Sklavenhandel und Kolonialismus: Anno 1800 schreibt die Geschichte um

Anno 1800 ist eine gelungene Aufbausimulation inmitten der Industriellen Revolution, die Spaß macht und zum stundenlangen Tüfteln motiviert. Der Umgang der Entwickler mit dem eigenen Schauplatz verdient indes Kritik: Hier wird konsequent ausgeblendet, was nicht in die heile virtuelle Welt passt.

Artikel von Dominik Schott veröffentlicht am
Doppelmoral der Entwickler? Sklaverei ist zu heikel, aber gegen Arbeiteraufstände in den Städten kann der Spieler durchaus drastisch vorgehen.
Doppelmoral der Entwickler? Sklaverei ist zu heikel, aber gegen Arbeiteraufstände in den Städten kann der Spieler durchaus drastisch vorgehen. (Bild: Ubisoft Blue Byte)

Ein Mann beugt sich nachdenklich über seinen Schreibtisch und zeichnet mit fliegender Feder Stadtpläne, Schiffsentwürfe, Handelsrouten. Er schreibt wortwörtlich Geschichte, während aus unseren Lautsprechern eine tiefe Stimme dröhnt: "Wir haben den Weg des Fortschritts gewählt. Wir erreichen neue Länder, gründen neue Siedlungen und erweitern das Imperium. Wir haben eine große Zukunft vor uns." So will der Launch-Trailer von Anno 1800 Abenteuergeist und Entdeckerdrang in uns wecken: Wir sollen Lust bekommen auf die (virtuelle) Welt der Industriellen Revolution, auf das Zeitalter der Entdeckungen, in dem wir unser Glück als Großindustrieller und Stadtgründer versuchen dürfen.


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