SK Hynix: US-Sanktionen schädigen DRAM-Hersteller im Ausland

SK Hynix, der zweitgrößte DRAM-Hersteller der Welt, leide "unweigerlich" unter den Drohungen der USA.

Artikel veröffentlicht am ,
24-GB-DDR-5-Chip von SK Hynix
24-GB-DDR-5-Chip von SK Hynix (Bild: SK Hynix)

SK Hynix kann wegen verschärften US-Sanktionen seine Produktionsstätten für Speicherchips in China nicht mehr wie bisher weiterbetreiben. "Als Notfallplan erwägen wir den Verkauf der Fab, den Verkauf der Ausrüstung oder den Transfer der Ausrüstung nach Südkorea", sagte Kevin Noh, Chief Marketing Officer von SK Hynix, in einer Telefonkonferenz nach Bekanntgabe der Ergebnisse des dritten Quartals. Es handele sich um einen Notfallplan, betonte er. Man wolle die Fab in Wuxi in der Nähe von Shanghai weiterbetreiben.

Vor zwei Wochen gab SK Hynix bekannt, von der US-Regierung eine Verzichtserklärung erhalten zu haben, nach der US-Technologie binnen eines Jahres nicht mehr für die Herstellung fortschrittlicher Speicherchips in China verwendet werden darf. SK Hynix, der zweitgrößte DRAM-Hersteller der Welt, leide "unweigerlich" darunter, betonte Noh. Hersteller, die sich dem widersetzen, landen auch auf der Entity List der Biden-Regierung, mit denen US-Unternehmen kaum noch Handel betreiben können.

In der SK-Hynix-Anlage produzieren Arbeiter DRAM-Chips auf Bestellung für andere Unternehmen. Laut Marktforschern werden dort mehr als 40 Prozent der DRAM-Chips von SK Hynix hergestellt, das Hauptgeschäft des Konzerns.

Die USA nehmen sich das Recht, über die Verwendung von Maschinen zur Chipherstellung zu entscheiden, die von US-Firmen auf dem Weltmarkt angeboten werden. Samsung Electronics aus Südkorea produziert ebenfalls Chips in China und wird am 27. Oktober 2022 seine Quartalsergebnisse vorlegen.

SK Hynix erklärte zuvor, dass der Betriebsgewinn im dritten Quartal um 60,3 Prozent auf 1,7 Billionen Won (1,2 Milliarden US-Dollar) anstieg. Der Umsatz sank um sieben Prozent auf 11 Billionen Won. Der Nettogewinn ging um 66,7 Prozent auf 1,1 Billionen Won zurück.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Grim Fandango
Toller Trip durch das Reich der Toten

Morbide und lustig: Grim Fandango war kein Erfolg und gilt trotzdem als Klassiker. Golem.de hat es erneut durchgespielt - und war wieder begeistert.
Von Andreas Altenheimer

25 Jahre Grim Fandango: Toller Trip durch das Reich der Toten
Artikel
  1. Star Wars: Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps
    Star Wars
    Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps

    Eine bessere Story bekommt der legendär schlechte Film dadurch leider nicht. Bis heute lieben ihn einige Fans aber vor allem wegen seiner Absurdität.

  2. Autonomes Fahren: Im Märzen der Bauer den Roboter einspannt
    Autonomes Fahren
    Im Märzen der Bauer den Roboter einspannt

    Landmaschinen ohne Fahrer, Traktoren, die mit Gesten gesteuert werden - autonome Systeme sollen in der Landwirtschaft gleich mehrere Probleme lösen.
    Ein Bericht von Werner Pluta

  3. Lohn und Gehalt: OpenAI-Entwickler verdienen bis zu 800.000 US-Dollar im Jahr
    Lohn und Gehalt
    OpenAI-Entwickler verdienen bis zu 800.000 US-Dollar im Jahr

    Die Firma hinter Chat-GPT zahlt im Vergleich zu Unternehmen wie Nvidia besonders gut. Erfahrene Forscher und Entwickler auf dem Gebiet sind Mangelware.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Crucial P5 Plus 2 TB mit Kühlkörper 114,99€ • Crucial Pro 32 GB DDR5-5600 79,99€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • Anthem PC 0,99€ • Wochenendknaller bei MediaMarkt • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /