Skylake: Asus ermöglicht Overclocking auch bei Non-K-Prozessoren
Bald werden einige Mainboards ein spezielles Bios-Update erhalten. Die meisten Z170-Platinen des Herstellers ermöglichen dann das Übertakten von Skylake-Chips ohne K-Suffix. Das hat Asus Golem.de gesagt. Das neue Bios hebelt den an andere Frequenzen gekoppelten Baseclock aus; auch günstige i3- und i5-Prozessoren können durch einen höheren Referenztakt beschleunigt werden. Das hat Intel in den vergangenen Jahren bewusst unterbunden.
Mit der Sandy-Bridge-Generation hat Intel die K-SKUs eingeführt, nachdem der Pentium E6500K als Testballon in China veröffentlicht worden war. Anders als frühere Chips konnten die neuen Modelle praktisch nicht mehr per Baseclock (BCLK) übertaktet werden – spätestens bei 104 bis 107 statt 100 MHz wird das System instabil. Der BCLK hängt unter anderem mit dem PCIe-Takt zusammen, was zu Abstürzen oder Freezes im Betrieb führt.
Bei den aktuellen Skylake-Prozessoren hat Intel wieder dedizierte Taktdomänen eingeführt, gestattet aber offiziell keine Übertaktung per Baseclock. Stattdessen sollen teurere Modelle mit K-Suffix und offenem Multiplikator gekauft werden. Asus hat jedoch eine Möglichkeit gefunden, die Sperre zu umgehen: Der Übertakter 'elmor' zeigt Benchmarks(öffnet im neuen Fenster) mit einem Asus Maximus VIII Gene und einem Core i5-6400, der BLCK liegt bei bis zu 178 statt 100 MHz. Das sind allerdings Extremwerte mit Flüssigstickstoffkühlung.
Neben Asus arbeiten auch Asrock ( Download(öffnet im neuen Fenster) ) und Supermicro an neuen Bios-Versionen für ausgewählte Skylake-Platinen, weitere Mainboard-Hersteller dürften folgen. Interessant wird, wie Intel auf derartige Firmwares reagiert.
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