SK Hynix: Erstes DDR4-Speichermodul mit 128 GByte
SK Hynix hat die Entwicklung eines DDR4-Speicherriegels(öffnet im neuen Fenster) mit einer Kapazität von 128 GByte bekanntgegeben. Die Sticks basieren auf Chips mit je 8 GBit, die im 20-Nanometer-Verfahren gefertigt wurden. Das Modul arbeitet laut Hynix mit DDR4-2133-Geschwindigkeit bei einer Spannung von nur 1,2 Volt. DDR3-Module fassen nur 32 GByte und laufen mit 1,35 oder 1,5 Volt.
Neue Geschwindigkeitsrekorde stellt Hynix mit den Modulen nicht auf: Bei den üblichen 64 Bit pro Speicherkanal erreicht DDR4-2133 eine Datentransferrate von rund 17 GByte pro Sekunde. Allerdings hat die Jedec bisher maximal DDR3-2133 spezifiziert, Module mit 1.600 MHz fallen somit in den Übertakterbereich. DDR4 erreicht diese Geschwindigkeit auch offiziell .
Viel wichtiger ist aber die Speicherdichte mit 128-GByte-Riegeln. Selbst eine Workstation mit zwei Sockeln und je acht Speicherbänken kann so 2 TByte an RAM verwalten, Serversysteme mit acht Fassungen erreichen theoretisch bis zu 24 TByte. Die Dichte von 8 GBit erreicht Hynix durch Through Silicon Via (TSV), solche vertikalen Leitungen ermöglichen gestapelte Chips. Die Serienfertigung der neuen 128-GByte-Module ist für das erste Halbjahr 2015 geplant.
Die erste DDR4-Plattform wird im Herbst 2014 Intels Haswell EP für den Sockel 2011-3: Entsprechende Systeme mit bis zu 14 Kernen zeigte der Hersteller bereits auf dem IDF 2014 in San Francisco. Im Desktopsegment plant Intel erstmals, einen 8-Kern-Prozessor zu veröffentlichen.
Das aktuell schnellste Modell ist der Core i7-4960X mit sechs Kernen – zumindest wenn die eigentlich für Workstations gedachten Xeon E5-2600 v2 nicht berücksichtigt werden. Diese bieten bis zu 12 Recheneinheiten, kosten aber über 2.600 US-Dollar.
- Anzeige Hier geht es zu Intel-Prozessoren bei Alternate Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.