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Menü brauchbar, Bedienung verwirrend

Seit dem Wechsel auf Sky Q ab Mai 2018 ist eine neue Oberfläche im Einsatz, sie ist blau. In der oberen linken Ecke ist das derzeit aktive Videosignal in einem Fenster sichtbar, darunter sind die Kategorien Home, TV Guide inklusive EPG, eigene Aufnahmen, Serien, Filme, Sky Store (wo Filme zusätzlich geliehen oder gekauft werden können), Sport, Dokus, Kids, Shows und so weiter und so fort. Ganz unten finden sich die Geräteeinstellungen, hier sollten Nutzer zuerst reinschauen.

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Standardmäßig stellt sich unsere Sky-Plus-Pro-Box nämlich trotz 4K-HDR-TV und Onkyo-Audioreceiver mit Dolby-Atmos-Unterstützung auf eine Bildausgabe von 1080p, also Full-HD, ein, der Ton wird auf Stereo festgelegt. Theoretisch wäre es möglich, eine Autoerkennung über den HDMI-Standard mit dem beiliegenden High-Bandwith-+Ethernet-HDMI-Kabel vorzunehmen. Sky macht davon aber erst Gebrauch, sobald der Nutzer manuell auf UHD umstellt - darauf startet sich ein Dialog der automatisch zwischen 8 und 10 Bit entscheidet. Eine Farbtiefe von 10 Bit wird für HDR benötigt, ist also an sich noch unnütz für das aktuelle Sky-Q-Angebot.

High Dynamic Range, kurz HDR, ist bei Sky noch gar kein Thema. Anders als beispielsweise Amazon oder Netflix bietet Sky keine Inhalte in HDR, also mit erweitertem Farbumfang und mehr Kontrast an. In den Einstellungen können wir aber wenigstens die UHD-Bildausgabe aktivieren, sofern das HD+-Paket gebucht wurde, woraufhin das Menü und alle Inhalte auf 4K UHD hochskaliert werden. Eine native UHD-Bildausgabe gibt es nur bei sehr wenigen speziellen Ausnahmen bei Filmen und Serien.

Beim Ton kann noch die präferierte Standardsprache festgelegt werden - das wars. Immerhin ist das ein Vorteil gegenüber Sky Ticket, bei dem standardmäßig alles in deutscher Sprache ausgegeben wird. Wer dort die Inhalte auf Englisch hören will, muss bei jedem Film und jeder Serienfolge erneut die Sprache wechseln.

Eine genaue Bestimmung der Bildwiederholfrequenz vermissen wir, genau wie die Festlegung höherer Audiostandards als Stereo, Mehrkanal und Dolby Digital Plus. Das bedeutet, dass alle Inhalte bei Sky skaliert auf die eingestellte Auflösung mit 50 Hertz laufen. Das ist kein Problem bei europäischen Sport-Übertragungen oder dem deutschen TV-Programm, führt aber natürlich bei Quellen, die mit 24 Bildern pro Sekunde gedreht wurden, wie vielen modernen Serien und fast allen Kinofilmen, zum Telecine-Judder-Effekt, also einem ruckelnden Bildeindruck.

Kein klares Bedienungskonzept

Die neue Baumstruktur des blauen Sky-Q ist im Vergleich zum vorherigen schwarzen Kraut-und-Rüben-Menü ein Schritt in die richtige Richtung. Inhalte lassen sich durch die logische Sortierung leichter finden. Etwas verwirrend ist aber die automatisch wechselnde Vorschau-Ansicht auf der rechten Bildschirmseite, sobald wir tiefer in die Menüs eindringen. Während wir zum Beispiel Serien angewählt haben, sind rechts Highlights dargestellt.

Falls der Nutzer dort eine spannende Serie erblickt, wird er intuitiv mit der Pfeiltaste nach rechts dorthin wechseln wollen. Der Tastendruck nach rechts führt ihn allerdings in die Sub-Kategorien für Serien. Nach Sky-Logik muss der Nutzer etliche Male nach rechts navigieren, bevor er irgendwann in seiner Auswahl ankommt.

Für die Eingabe der Kundennummer, Passwörter von Netzwerken oder in Suche-Feldern setzt Sky auf eine antike vertikale Scroll-Leiste oder T9 über die Zahlen (2003 lässt grüßen) mit allen Buchstaben und Zahlen. Eingaben geraten dadurch zu einem maximal nervigen Geduldsspiel. Wer sich vertippt und mit der Zurück-Taste zurückgehen will, setzt damit die komplette Eingabe zurück und darf von vorne beginnen. Das führt uns zum größten Negativpunkt bei der Bedienung: dem Einsatz des Zurück-Knopfes.

Bei Sky ist man sich offensichtlich nicht einig gewesen, welcher Knopf genutzt werden sollte, um "Zurück" zu gehen. In vielen Fällen bewirkt ein Druck auf die Zurück-Taste nämlich gar nichts, stattdessen soll die Pfeiltaste nach links gedrückt werden oder der Menü-Knopf.

Wer in der Wahl für die Audiosprache, die sich über dieses ominöse Fragezeichen öffnet, den Zurück-Knopf drückt, geht direkt zum Film oder der aktiven Serie. Vorher muss mit dem Enter-Knopf die Auswahl bestätigt werden. Für den Wechsel der Sprache sind also drei unterschiedliche Knöpfe nötig zusätzlich zur Navigation mit den Pfeiltasten. Die Bedienung des Geräts macht so keine Freude, sondern sorgt für viel Frust. Trotz des nun deutlich übersichtlicheren Hauptmenüs gelingt es aus diesem Grund erst nach einer langen Einarbeitungsphase, die Q-Oberfläche sicher zu bedienen.

Alle weiteren Veränderungen an der Bedienungsoberfläche beschreiben wir ausführlich in unserem Test zu Sky Ticket und sie treffen in gleichem Maße auf Sky Q zu, beispielsweise bei der automatischen Weiterleitung zur nächsten Folge einer Staffel, die vielfach zu spät erscheint oder auch mal gar nicht. Die meisten Funktionen sind für Prime-Video- und Netflix-Kunden seit Jahren eine Selbstverständlichkeit - für Sky-Kunden vielfach weiterhin nicht.

Aus diesem Grund wechselten wir nach einer Weile hoffnungsvoll auf die Q-App auf dem Apple TV der fünften Generation, um zu schauen, ob die Bedienung dort intuitiver funktioniert. Immerhin bietet die Apple-TV-Fernbedienung ein Touchpad und ein Mikrofon.

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 Sky Q im Test: Konkurrenzlos rückständigSchöne neue App-Welt, Bild- und Tonqualität 
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Ultronkalaver 26. Sep 2018

Ja das stimmt ich habe das nicht ganz ordentlich geschrieben. Bis zum Schluss war das...

elidor 25. Sep 2018

Dachte ich auch, ist aber tatsächlich nicht so, 8W sind für HiNA (Networked equipment...

Magroll 25. Sep 2018

Ich selber habe kein Sky. Aber neulich habe ich bei einem Freund ein Golfturnier auf Sky...

iGod 24. Sep 2018

Ich kann dem Autor in allen Punkten nur Zustimmen. Ich hatte Sky 3 Jahre lang und habe...

TurbinenBewunderer 24. Sep 2018

Naja, die Rabauke würden ansonsten halt sonstwo rumpöbeln. Das auf den Fussball zu...


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