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Schöne neue App-Welt, Bild- und Tonqualität

Die Sky-Q-App steuert sich auf dem Apple TV minimal logischer als auf der Sky-Plus-Pro-Box. Hier funktioniert das Aufrufen der Audio-Optionen zum Beispiel über die bekannte Wischgeste nach unten und schließt sich auch genau so. Doof nur, dass das Pop-up-Menü dennoch von unten ins Bild rutscht. Das lässt die Implementierung direkt wieder wenig stimmig wirken. Während der rudimentäre Umgang mit der App funktioniert und alle Inhalte schnell und wie zu erwarten dargestellt werden, finden wir zahlreiche kleine Fehler in der App.

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Die Bildausgabe orientiert sich an den eingestellten Formaten in den Einstellungen vom Apple TV. Apples nützliche Funktion, die Bildrate und das Format den Quellen anzupassen, wird dabei komplett ignoriert. Das bedeutet, dass unser Apple TV zum Beispiel alle Sky-Q-Inhalte auf 4K-UHD bei 60 Hertz hochskaliert und ausgibt. Das beinhaltet dann auch die deutschen Fußballübertragungen oder den Tatort, welche eigentlich mit 50 Hertz und 25 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet werden.

  • Die blaue Q-LED stört den Filmgenuss durch eine Animation. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Das Sky-Logo lässt sich nicht abschalten. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Der Lieferumfang der Hardware von Sky Q (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Anschlüsse des Q-Sat-Receivers (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Festplatte und Smartcard werden an der rechten hinteren Gehäuse-Ecke eingeschoben. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Fernbedienung ist nicht beleuchtet. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Das Netzteil des Receivers (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
Der Lieferumfang der Hardware von Sky Q (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Am unteren Bildschirmrand sind in der aktuellen App-Version 1.1.1.1 zudem sehr störende weiße Artefakte zu sehen, die nur in der Sky-Q-App auftreten. Wir haben ein kurzes Handyvideo davon gedreht. Das Touchpad nutzt die App nur zum genaueren Ansteuern von Sekunden, das Mikrofon überhaupt nicht. Auch auf dem Apple TV muss jeder Buchstabe in der vertikalen Scroll-Leiste einzeln ausgewählt und bestätigt werden. Das ist auch hier nervig, so dass alle Eingaben entsprechend mühsam vonstatten gehen. Die rudimentären Video- und Soundeinstellungen, die es auf der Sky-Plus-Pro-Box noch gibt, fehlen völlig in der Q-App. Die Q-App orientiert sich an den Einstellungen des Apple TV, was die Basis-Sprachoption angeht.

Meistens nur HD-Qualität, wenn überhaupt

Ganz egal, ob wir Sky Q nun über die Apple-Box oder Skys eigenen Receiver ausgeben, von der Bildqualität sind wir grundlegend enttäuscht. Obwohl Sky selbst vom Einstieg ins UHD-Zeitalter mit Q spricht, bietet man kaum Inhalte in 4K-UHD an. Wenn sie es tun, wie zum Beispiel bei Resident Evil: The Final Chapter, dann sieht das Ergebnis trotzdem bei weitem nicht danach aus.

Die Bitrate ist generell sehr niedrig, das Bild wirkt wie mit einem Soft-Filter überlagert, was die geringe Basisauflösung zwar kaschiert, aber nicht Sinn der Sache ist, wenn ein UHD-Bild beworben wird. Selbst die Blu-ray von Resident Evil: The Final Chapter hat mehr Kontrast, bessere Farben und Schärfe als die von Sky angebotene, selbst codierte Fassung im On-Demand-Stream.

Am Beispiel von The Circle erkennen wir sogar Kamm-Artefakte, Überreste von einem missratenen Deinterlacing-Durchgang einer Fassung, die Sky offensichtlich nur in 1080i vorliegt. Häufig sind uns bei Pitch Perfect 3 oder auch dem erwähnten The Circle zusätzlich Bildaussetzer und MPEG-Artefakte aufgefallen. Blade Runner 2049 wirkt in der HD-Fassung von Sky eher wie eine aufgeblasene DVD-Fassung als natives 720p. Cineasten gruseln sich bei solchen Bildern.

Als Gegenbeispiel dienen Sportübertragungen, beispielsweise beim Tennis oder der Bundesliga. Hier kann Sky mit einem kontrastreichen Bild, maximaler nativer 4K-UHD-Auflösung und einer hohen Bitrate glänzen - jedenfalls bei den Topspielen wie bei der Fußball-WM.

Noch enttäuschender als das Bild bei Filmen und Serien empfinden wir die Tonspuren. Meistens liegt eine stark komprimierte deutsche Mehrkanaltonspur vor. Nutzer, die den Originalton bevorzugen, bekommen ihn nicht immer, und wenn, dann meistens nur im Stereoformat. Wir haben mit Resident Evil: The Final Chapter das einzige Beispiel ausfindig machen können, wo auch der Originalton als 5.1-Spur vorliegt. Dass auch die fast bis zur Unkenntlichkeit komprimiert ist, brauchen wir schon beinahe nicht mehr zu erwähnen. Bei derart starker Kompression ist auch der überraschende Soundeffekt von hinten oder dramatische Musik kein Genuss mehr. Alles fühlt sich sehr flach und eindimensional an. Es ist ein echtes Trauerspiel - vor allem, wenn man bedenkt, dass Netflix inzwischen Eigenproduktionen mit Dolby Vision und Dolby Atmos anbietet. Die sind natürlich auch komprimiert, aber nicht in diesem extremen Maße.

Es kommt auch immer noch vor, dass Sky Filme und vor allem Serien eine Zeit lang in HD- und am Ende nur noch in SD-Qualität anbietet, ohne diesen Wechsel zu kommunizieren. Sky-Kunden kennen diesen Umstand bereits von früher und er ist nach wie vor störend und kommt vor. Das Gleiche gilt für Funktionen, die einst im Preis inbegriffen waren, seit Sky Q allerdings kommentarlos gestrichen wurden, wie das Pausieren des aktuellen TV-Programms inklusive der privaten Sender wie Sat 1 oder RTL durch die Festplattenfunktion. Das Pausieren und Fortsetzen der HD-Privaten ist aus "rechtlichen Gründen" untersagt und funktioniert nur noch bei Sky-eigenen Inhalten und den Öffentlich-Rechtlichen sowie den SD-Varianten der Privaten..

Gute exklusive Inhalte?

Für Fußball oder Sport im Allgemeinen könnte sich Sky Q also lohnen, immerhin werden diese Inhalte angemessen dargestellt. Zusätzlich produziert Sky exklusive Serien wie Babylon Berlin oder The Young Pope. Babylon Berlin ist in Zusammenarbeit mit der ARD entstanden und läuft jeweils zeitexklusiv auf einem der Sender.

Die HBO-Eigenproduktionen wie Westworld oder Game of Thrones gibt es durch einen Exklusivvertrag aber nirgends schneller mit deutschem Ton als auf Sky - und die haben zweifelsohne und verdient eine große Gefolgschaft. Bei Prime Video und Netflix erscheinen die meisten HBO-Produktionen überhaupt nicht. Wer sie also nicht kaufen, sondern zwingend streamen möchte, hat nur bei Sky diese Option. Die Filmauswahl ist deutlich aktueller als bei Prime oder Netflix.

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 Menü brauchbar, Bedienung verwirrendVerfügbarkeit und Fazit 
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Ultronkalaver 26. Sep 2018

Ja das stimmt ich habe das nicht ganz ordentlich geschrieben. Bis zum Schluss war das...

elidor 25. Sep 2018

Dachte ich auch, ist aber tatsächlich nicht so, 8W sind für HiNA (Networked equipment...

Magroll 25. Sep 2018

Ich selber habe kein Sky. Aber neulich habe ich bei einem Freund ein Golfturnier auf Sky...

iGod 24. Sep 2018

Ich kann dem Autor in allen Punkten nur Zustimmen. Ich hatte Sky 3 Jahre lang und habe...

TurbinenBewunderer 24. Sep 2018

Naja, die Rabauke würden ansonsten halt sonstwo rumpöbeln. Das auf den Fussball zu...


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