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Skycom Tech: Huawei soll HP-Server an den Iran geliefert haben

Huawei soll laut einem Medienbericht einem Mobilfunkbetreiber im Iran Server von HP geliefert haben. Auch Serversoftware von Microsoft, Symantec und Novell sei dabei gewesen.

Artikel veröffentlicht am ,
Mobilfunkanlagen von MCI
Mobilfunkanlagen von MCI (Bild: MCI)

Zwei Huawei-Packlisten aus dem Dezember 2010 enthalten Angaben zu Servern und Switches von Hewlett-Packard, die für einen iranischen Telekommunikationsbetreiber bestimmt waren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf interne Dokumente des Unternehmens. In einem weiteren Dokument, das auf zwei Monate später datiert wurde, heißt es: "Derzeit wird das Gerät nach Teheran geliefert und wartet auf die Zollabfertigung." Geliefert worden sei auch Serversoftware von Microsoft, Symantec und Novell.

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Der iranische Mobilfunkanbieter ist als MCI und MCCI bekannt. Die Muttergesellschaft von MCI ist die staatliche Telecommunication Co of Iran.

Die US-Regierung hatte Anklage gegen Huawei erhoben und wirft dem Unternehmen Bankbetrug, Verstöße gegen US-Sanktionen gegen den Iran und Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor. Huawei bestreitet die Anschuldigungen. Die Dokumente, auf die Reuters sich beruft, sind nicht Teil der Prozessunterlagen.

Huawei und Finanzchefin Meng Wanzhou wird vorgeworfen, die HSBC Holdings und andere US-Banken betrogen zu haben, indem sie die Beziehung Huaweis zu Skycom Tech, einem im Iran tätigen Unternehmen, falsch dargestellt hätten. Meng wurde im Dezember in Kanada auf Ersuchen der USA festgenommen. Sie bezeichnet sich als unschuldig und wehrt sich gegen die Auslieferung.

Meng ist die Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei. Huawei erklärte, Skycom sei ein lokaler Geschäftspartner. In der Anklageschrift der Staatsanwälte heißt es hingegen, dass es sich um eine inoffizielle Tochtergesellschaft handele, die dazu diene, das iranische Geschäft Huaweis zu verschleiern. Aufzeichnungen in Hongkong, wo Skycom registriert war, zeigen nun laut Reuters, dass das Unternehmen im Juni 2017 aufgelöst worden sei.

"Aufgrund laufender Gerichtsverfahren ist es für Huawei derzeit nicht angebracht, eine Stellungnahme abzugeben", sagte ein Huawei-Sprecher Reuters auf Fragen zu den neuen Dokumenten. "Huawei ist verpflichtet, alle geltenden Gesetze und Vorschriften in den Ländern und Regionen, in denen wir tätig sind, einzuhalten, einschließlich aller Gesetze und Vorschriften zur Exportkontrolle und -sanktion der Vereinten Nationen, der USA und der EU."

Die USA verstießen selbst gegen ihr Iran-Embargo: In der Iran-Contra-Affäre während der Amtszeit von US-Präsident Ronald Reagan wurden Einnahmen aus Waffenverkäufen an den Iran an die rechten Contras in Nicaragua weitergeleitet. Von August 1985 bis Oktober 1986 wurden 2.515 TOW-Panzerabwehrlenkwaffen und 258 Hawk-Flugabwehrraketensysteme an den Iran geliefert. Zudem schmuggelten die Contras mit Duldung der USA über Jahre mehrere Tonnen Kokain in die USA.

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schnedan 03. Mär 2020

Das Problem mit einer Suchmaschine wie Google ist ja nicht die eigentliche Funktion...

QuisCustodietIp... 03. Mär 2020

Deutsche und europäische Rüstungsfirmen umgehen regelmäßig die bestehenden...

oYa3ema5 03. Mär 2020

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