Skoda und Cupra: Volkwagen verabschiedet sich vom 20.000-Euro E-Kleinwagen
Volkswagen will in rund drei Jahren einen Kleinwagen mit Elektroantrieb zu einem erschwinglichen Preis bauen, den auch die Konzerntöchter Seat/Cupra und Skoda vermarkten sollen. So etwas hat Volkswagen bereits mit dem e-Up! gemacht.
Nach einem Bericht des Handelsblatts(öffnet im neuen Fenster) hat sich der Volkswagen-Konzern mit der spanischen Regierung über Fördermittel geeinigt, um das Projekt voranzubringen.
Der Einstiegspreis des Fahrzeugs solle unter 25.000 Euro liegen, sagte Volkswagen-Markenchef Thomas Schäfer dem Handelsblatt. Damit liegt der Preis schon 5.000 Euro höher als laut ursprünglichem Plan, doch die Verteuerung von Arbeit und Material scheinen dieses Ziel unmöglich gemacht zu haben. Mit dem höheren Preis rückt das geplante Fahrzeug in eine andere Klasse auf.
400 Millionen Euro vom spanischen Staat
Aufgrund der niedrigeren Lohnkosten sei Spanien als Produktionsstandort gewählt worden, heißt es in dem Artikel des Handelsblatts. Die Förderungszusage dürfte ebenfalls dazu beigetragen haben, dass sich Volkswagen für die iberische Halbinsel entschieden hat.
Dem Bericht nach will Spanien 400 Millionen Euro zuschießen. Insgesamt soll das Vorhaben 10 Milliarden Euro kosten, wobei auch weitere Partner wie Zulieferer Geld beisteuern sollen.
Die Seat-Marke Cupra zeigte bereits im Sommer 2022 mit dem Cupra Urban Rebel eine Studie des Fahrzeugs. Das fünftürige E-Auto ist mit einem Frontantrieb ausgerüstet und wird die MEB-Small-Plattform des Volkswagen-Konzerns nutzen. Es handelt sich um eine verkürzte Version der klassischen MEB-Plattform.
Die Konstruktionsweise soll die Produktion günstiger machen und die Möglichkeit eröffnen, Einsteigermodelle anzubieten. Das 4,03 Meter lange Auto soll zahlreiche recycelte Kunststoffe und biobasierte Materialien enthalten. Das Fahrzeug ist mit einem 166 kW starken Elektromotor ausgerüstet. Dieser soll das Auto in 6,9 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.
Die Reichweite wird mit bis zu 440 Kilometern angegeben, wobei es je nach Ausstattung unterschiedlich große Akkus geben wird. Wie das Einsteigermodell ausgestattet sein wird, ist nicht bekannt.
Volkswagen will die beiden Werke in Spanien auf die E-Auto-Produktion umstellen und eine Akkuzell-Fabrik in der Nähe der spanischen Stadt Valencia(öffnet im neuen Fenster) bauen. Der Konzern plant eine Produktionskapazität von 40 Gigawattstunden im Jahr.
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