.

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Die bisherigen Xeon D-1500, intern Broadwell-DE genannt, starteten 2015 mit acht Kernen, später folgten Modelle wie der Xeon D-1571 mit 16 Cores. Die Prozessoren haben eine thermische Verlustleistung von bis zu 45 Watt und können 128 GByte DDR4-Speicher verwalten. Die neuen Xeon D-2000 alias Skylake-D mit aktueller Mikroarchitektur kommen auf vorerst 18 Kerne bei bis zu 90 Watt und können gleich 512 GByte adressieren. Diese wichtige Änderung macht die Chips für Anwendungen tauglich, welche die Xeon D-1500 aufgrund ihrer 128-GByte-Beschränkung schlicht nicht bedienen können.

Doppelter Preis und neue Architektur

Mit den Skylake-SP mit bis zu 28 Kernen und der Option auf 1,5 TByte RAM hat Intel seit dem Erscheinen der Broadwell-DE sein Portfolio breiter aufgestellt, weshalb die Skylake-D weiter ihre Berechtigung haben. Die höhere Leistung und die vierfache Menge an ansprechbarem Arbeitsspeicher zeigt sich jedoch auch beim Preis: Der neue Xeon D-2191 kostet rund 2.400 US-Dollar und damit etwa das Doppelte des bisherigen Topmodells Xeon D-1571.

Unklar bleibt vorerst, warum die TDP trotz nur zwei Kernen mehr von 45 auf 86 Watt steigt und welche Skylake-Architektur bei den Xeon D-2000 verwendet wird. Die Client-Versionen von Skylake (SKL-U, SKL-S) unterscheiden sich deutlich von den Skylake-SP für Server, die Skylake-D erinnern eher an Letztere. Offensichtlich wird das durch die geringe Menge an L3-Cache pro Kern, da Intel hier ein sogenanntes Victimdesign statt eines inklusiven Designs nutzt.

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Auch was die Endungen an den Typenbezeichnungen bedeuten, wissen wir noch nicht. Die neuen Modelle haben I-, IT- und NT-Suffixe. Ein T weist meist auf eine niedrigere TDP hin, ein N auf den Einsatz im Netzwerk-Segment.

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