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Skript eingeschleust: Hacker erbeuten Nutzergelder von Polymarket

Angreifern ist es gelungen, ein bösartiges Skript bei Polymarket einzuschleusen und Nutzer des Wettmarktes um ihre Krypto-Einlagen zu bringen.
/ Marc Stöckel
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Bei einem Cyberangriff wurden Gelder von Polymarket-Nutzern gestohlen. (Bild: Martin LELIEVRE / AFP via Getty Images)
Bei einem Cyberangriff wurden Gelder von Polymarket-Nutzern gestohlen. Bild: Martin LELIEVRE / AFP via Getty Images

Der Prognosemarkt Polymarket ist über einen Drittanbieter Ziel eines Cyberangriffs geworden. Durch diesen gelangten Angreifer an Gelder von Nutzern der Wettplattform. Polymarket bestätigt den Vorfall in einem X-Beitrag(öffnet im neuen Fenster). Demnach konnten die Angreifer über den namentlich nicht genannten Drittanbieter ein bösartiges Skript in das Frontend von Polymarket einschleusen. Betroffene will die Wettplattform kontaktieren und entschädigen.

Laut Polymarket sind nur "einige Nutzer" betroffen. Genauere Angaben zur Anzahl der Betroffenen oder der Vorgehensweise der Angreifer machte das Unternehmen jedoch nicht. Auch auf eine Presseanfrage von Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) hin wollte Polymarket keine weiteren Informationen preisgeben.

Nach Angaben(öffnet im neuen Fenster) einiger Blockchain-Analytiker(öffnet im neuen Fenster) sollen die Angreifer rund drei Millionen US-Dollar in Form des von Polymarket ins Leben gerufenen Stablecoins PUSD (Polymarket USD(öffnet im neuen Fenster)) erbeutet und anschließend in 1.893 Einheiten der Kryptowährung Ethereum (ETH) eingetauscht haben. Quelle der Gelder sollen mindestens elf Kryptowallets sein.

Ein Nutzer verlor eine halbe Million US-Dollar

Die Anzahl der Betroffenen dürfte damit ebenfalls maximal im niedrigen zweistelligen Bereich und die durchschnittliche Schadenshöhe pro Person bei weniger als 300.000 US-Dollar liegen. Im Netz waren zuvor schon einige Meldungen Betroffener aufgetaucht. Einer schrieb am 22. Juni(öffnet im neuen Fenster), er habe über zwei Polymarket-Konten hinweg 500.000 US-Dollar verloren. Ein anderer(öffnet im neuen Fenster) verlor hingegen wohl nur etwas weniger als neun US-Dollar.

Polymarket ist in den letzten Monaten wiederholt durch fragwürdige Wetten aufgefallen. So soll etwa ein Google-Mitarbeiter mit seinem Insiderwissen auf der Plattform 1,2 Millionen US-Dollar eingenommen haben. Er wurde daraufhin wegen Insiderhandels angeklagt. Ähnlich ergeht es einem US-Soldaten, der sein Geheimwissen rund um die Festnahme von Nicolás Maduro für lukrative Wetten missbraucht haben soll.


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