SK Hynix: RAM-Hersteller wird Herstellungskapazität verdreichfachen
Der südkoreanische Speicherhersteller SK Hynix möchte seine Herstellungskapazität stark ausbauen. Insgesamt soll sie auf das Dreifache angehoben werden. Das berichtet SK-Hynix-Vorstandsvorsitzender Chey Tae-won in einem Interview mit Nikkei Asia(öffnet im neuen Fenster). Allerdings wird dieses Vorhaben noch eine Weile dauern und eine Verdreifachung der Produktion kann erst für das Jahr 2034, in acht Jahren, versprochen werden.
"Unsere Berechnungen zeigen, dass sich unsere Wafer-Kapazität innerhalb von fünf Jahren verdoppeln wird", sagt Chey. "Aber offen gesagt: Sobald all diese Anlagen gebaut sind, wird sich die Zahl nicht nur verdoppeln, sondern bis etwa 2034 sogar verdreifachen." Hier werden unter anderem Faktoren wie die im Laufe der Zeit steigende Effizienz neuer Fabs einkalkuliert.
Mehr Kapazität
Aktuell baut SK Hynix vier weitere Fabs, die jeweils mehr Arbeitsspeicher und Flash-Bausteine herstellen werden. Die erste von diesen Fabriken soll ab 2027 in Betrieb genommen werden. "Derzeit gibt es keine Möglichkeit, schneller als das voranzuschreiten", sagt Chey. Speicherpreise werden aufgrund der hohen Nachfrage durch KI-Rechenzentren deshalb weiterhin hoch bleiben. Das gilt auch für Endkundenprodukte, deren Preise sich seit einigen Monaten auf einem gleich hohen Niveau bewegen.
Innerhalb eines Jahres ist der Marktwert von SK Hynix entsprechend vervielfacht worden. Im Jahresrückblick konnte die Aktie bisher fast 230 Prozent zulegen. Den größten Anstieg erreichte der Konzern aber erst im Frühling 2026. Auch die anderen beiden großen Speicherhersteller Samsung und Micron konnten im gleichen Zeitraum enorme Kursgewinne erzielen. Samsung Electronics legte um 115 Prozent, Micron um 244 Prozent zu.