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Sky-C: Bastelrechner zum Linux-Lernen kostet 5 Euro

Aus China stammt die kleine Bastelplatine, auf der ein Sky-C- Prozessor , etwas RAM und wenig Flash-Speicher verbaut sind. Trotzdem soll das für ein Arch-Linux und Mediaplayer reichen – zum Preis von 5 Euro.
/ Oliver Nickel
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Der Bastelrechner ist etwa so groß wie eine Kreditkarte. (Bild: Hangzhou Guoxin Technology)
Der Bastelrechner ist etwa so groß wie eine Kreditkarte. Bild: Hangzhou Guoxin Technology

Der chinesische Hersteller Hangzhou Guoxin Technology hat eine kleine Bastelplatine vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) , die sich für Linux-Distributionen wie etwa Arch Linux eignen soll. Die Platine ist in etwa so groß wie eine Kreditkarte und bietet USB-Anschlüsse und einen Displayausgang. Für umgerechnet 5 Euro bietet das Unternehmen den Rechner an. Er soll beispielsweise zum Lernen von Linux genutzt werden können, schreibt der Hersteller auf der chinesischsprachigen Produktseite.

Grundlage des Systems ist das SoC Nationalchip GX6605S, das eigentlich für DVB-S2-Boxen gedacht ist. Der Chip unterstützt die in China entwickelte C-Sky-Befehlssatzarchitektur für 32-Bit. Das dazugehörige Unternehmen ist Teil der Risc-V-Foundation. Die Dokumentation steht quelloffen(öffnet im neuen Fenster) auf Github zur Verfügung. Der Prozessor taktet mit etwa 574 MHz und nutzt 64 MByte RAM. Dazu kommen 4 MByte SPI-Flash-Speicher, auf dem ein Bootloader und ein Mediaprogramm installiert werden können.

Reicht für 1080p und H.264

Über HDMI kann der kleine Rechner Videosignale in 1080p bei einem H.264-Codec ausgeben. Die Auflösung des für die GUI zuständigen Framebuffers beträgt allerdings nur 720p. Zudem fehlt ein Ethernet-Anschluss oder ein WLAN-Modem. Netzwerkfunktionalität muss also über eine der zwei USB-2.0-A-Buchsen oder einen der zwei Micro-USB-Anschlüsse nachgerüstet werden. Über einen 5-Pin-Header lassen sich zudem weitere Sensoren anschließen. Von diesen Pins sind drei für GPIO konzipiert, während ein weiterer 3,3 Volt Spannung liefert.

Der angegebene Preis von 5 Euro ist mit Vorsicht zu betrachten: Bei chinesischen Onlinehändlern wie Taobao(öffnet im neuen Fenster) oder Aliexpress sollten Käufer die im Vergleich zum Produktpreis hohen Versandkosten nach Deutschland miteinberechnen. Aliexpress(öffnet im neuen Fenster) verlangt so beispielsweise knapp 18 Euro pro Exemplar.


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